Diskographien von Usern für User

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Marc Effendi
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Di 6. Jul 2004, 07:18 - Beitrag #21

2.Phancyful-Fire

Hier ist die zweite Scheibe mit Teilen des Erstlingswerks von Software: Phancyful-Fire.

Auf dieser CD zeigt es sich, was diese beiden alles zu leisten vermögen. Auf einer Platte drei Songs mit mehr als 10 Minuten zu produzieren, ohne das es langweilig wird, ist nicht ganz ohne und zeugt an sich schon von genug Phancyful-Fire. Es ist sogar ein Track dabei, der es mit den Längsten überhaupt aufnehmen kann, nämlich Wind-Flute-Chromatics mit dage und schreibe 21.10 Minuten Länge.

Musikalisch hat sich im Vergleich zum vorigen Album nicht viel getan. Man merkt, das sich Mergener und Weisser ergänzen und sehr gut harmonieren. Der Software-Sound verstärkt sich. Treibenda Klang-Teppiche und wabernde Klänge überall. Dazwischen schöne Harmonien, die einen mit auf die Reise in eine fremde Welt nehmen, eine geträumte Welt aus HighTech und menschlichen Bedürfnissen. Sehr schön.

Anspiel-Tipps:

- Phancyful-Fire
- Wind-Flute-Chromatics
- Fencing Clouds

Bewertung: 6,5/10

Fazit: ganz im Stile der ersten CD. Sehr schön zu hören.

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Marc Effendi
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Mi 7. Jul 2004, 17:11 - Beitrag #22

3. Chip Meditation Part I

Nun denn: Vorhang auf für die erste echte Software-CD: Chip Maditation Part I. Ursprünglich als Schallplatte auf Vinyl erschienen und nicht mit dem Kürzel Part I versehen. Beim Nachdruck auf CD gabs aber schon den Part II, bzw. er war in Planung.

Wer den Titel liest, wird vom Inhalt der CD nicht überrascht sein, denn er entspricht exakt dem Titel. Die Musik dieser CD ist.... eine Computer-Meditation, eine Huldigung an die Technik, bestehend aus fraktalen Sounds und digitalen Klang-Teppichen.

Dies war meine allererste Software-Platte und sie hat mich von Anfang an in ihren Bann geschlagen. Diese CD ist eine digitale Sinfonie für das damalig noch folgende 21.Jahrhundert.

Von der musikalischen Seite überrascht die CD insofern, das sie das erste Mal ein Thema hat, um das sich die Tracks drehen.

Auch enthalten: ein Stück HighTech-Poesie, gedichtet von Michael Weisser: Voice-Bit

"Sphäre, denkbare Räume.
Suche nach fremdem Leben.
Ewige Suche des Menschen nach seiner Herkunft,
nach seiner Zukunft, nach seinem Ebenbild.

Weite.
Reisen durch Raum und Zeit.
Interstellar.
Vorbei an gleissenden Sonnen und schwarzen Löchern.
Bis an die Grenzen der Phantasie.

Welt von Morgen.
Jeder ist konkret bedroht.
Wissenschaft prägt die Zukunft.
Technologie zerschneidet das Leben
In dieser Zeit greift der Mensch an die Wurzeln seiner selbst."
(Copyright Michael Weisser 1985)

Anspieltipps:

- Julias-Dream
- Chip-Meditation
- Voice-Bit
- Byte-by-Byte
- Winds-of-Time

Bewertung: 8/10

Fazit: das erste "echte" Software-Album. Kult.

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Marc Effendi
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Mo 12. Jul 2004, 16:08 - Beitrag #23

4. Electronic Universe Part I

Dies ist das erste Projekt-Album von Software. Electronic Universe erschien im Jahr 1985 zuerst als Doppel-LP, später dann als CD.

An der Faszination der Musik hat sich aber seit damals nichts geändert. Die CD beginnt gleich mit einem Hammer. Genauer gesagt mit drei Stücken, die hart an der 20-Minuten-Grenze knabbern, eines liegt sogar darüber.

Der Opener, Fluting Electronic Universe, bringt eine Überraschung, denn es sind nicht mehr reine Synthi- und Electronic-Klänge, die den Auftritt beherrschen, sondern hier werden z.T. reale Instrumente (eben eine Flöte) eingesetzt um ein kosmisches Feeling zu erzeugen. Nicht umsonst, Fluting Electronic Universe gehört zu den Besten Stücken auf der CD und verbindet auf ganz eigene Art und Weise Vergangenes mit Zukünftigem.

Beim zweiten Track, Surfing Saturn, habe ich ein Bild vor Augen. Ich habe einen Film gesehen, in dem ein Raumfahrer den Traum hat, aus der Umlaufbahn um einen Planeten herum Sky-Surfing bis zum Boden zu machen. Bei diesem Lied fällt mir immer der Astronaut in seinem Raumanzug auf einem Surfbrett stehend ein.....

