Michael Schumacher will bis Monza Klarheit schaffen

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So 8. Jun 2003, 14:37 - Beitrag #1

Michael Schumacher will bis Monza Klarheit schaffen

Monte Carlo (dpa) - Im Kurzurlaub in Nordamerika kann sich Michael Schumacher Gedanken über seine Zukunft als Rennfahrer machen. «Ich will nicht spekulieren, aber Michael hat immer gesagt, 'ich fahre, solange ich Freude am Rennfahren habe'. Die Freunde scheint ihn nicht verlassen zu haben», sagte sein Manager Willi Weber nach dem Formel-1-Klassiker in Monte Carlo.

Der Schumacher-Entdecker stellte klipp und klar fest: «Ich würde mich freuen, wenn Michael weiterfährt. Aber ich werde nichts tun, um ihn zu beeinflussen. Das ist allein seine Entscheidung.» Klarheit, ob der Ende der Saison 2004 auslaufende Vertrag des fünfmaligen Weltmeisters mit dem Ferrari-Team verlängert wird oder nicht, solle bis zum 14. September in Monza geschaffen werden. Der 34 Jahre alte Schumacher werde den Rennstall vor der sportlichen Rente nicht mehr wechseln, bekräftigte Weber erneut. Auch an Unstimmigkeiten über das sowieso fürstlichen Honorar, wie mehrfach spekuliert, liege es nicht. Es gehe, so Weber «nur darum, ob Michael sich sagt, 'höre ich auf oder fahre ich weiter'».

Etwas anders liege der Fall bei Ralf Schumacher, der ebenfalls bis zum Jahr 2004 an BMW-Williams gebunden ist. Zwar solle der jüngere der Schumacher-Brüder auch weiterhin für den bayerisch-britischen Rennstall fahren, aber «ich muss auch mit anderen Teams sprechen. Sonst habe ich plötzlich kein Auto für ihn.» Man wisse ja schließlich nie, was komme.

In Monte Carlo konnte Ralf Schumacher, der in dieser Woche in Silverstone Testfahrten absolviert, keine Werbung in eigener Sache machen. Zum zweiten Mal in seiner Karriere von der Pole gestartet, schaffte er als Vierter den Sprung aufs Treppchen nicht und war mehr als enttäuscht. Anders sein Teamkollegen Juan Pablo Montoya. Der Kolumbianer feierte mit seinem zweiten Karriere-Sieg vor dem finnischen WM-Spitzenreiter Kimi Räikkönen im McLaren-Mercedes und vor Michael Schumacher den ersten Triumph bei dem Klassiker im Fürstentum.

Von der «Gazzetta dello Sport» wird der 27-Jährige bereits als Schumacher-Nachfolger bei der «Scuderia» gehandelt. «Es gibt im Moment keine Gespräche. Ganz ehrlich», sagte der Kolumbianer nach seinem Überraschungscoup zu den Spekulationen. Sein Teamchef Frank Willams, der sich über den ersten Saisonsieg und den ersten Williams-Erfolg in Monaco seit 20 Jahren freute, frohlockte: «Er ist Kandidat auf den WM-Titel.» BMW-Motorsportdirektor Mario Theissen hofft, dass das Ende der sportlichen Durststrecke erreicht ist: «Das war ein deutlicher Schritt nach vorne.»

Noch liegt Silberpfeil-Pilot Kimi Räikkönen (48) vor dem 8. der 16 Saisonrennen am 15. Juni in Kanada mit vier Punkten Vorsprung vor Michael Schumacher (44), Renault-Pilot Fernando Alonso (Spanien/29) sowie den punktgleichen Montoya, Ralf Schumacher und seinem Teamkollegen David Coulthard (je 25) an der Spitze der WM-Wertung. «Das hätte ich nicht erwartet», gestand Mercedes-Sportchef Norbert Haug kurz vor der Saison-Halbzeit.

