Das nicht mehr masturbieren können

Erlebnisse und Erfahrungen aus den schönsten und den traurigsten Stunden des Lebens. Träume von der perfekten Liebe und ein Kummerkasten für ihr Scheitern.
abv
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Sa 26. Nov 2016, 21:43 - Beitrag #1

Das nicht mehr masturbieren können

Hey,
es ist leider ein recht unangenehmes Thema, doch quält mich das nun schon seit Monaten. Ich kann seit der Trennung von meiner Freundin einfach nicht mehr masturbieren und mittlerweile gar nicht mehr lernen. Zunächst konnte ich die ersten Wochen sehr gut lernen, doch nach zwei Wochen kamen wohl Gefühle oder irgendwas in der Art und ich lief verzweifelt umher und hatte das Gefühl immer mehr meiner Fähigkeiten verloren zu haben. Einige Studenten suchten mich auf und waren dann weg. Und ich wurde immer wahnsinniger, da ich nicht masturbieren konnte wohl und mittlerweile fallen mir die einfachsten Aufgaben schwer (Ich bin übrigens noch Student). Dabei hatte ich mich von ihr getrennt, ich musste es leider, da sie mich durchgehend belog und ich mit meinem Studium nicht mehr voran kam. Nun komme ich damit gar nicht mehr voran und drehe mich unglaublich im Kreis.
Ich hoffe ihr habt einen Rat, der mir helfen könnte. Ich fing schon mit den verrücktesten Ideen an, die ich besser gar nicht erwähne.

Ipsissimus
Dämmerung
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So 27. Nov 2016, 01:58 - Beitrag #2

Und du hast das Gefühl, dass diese drei Dinge zusammenhängen? Also das Wahnsinnigwerden mit der fehlenden sexuellen Entspannung, und die Lernblockade mit dem Wahnsinnigwerden?

Die erste Anlaufstelle für so eine Situation ist ein Hausarzt, der dich schon lange kennt. Wenn du so einen nicht hast, geh zu einem Urologen und/oder einem Neurologen, um organische Probleme auszuschließen. Wenn du dir sicher bist, dass die Sache psychischer Natur ist und du den Arzt überspringen willst, geh zu einem Psychologen oder einem Sexualtherapeuten. Da weiß ich allerdings nicht, unter welchen Umständen das von der Kasse übernommen wird.

Und dich selbst könntest du in Vorbereitung dieser Gespräche schon mal fragen, ob du ein schlechtes Gewissen hast, ob du Sehnsucht hast, ob dein Herz zu deinem Gehirn "du Idiot" sagt. Auch könntest du dich fragen, warum du dich solange von ihr hast belügen lassen, obwohl es sogar dein Studium beeinträchtigte, oder anders gesagt, ob du eine Abhängigkeitspersönlichkeit bist. Und auch, ob die Beeinträchtigung deines Studiums wirklich mit ihr und ihren Lügen zu tun haben, oder ob du das auch ganz alleine fertig gebracht hast, ins Schwimmen zu geraten, und ihre Lügen nur ein Vorwand für dich sind. Denn weist du, jeder Mensch lügt, jeden Tag, viele Male. Die Frage, ob und wann es destruktiv wird, hängt vom Kontext ab. Und vielleicht auch ein bisschen von der persönlichen Reife der betroffenen Menschen, wie gut sie damit umgehen können.

