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BeitragVerfasst: Fr 22. Jul 2016, 14:43
von Ipsissimus
Bei Loki macht das teilweise Sinn, da er laut Edda ein Gestaltwandler war^^ also so eine urtümliche Version von Mystique^^

BeitragVerfasst: Di 1. Jan 2019, 13:20
von Traitor
Nach ein paar Jahren zwei interessante Datenpunkte:

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  • Mittlerweile habe ich mal ein paar Bände der "Miss Marvel" Kamala Khan gelesen. Eigentlich gar nicht schlecht. Natürlich wird mit einigen Klischees gearbeitet, aber im eng begrenzten Rahmen, den Comicheftchen erlauben, wird letztlich doch ein sympathisches und glaubwürdiges Bild eines ethnisch gemischten Stadtviertels, einer muslimisch-amerikanischen Familie und der 2010er-Teenagerlebenswelt an sich gezeichnet. Für junge amerikanische Konsumenten, die sonst nur moralinsaure Predigten einerseits und Trump-Hetze andererseits kennen, kann ich dem durchaus einen toleranzpädagogischen Wert zuerkennen.
    (Handlungstechnisch fand ich die Bände eher durchwachsen, was aber weniger an der Hauptfigur lag, sondern eher an unverständlichen Handlungssprüngen, wo der Verlag anscheinend gewollt hätte, dass man Parallelerscheinungen aus anderen Heldenreihen zwischenschiebt, ohne einem aber irgendwie (und sei es auch nur per Anzeige hinten im Einband) nahezulegen, welche das gewesen wären.)
  • Im Kino waren "Wonder Woman" 2017 und "Black Panther" 2018 Kritiker- und Kassenerfolge. Damit dürfte das alte "diversity doesn't sell"-Argument tot sein und, alle sehr berechtigten Zweifel an der moralischen Ernsthaftigkeit von Marvels und DCs Engagement beiseite lassend, war zumindest der Geschäftssinn hinter diesem Strategiewechsel wohl korrekt.

  • Persönlich finde ich die Methode, bekannten Heldennamen neue Identitäten zu verpassen, ja immer noch wenig elegant. Aber anscheinend ist das zumindest bei einigen Ikonen auch in der Vergangenheit schon mehrfach passiert, keine neue nur für Diversifizierung erfundene Masche, und kann dem Hauptzielpublikum somit gar nicht mal so negativ aufgestoßen sein, wie man als Europäer so dachte.

    BeitragVerfasst: Di 1. Jan 2019, 19:40
    von Ipsissimus
    Black Panther steht auf Platz 9 der einspielstärksten Filme aller Zeiten, Wonder Women auf Platz 71. Ersteres kann man einen Erfolg nennen, obwohl man bei Olympia damit nur in den wenigsten Finalrunden gelandet wäre, letzteres, na ja, sie war bemüht^^ kommerziell haben sich beide gelohnt

    Dass beides Kritikererfolge waren, darf man allerdings weder den Filmen noch den Kritikern anlasten, jeder Kritiker, der derzeit etwas gegen Filme sagt, in denen Schwarze oder Frauen heroisiert werden, darf sich seine neuen Arbeitgeber suchen, vielleicht als Pferdeschlächter. Wobei es durchaus extrem negative Kritiken zum Panther gab, hautsächlich von Schwarzen, die sich, mit vollem Recht, fragten, ob das sie sein sollen. Ob sich Weiße so modernes Afrika vorstellen. Und Wonder Woman wahrscheinlich nur deswegen nicht trotzdem ihr Fett wegbekam, weil kaum jemand so richtig die Bedeutung ihrer Armreifen begreift, Stichwort William Moulton Marston.

    Meine Ansicht: Black Panther wäre zu retten gewesen, wenn es jemand ernsthaft um Geschichte und Figur gegangen wäre. Wonder Woman ist leider eine hoffnungslose Angelegenheit, was aber nichts macht, weil es niemanden interessiert und Konsistenz, was ist das? ^^

    BeitragVerfasst: Do 21. Feb 2019, 11:14
    von wibkemitschke
    Was ich ja ein bisschen daneben fand war "Black Panther" von Mavel. Im Film ist das Volk ein stark entwickelte Hochkultur und in Wirklichkeit verhungern und verdurstend die Völker in Afrika. Fand ich persönlich überhaupt nicht passend!