Das Lied Add-Space-to-time hingegen ist vollkommen anders als alle Software-Lieder bisher. Es hat einen treibenden Rhytmus und besticht durch eine schöne Melodie. Qualitatic kann es durchaus Jean Michel Jarres Oxygen das Wasser reichen, es hatte hatl das Pech, das es nicht entdeckt wurde...... :sad:

Anspieltipps:
- Fluting Electronic Universe
- Surfing Saturn
- Add Space to time

Bewertung: 9/10

Fazit: ein echter Bringer.

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Marc Effendi
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Mo 12. Jul 2004, 16:21 - Beitrag #24

5.Syn-Code

Dieses 5.Software-Album ist eine Live-CD. Bemerken würde man das nicht, wenn es nicht drunter stehen würde, denn das Publikum ist vollständig ausgeblendet. Entstanden ist dieses Album im Jahr 1987 in echter Tangerine-Dream-Manier als klassischens Seite A - Seite B Album, denn es besteht aus insgesamt 3 Traks (Syn-Code A, Syn-Code Z (jeweils 23 Minuten lang) und Syn-Code-Sunset).

Musikalisch bietet dieses Album alles was der Synthi-Freak sich wünschen kann. Treibende Rythmen, warme Klangwolken, ein Auf und Ab an Tempo und Lautstärke. Erstmals finden auch weibliche Stimmen ihren sinnlichen Einstand. Später wird das zur Punktuierung von manchen Liedern gang und gebe werden. E-Gitarren und andere Instrumente runden das Bild ab.

Es stellt die Umsetzung eines Romans von Michael Weisser dar, nämlich Syn-Code-7 (Amazon-Link) , wobei die Musik sehr gut ohne das Buch leben kann (ich wüßts nicht, wenns nicht drauf stehen würde).

Ich für meinen Teil finde diese CD recht unzugänglich, denn man kann nicht einzelne Lieder herausnehmen, obwohl sich jeder Track in mehrere Lieder unterteilt, und ich bin froh, das sich dieses Konzept nicht durchgesetzt hat.

Anspieltipps:

- die ganze CD an sich

Bewertung: 7/10

Fazit: lasst Tangerine Dream ruhen und konzentriert euch auf das, was ihr könnt, Jungs!

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Skuld
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So 25. Jul 2004, 10:06 - Beitrag #25

Dann will ich mal Einherjer vorstellen:

Bewertungen:

Einherjer - Aurora Borealis - 6/10

Einherjer - Leve Vikingånden - 6,5/10

Einherjer - Dragons of the North - 8/10

Einherjer - Far, Far North - 7/10

Einherjer - Odin Owns Ye All - 5/10

Einherjer - Norwegian Native Art - 7/10

Einherjer - Blot - 9,5/10

-----------------------------------------

Ihre erste Veröffentlichung im Jahre 1994 (bei dem Label Necropolis) nannte sich Aurora Borealis und war ein Demo Tape. Mittlerweile ist es auch als Audio CD verfügbar. Die Tracklist sah wie folgt aus:

1. De Sorte Sjøers Land
2. Aurora Borealis
3. Witchking
4. Einherjer

Einherjer kann man grundsätzlich als eine Mischung aus Viking und Death bzw Black Metal bezeichnen (Black eher begrenzt). Allerdings klingt jedes ihrer Alben unterschiedlich, manches mal eher Death, manchmal auch eher "normaler" Metal.
Die damalige Besetzung sah wie folgt aus:

Rune Bjelland - Vocals
Frode Glesnes - Rhythm/Lead Guitar
Audun Wold - Bass
Gerhard Storesund - Drums

Aurora Borealis (gemeint ist die CD) geht ganz klar in Richtung Black/Death, was man schon an den Vocals hört, die auf keiner anderen CD so "hart" waren.
De Sorte Sjøers Land ist ein Mid-Tempo Track, der mit netten Bass Tönen anfängt und recht eingängig ist. Das Ende ist nur recht plötzlich ^^
Aurora Borealis (gemeint ist der Track) finde ich persönlich besser, auch wenn die Spielzeit vielleicht etwas zu lang ist. Allerdings hat der Refrain Gänsehaut-Faktor.
Witchking ist der härteste und, wie ich finde, beste Track. Auch ist hier etwas mehr "Gesangsmelodie" zu erkennen.
Einherjer ist sehr düster und die ganze Zeit ruhig. Die eigenwillige "Musik" und der geflüsterte Text klingt zwar ziemlich psychopathisch aber auch seeeehr atmosphärisch.

Anspieltipps:
Aurora Borealis
Witchking

Fazit: Für Fans des Black/Death sicherlich ein reinhören wert, für Viking Fans sowieso.