Wenn nichts davon in Frage kommt: geh ein bisschen spazieren, so zwei bis drei Stunden am Tag über ein halbes Jahr^^

aleanjre
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So 27. Nov 2016, 04:26 - Beitrag #3

Ich kann Ipsi nur zustimmen. Mangelnder Sexualtrieb, allgemeine Antriebs- und Konzentrationsstörungen, das klingt nach Liebeskummer auf dem Weg zur Depression. Sollte dein Sexleben bis zur Trennung normal gewesen sein, kannst du den Gang zum Urologen erst einmal mutig überspringen, würde ich sagen. Fachhilfe wäre dennoch notwendig. Der Verlust eines geliebten Menschen, sei es durch Tod oder Trennung, kann auch dann das gesamte Leben durcheinanderbringen, wenn die Trennung aus Vernunft erfolgt ist. Du hast an etwas fest gehalten, an das du geglaubt hast, dass du nicht aufgeben wolltest, selbst dann, als es dir gar nicht mehr gut getan hat. Auch das Gefühl von Entwertung sollte man nicht unterschätzen - du hast sie geliebt und sicherlich hat sie dies zumindest am Anfang erwidert. Und dennoch hat sie dich belogen. Das zu analysieren, zu akzeptieren, zu erkennen, wo deine Fehler lagen, hinzunehmen, dass nicht alles auf dieser Welt mit Logik und Verstand erklärt werden kann - das ist wirklich schwierig. Warte nicht zu lange damit, um Hilfe zu bitten. Feuerkopf kann dir sicherlich Tipps geben, wohin du dich überall wenden kannst, Möglichkeiten gibt es jedenfalls viele.

Feuerkopf
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So 27. Nov 2016, 08:05 - Beitrag #4

Ich schließe mich den Ausführungen meiner Vorschreiber an.
Fangen wir mal niedrigschwellig an. Wenn du jemanden zum Reden brauchst, kannst du dich jederzeit an die Telefonseelsorge wenden. Die bietet übrigens neben dem 24stündigen Telefondienst auch Chat- und Mailberatung an. Das findest du im Netz unter www.telefonseelsorge.de.
Wenn du dort anrufen möchtest, empfehle ich, das übers Festnetz zu tun, denn dann landest du in der dir nächst gelegenen Stelle, die dir auch Beratungsangebote in deiner Stadt/Region nennen kann.

Caritas und Diakonie bieten Familienberatungsstellen an, wo man kurzfristig Gesprächstermine bekommen kann, es gibt sicher auch nicht-konfessionelle Angebote.

Ein Gespräch mit dem Hausarzt ist nicht verkehrt, er/sie kann auf jeden Fall körperliche Ursachen ausschließen. Eine Psychotherapie muss eh über ihn/sie laufen, einfach so zum Therapeuten, das wird sehr teuer. Ich empfehle in einem solchen Fall einen psychologischen Psychotherapeuten. Listen gibt es dann über die Krankenkasse. Muss man selbst aussuchen und ist eher ein langfristiges Projekte, denn Wartezeiten von einem halben Jahr sind die Regel.

Ich drück dir die Daumen!

Maglor
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So 27. Nov 2016, 10:42 - Beitrag #5

Als Student kannst du dich auch an die psycho-soziale oder psychologische Beratungsstelle deiner Hochschule (Studentenwerk) wenden. Dort entfallen zumindest die unangenehm langen Wartezeiten, die im Gesundheitssystem leider üblich sind.

Nachdem ich deinen Betrag gelesen hatte, kam ich zur der Vermutung, dass es nicht einfach nur Liebeskummer ist, sondern der kritische verlauf schon in der Beziehung oder davor begonnen hat.
Zitat von abv:Dabei hatte ich mich von ihr getrennt, ich musste es leider, da sie mich durchgehend belog und ich mit meinem Studium nicht mehr voran kam.

Du drückt offen aus, dass du die Trennung bereust. Deine Begründung, du hättest dich von ihr trennen müssen, weil du mit dem Studium nicht mehr vorwärts kamst, ist rational nicht so ganz nachvollziehbar. Es ist ein Hinweis darauf, dass du schon vor der Trennung Probleme hattest, deine Aufgaben im Studium zu erledigen. Trennung und sozialer Rückzug als Bewältigungsmethode oder Lösung funktionieren nicht.

