Google auf dem Weg zum Browser-Monopol - Missbrauch beginnt

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Traitor
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Sa 26. Jan 2019, 16:30 - Beitrag #1

Google auf dem Weg zum Browser-Monopol - Missbrauch beginnt

Nachdem Microsoft angekündigt hat, Edge nur noch als aufgehübschtes Interface um einen Chromium-Kern fortzuführen, Opera auch schon längst keine eigene Engine mehr hat, und Mozillas Marktanteil immer weiter einbricht, ist Google ganz nah am Browser-Monopol. Und die Folgen könnten noch deutlich schlimmer als bei MS' Quasi-Monopol damals, denn Google hat noch deutlich stärkere Interessenkonflikte als kombinierter Anbieter von Browsern als Abspielwerkzeugen und den Inhalten, die da angezeigt werden.

Als ersten massiven Hinweis auf anstehenden Missbrauch muss man wohl die Planungen zur Beschränkung von Werbe- und Inhaltsblocker-Addons einstufen. In der Praxis würden damit z.b. uBlock und, wenn ich es richtig verstehe, auch noscript-artige Addons nicht mehr möglich sein. Das sieht verdammt danach aus, dass Google dem Nutzer die Kontrolle über die Anzeige auf dem eigenen Gerät weitgehend abnehmen möchte. Einerseits, um, wie das bei Einführung von "acceptable ads" und eigenem Schmalspur-Werbeblocker in Chrome schon befürchtet wurde, zentral darüber die Kontrolle zu bekommen, was im Internet an Werbung geht und was nicht. Andererseits evtl. auch noch weitreichender, vielleicht mit dem Ziel (hier spekuliere ich über den konkreten Änderungsplan hinaus), Browser zu deutlich dümmeren Anzeigeprogrammen zu machen und Webseiten stärker zu serverseitig vorkompilierten, vorformatierten Produkten...?

Und da Firefox ja mittlerweile auch Webextensions benutzt und Interkompatibilität mit Chrome als wesentliches Kriterium dafür angab, steht fast zu befürchten, dass sie diesem neuen "Standard" auch folgen werden...

Dirki
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Mo 28. Jan 2019, 08:41 - Beitrag #2

Also ich bin auch wieder zu Firefox gewechselt. In Schnelligkeit steht er Chrome mittlerweile wieder in nichts nach. Abgesehen davon existiert die Mozilla Foundation nur durch den Browser und eMailclient.
Nutzt keiner mehr die Browser, wird es irgendwann keine unabhängigen Browser mehr geben.

OnkelNeo
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Fr 1. Feb 2019, 13:26 - Beitrag #3

Ich probiere grade Brave aus, die haben sogar Tor im Browser und eingebaute ad- und trackingblocker. Ist auf jeden Fall mal einen Blick wert

Ipsissimus
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So 3. Feb 2019, 23:04 - Beitrag #4

Zitat von OnkelNeo:Ich probiere grade Brave aus, die haben sogar Tor im Browser und eingebaute ad- und trackingblocker. Ist auf jeden Fall mal einen Blick wert


Tor in einem Chromium-Browser? Wirkt ein bisschen wie eine contradictio in adjectu^^

Traitor
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So 10. Feb 2019, 11:54 - Beitrag #5

Zitat von Dirki:Abgesehen davon existiert die Mozilla Foundation nur durch den Browser und eMailclient.
Thunderbird drohte ja zeitweise schon die Einstellung, inzwischen wurde er weitgehend als eigenes "Projekt" ausgelagert, die Stiftung nimmt aber wohl noch immer die Spenden dafür an, hält den Markennamen etc.

@Neo und Ipsi: Brave habe ich bisher nur als Zweitbrowser auf Android im (sehr sporadischen) Einsatz, falls Seiten mal nicht fuchskompatibel sind. Wenn jemand auf Tor angewiesen ist (oder angewiesen zu sein glaubt), würde ich aber doch sehr zum offiziellen, Firefox-basierten Tor Browser raten.

wibkemitschke
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Do 21. Feb 2019, 11:16 - Beitrag #6

Ich bin ja eigentlich treuer Chrome Nutzer, aber vlt sollte ich das dann mal überdenken.


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