Bewertung: 6/10

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Di 27. Jul 2004, 10:35 - Beitrag #26

Nun das zweite Werk von Einherjer: Eine EP mit dem Namen Leve Vikingånden. Sie erschien 1995 bei einem Label namens Necromantic.

Die Besetzung hatte sich noch nicht geändert, es blieb bei:

Rune Bjelland - Vocals
Frode Glesnes - Rhythm/Lead Guitar
Audun Wold - Bass
Gerhard Storesund - Drums

Tracklist:

1. Når Hammeren Heves
2. Når Aftensolen Rinner

Når Hammeren Heves ist ein ziemlich eingängiger Mid-Tempo Track und hat einen "catchy" Refrain ^^ Ein ziemlich guter Track, meiner Meinung nach.
Når Aftensolen Rinner ist schon etwas schneller, ähnelt im Großen und Ganzen allerdings dem Vorgänger-Track. Trotzdem ein guter Song.

Anspieltipps:
Når Hammeren Heves
Når Aftensolen Rinner

Fazit: Zwei recht gute Songs, aber deswegen die EP teuer importieren zu lassen, lohnt sich nicht (denn anders ist sie, soweit ich herausfinden konnte, nicht erhältlich).

Bewertung: 6,5/10


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Di 27. Jul 2004, 14:38 - Beitrag #27

Kommen wir zu Dragons of the North, Einherjers drittes Werk im Jahre 1996 bei dem Label Napalm.

Hier veränderte sich die Besetzung ein wenig, denn ein neuer Bassist, der gleichzeitig auch die cleanen Vocals auf der CD singt, kam hinzu.

Rune Bjelland - Vocals
Frode Glesnes - Rhythm/Lead Guitar
Audun Wold - Bass
Stein Sund - Bass/Clean Vocals
Gerhard Storesund - Drums

Tracklist:
1. Dragons of the North
2. Dreamstorm
3. Forever Empire
4. The Conquerer
5. Fimbul Winter
6. Storms of the Elder
7. Slaget Ved Harfsfjord
8. Ballad of the Swords

Dragons of the North ist ein nicht so heftiger, aber dafür umso ohrwurmiger Song, vor allem die Melodie vor und in dem Refrain. Super!
Dreamstorm finde ich nicht ganz so überzeugend, Mid-Tempo und relativ langweilig.
In Forever Empire finde ich den Gesang SEHR unpassend, das Timing ist unter aller Sau.
The Conquerer ist wieder ein guter Mid-Tempo Track, der vor allem durch seinen Text zu überzeugen weiß.
Fimbul Winter hat einige ziemlich krasse Tempo-Wechsel drin, finde ich persönlich aber ziemlich geil, vor allem den Refrain.
Storms of the Elder ist der erste Track, auf dem Stein Sunds Gesang zum Einsatz kommt, leider merkt man, dass er nicht besonders gut Englisch kann ;) Trotzdem ein super Track.
Slaget Ved Harfsfjord ist ein härterer Track, der sehr in Richtug Black/Death geht, also nicht jedermanns Geschmack.
In Ballad of the Swords hat sich Steins Gesang deutlich verbessert, das Lied ist einfach super! Einherjer hätten mehr Balladen machen sollen ...

Anspieltipps:
Dragons of the North
Fimbul Winter
Ballad of the Swords

Fazit: Eines der besten Alben von Einherjer, mit eindeutigen Black Metal Klängen, aber auch viel Melodie und Ohrwurm-Garantie! (Ich kann reimen ^.^)

Bewertung: 8/10

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Do 5. Aug 2004, 12:21 - Beitrag #28

Ihr viertes Werk war nun wieder eine EP namens Far, Far North. Und wieder stand ein Label Wechsel ins Haus, und zwar nach Century Media. Die Besatzung veränderte sich nicht, es blieb bei

Rune Bjelland - Vocals
Frode Glesnes - Rhythm/Lead Guitar
Audun Wold - Bass
Stein Sund - Bass/Clean Vocals
Gerhard Storesund - Drums

Tracklist:
1. Far, Far North
2. Naar Hammeren Heves
3. Naar Aftensolen Rinner

Na, erinnert uns das an etwas? Klar, Song 2 und 3 gab es doch so ähnlich schon mal. (Fast) gleicher Titel, (fast) gleiche Songs. Es wurde nur ein wenig an den Intros und an den Gitarren geschraubt, was den beiden Liedern ganz gut tat. Far, Far North ist ein recht schneller Titel, der auch für einen Ohrwurm gut ist.

Anspieltipps:
Far, Far North

Fazit: Recht gute EP, sicher einen Kauf wert, wenn man Fan ist. Im Gegensatz zu Leve Vikingånden ist sie zum Glück auch noch in Deutschland käuflich erwerblich.

Bewertung: 7/10

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