Milena
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So 27. Nov 2016, 15:38 - Beitrag #6

also ich weiss nicht...bei aller liebe, es gibt echt schlimmeres, als mal sich nicht befriedigen zu können....natürlich weiss ich als frau nicht genau, ob das nicht können beim mann tatsächlich was schlimmes ist,
aber ich sag mir: na und, dann geht es mal ne zeitlang nicht, wo genau ist das problem? :crazy:
und glaube mir, die zeit heilt deine wunden, du wirst die trennung überwinden und du wirst dich wieder neu verlieben und alles andere wird auch wieder funktionieren... ;)
komm einfach mal von deinem stresspegel runter, erfreu dich an den kleinigkeiten des lebens und der rest ergibt sich dann^^ :)

abv
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Fr 2. Dez 2016, 17:26 - Beitrag #7

Zunächst danke für die Ratschläge und den Einwand.
Maglor hat vermutlich schon ganz gut erkannt, das ich vorher auch schon in manchen Punkten Schwierigkeiten hatte. Es ist wohl ein gewisser Zwiekampf, den ich irgendwie schon immer hatte, zwischen meinem Verstand, der Ratio und meinen Gefühlen, nahezu komplett zwischen der linken und rechten Gehirnhälfte. Jedoch möchte ich dies hier nicht weiter ausarbeiten, wenn dann gerne per PN. Ich habe mir nun auch professionelle Unterstützung geholt, welche eben genau erkannte, das nun Gefühle da sind und die mir große Probleme bereiten, da ich diese wohl noch nie hatte und früher eher ein sehr rationaler Mensch war. Gerne Maglor, würde ich mit dir noch per PN weiter schreiben, wenn du die Zeit und den Aufwand aufbringen magst.
Ich hoffe auch, das es sich irgendwann wieder normalisiert und ich meinen Halt den ich vor der Beziehung hatte wieder finde und evtl. ja auch eine passendere Partnerin :).

Maglor
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So 4. Dez 2016, 10:52 - Beitrag #8

Inhalt und Verlauf dieser Diskussion gleichen in weiten Teilen deinem Thema Sozialer Halt aus dem letzten Jahr.

abv
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So 1. Jan 2017, 15:42 - Beitrag #9

Ja, offenbar ist es eine Schwierigkeit im Sozialen, welche ich habe. Da bringen wohl große intellektuelle Fähigkeiten auch nicht viel, wenn man sich nicht wehren und schützen kann. Doch ich nahm mir nun Hilfe und denke und hoffe, das es sich bessern wird. Nochmals danke für die Ratschläge :)

PS: Es geht übrigens immer noch nicht :D

wibkemitschke
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Fr 30. Nov 2018, 15:00 - Beitrag #10

Zitat von abv:Hey,
es ist leider ein recht unangenehmes Thema, doch quält mich das nun schon seit Monaten. Ich kann seit der Trennung von meiner Freundin einfach nicht mehr masturbieren und mittlerweile gar nicht mehr lernen. Zunächst konnte ich die ersten Wochen sehr gut lernen, doch nach zwei Wochen kamen wohl Gefühle oder irgendwas in der Art und ich lief verzweifelt umher und hatte das Gefühl immer mehr meiner Fähigkeiten verloren zu haben. Einige Studenten suchten mich auf und waren dann weg. Und ich wurde immer wahnsinniger, da ich nicht masturbieren konnte wohl und mittlerweile fallen mir die einfachsten Aufgaben schwer (Ich bin übrigens noch Student). Dabei hatte ich mich von ihr getrennt, ich musste es leider, da sie mich durchgehend belog und ich mit meinem Studium nicht mehr voran kam. Nun komme ich damit gar nicht mehr voran und drehe mich unglaublich im Kreis.
Ich hoffe ihr habt einen Rat, der mir helfen könnte. Ich fing schon mit den verrücktesten Ideen an, die ich besser gar nicht erwähne.



Ist zwar schon eine Weile hier, aber was meinst du mit du kannst nicht masturbieren?


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