Zitat von Ipsissimus:es wäre interessant, herauszufinden, ob es im Tierreich außer beim Menschen das Phänomen der Verliebheit noch bei anderen Arten gibt, oder ob es sich um eine "Spezialanfertigung" für die Menschheit handelt^^
Nach einem Beitrag über Schimpansen ersten bei Phönix würde ich ersteres zumindest für unsere nächste Verwandtschaft nicht ausschließen.
Ansonsten vielleicht bei den Arten mit dauerhaften Partnerbindungen, bei den Partnerschaften für eine Saison und den stark haremsgeprägten Arten denke ich aber, daß der Fortpflanzungsaspekt und damit verbundene Potenzfixierung über emotionale Aspekte dominiert.
Letztlich kommt es bei den meisten Arten aber so stark auf überlebensfähigen Nachwuchs an, daß Partnerschaften mit zwar sympathischen, aber von den Anlagen weniger günstigen Artgenossen eine verpasste Chance darstellen, die für die Population ein Risiko bedeuten.
Von daher könnte man auf die Idee kommen, daß der ganze "Liebeskram" eine besondere Entwicklung für/bei all jene/n Arten ist, die aufgrund ihrer langen Partnerschaft oder auch bei sehr langer Jungenaufzucht auch außerhalb der sexuell reizvollen Phasen ein bindendes Element brauchen.
Als biologische Strategie betrachtet, könnte dies auch eine Antwort auf besonders extreme Lebensbedingungen sein, in denen immer wiederkehrende Kämpfe um den stärksten, der sie alle bekommt, zu belastend wären, Beispiel Pinguine.
Dagegen wären allerdings die Steinböcke zu setzen, die gerade im Winter ihre Rudelkämpfe ausfechten.