In Montreal, der Grand Prix ist trotz der SARS-Problematik in Toronto nicht gefährdet, werde das neue McLaren-Mercedes-Modell Silberpfeil zwar noch nicht eingesetzt, doch zwei Wochen später am Nürburgring könnte es soweit sein. «Mit dem neuen Auto kommt die große Zeit, und wir können um Siege kämpfen», frohlockt Räikkönen. Ehe sich Michael Schumacher in den Urlaub verabschiedete, sprach der fünfmalige Monaco-Sieger von «Schadensbegrenzung» durch den dritten Platz. «In Bezug auf die WM hätte es schlimmer kommen können.» Doch trotz des Rückschlages wird Michael Schumacher für Willi Weber zum sechsten Mal Weltmeister: «Das steht für mich außer Frage.»

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So 8. Jun 2003, 14:37 - Beitrag #2

Barrichello glaubt nicht an Schumacher-Rücktritt

Monza (dpa) - Michael Schumachers Ferrari-Teamkollege Rubens Barrichello glaubt nicht an einen baldigen Rücktritt des Formel 1-Weltmeisters. «Michael ist körperlich und mental noch so stark, da glaube ich nicht, dass er sich zurückziehen will», sagte der Brasilianer am Rande der Testfahrten in Monza.

Schumachers Manager Willy Weber hatte die Spekulationen um Schumachers mögliches Karriereende beim Großen Preis von Monaco angeheizt. Weber hatte angekündigt, dass der Kerpener im September beim Großen Preis von Italien in Monza über seine Zukunft im Motorsport sprechen werde.

Während Schumacher einen Kurzurlaub in Nordamerika verbringt, bereitet Barrichello die Abstimmung des Ferrari F2003 GA für den Großen Preis von Kanada am 15. Juni vor. Nach der Niederlage in Monte Carlo kündigte Barrichello das schnelle Comeback des italienischen Rennstalls an: «Wir fahren nach Kanada, um zu gewinnen», sagte der 31-Jährige der «La Gazzetta dello Sport».

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So 8. Jun 2003, 16:02 - Beitrag #3

Ich glaube ehrlich gesagt auch net, dass M. Schumacher in der nächsten Zeit zurücktreten wird, auch wenn es in der letzten Zeit immer wieder Spekulationen gegeben hat. M. Schumacher ist noch fit, warum sollte er dann aufhören. Und wenn ich ehrlich sein soll ohne M. Schumacher kann ich mir irgendwie keine Formel 1 mehr vorstellen ^^

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Mi 11. Jun 2003, 10:18 - Beitrag #4

Schumacher verlängert Vertrag mit Ferrari bis 2006

Maranello/Stuttgart (dpa) - Formel-1-Weltmeister Michael Schumacher hat seinen Vertrag mit Ferrari vorzeitig verlängert und fährt bis 2006 für die Italiener.

«Ich liebe meinen Sport, und ich fühle mich bei Ferrari extrem wohl. Daher war es nur nahe liegend, meinen Vertrag vorzeitig bis einschließlich 2006 zu verlängern. Die Tatsache, dass Jean Todt und die übrige Führungs-Crew ihrerseits ihr Bleiben bei Ferrari bis 2006 zugesichert haben, hat meine Entscheidung dabei sehr erleichtert», erklärte der viermalige Weltmeister auf seiner Homepage.

Der aktuelle WM-Zweite fährt seit 1991 in der Formel 1. Der 34 Jahre alte Schumacher hat an 186 Grand Prixs teilgenommen und 67 Siege eingefahren. Nach dem Anfang im Jordan und fünf Jahren im Benneton steuert der Kerpener seit 1996 einen Ferrari. Teamdirektor Jean Todt, Technik-Direktor Ross Brawn und weiteres Führungspersonal bleibt nach einer Mitteilung des Rennstalls ebenfalls bis 2006 bei Ferrari.

«In einem solchen Team, mit solch guten Freunden - und hoffentlich weiterhin mit viel Erfolg - arbeiten zu können, bereitet mir großes Vergnügen», so Schumacher, «es liegen spannende Jahre vor uns, und ich freue mich auf die damit verbundenen Herausforderungen. Ferrari ist nun mal wie eine zweite Familie für mich, und ich bin stolz, Teil dieser wunderbaren Gemeinschaft bleiben zu können.»

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Mi 11. Jun 2003, 19:00 - Beitrag #5

Das liest man gerne. So bleibt die Formel 1 doch noch ein paar Jahre interessant ;) Aber wenn er aufgehört hätte hätte mich das schon stark überrascht.


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