Claudia Pechstein des Blutdopings überführt!

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Noriko
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Fr 3. Jul 2009, 18:07 - Beitrag #1

Claudia Pechstein des Blutdopings überführt!

http://www.spiegel.de/sport/wintersport/0,1518,634241,00.html
Damit erreicht wohl der Dopingsumpf endgültig den Deutschen Spitzen(winter)sport.

Pechstein war langezeit die Deutsche Eisschnellaufikone und ist erfolgreichste Deutsche Winterolympionikin, doch damit ist wohlihr guter ruf für alle Zeit dahin...

Maglor
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Fr 3. Jul 2009, 18:15 - Beitrag #2

Wie heißt das junge Sprichwort: Was man nicht im Blut hat, muss man in den Beinen haben. :crazy:

janw
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Fr 3. Jul 2009, 19:17 - Beitrag #3

Naja, ohne einen einzigen positiven Test, nur aufgrund von Indizien und einer Abstimmung darüber in der Kommission, ich finde das schon wirklich sehr überzeugend...

Noriko
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Fr 3. Jul 2009, 22:50 - Beitrag #4

(Eigen)Blutdoping ist halt nicht mit "positiven" Tests nachzuweisen, deswegen iosts auch so beliebt. Unregelmässigkeiten in den Blutproben sind da aber gute indizien, da sich das eigene blut nciht sonderlich radikal ändert, und die dopimng tests ja sehr engmaschig sind.

Pechstein hat angekündigt revision einzugehen, mal sehen was draus wir,d aber unabhängig vom ergebniss: ein schaler beigeschmak wird immer bleiben

e-noon
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Sa 4. Jul 2009, 10:14 - Beitrag #5

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version dieses Artikels wurde mit Verweis auf die Nachrichtenagenturen dpa und AP berichtet, Pechstein sei eines Dopingvergehens überführt. Inzwischen wurde diese Darstellung korrigiert, tatsächlich gab es keinen positiven Dopingbefund. SPIEGEL ONLINE hat den Artikel korrigiert

Na denn :rolleyes: Mich interessiert Sport sowieso nicht, und ich verstehe auch nicht, warum es illegal sollte, sein eigenes Blut in den Adern zu haben, wenn ich diese Sache mit dem Blutdoping richtig verstehe. Erwachsene Menschen koennen sich mit einem Klick auf wikipedia ueber die Risiken informieren und dann entscheiden, wie wichtig ihnen der Sieg ist. Und die Zuschauer und Sponsoren koennen dann entscheiden, ob sie den dopenden oder den nicht dopenden Sportler unterstuetzen wollen.

Irgendwie voll albern... :rolleyes:

janw
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Sa 4. Jul 2009, 22:03 - Beitrag #6

Naja, eigenes Blut mit einem Teil vom eigenen Blut aufgepeppt^^

Der Punkt ist, daß es im Sport für die Zuschauer und für die Sponsoren noch um Sportler A gegen Sportler B gegen Sportler C,... geht, nicht um Phizer gegen Schering gegen Fresenius,... außerdem mancher Sportler mit 40 noch sein Leben genießen möchte und deshalb auf gefährliche Mittelchen verzichtet, dabei aber trotzdem nicht durch Konkurrenten ausgestochen werden will, denen gesundheitliche Folgen eher egal sind.
Deshalb sind bestimmte leistungsfördernde Stoffe und Methoden verboten, zumindest in den sportinternen Regelwerken.

Das Problem ist dabei IMHO, daß die Überwachung der Einhaltung dieser Regeln durch Gremien erfolgt, die keiner rechtsstaatlichen Kontrolle unterliegen, dabei aber massiv in das Leben der Sportler eingreifen.
Es gibt einige Krankheiten, die zu einer recht plötzlichen Erhöhung der betreffenden Zellen führen können, die bei Pechstein in Norwegen erhöht waren. Hat man das berücksichtigt?
Offensichtlich nicht, aber dafür stützt man sich auf Pechsteins Leistungssprünge.
Und nimmt dabei in kauf, daß ihre Laufbahn vielleicht völlig schuldlos ruiniert wird, und damit ihre Existenzgrundlage.

Ipsissimus
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Mo 6. Jul 2009, 09:31 - Beitrag #7

e-noon, ich bin völlig deiner Meinung^^ das Problem ist nur, dass das nichts zu sagen hat, weil vor unzähligen Jahrtausenden mal die eine Sorte Menschen anfing, sich "formale" Vorschriften auszudenken, die keinerlei Bezug zur Realität haben müssen, der anderen Sorte Menschen aber trotzdem abverlangt werden^^ der Unfug hat sich bis heute durchgehalten, außer bei denen, die geschickt genug sind, ihn zu umgehen^^

scheint ja im deutschen Sport derzeit das große Outing rundzugehen^^ Pechstein, Beerbaum, Werth, alles so saubere, erfolgreiche, vorbildliche Athleten in ihren schmucken Outfits^^ und die Erde ist eine Scheibe^^ ach nein, noch viel besser: alle anderen sind sauber^^

in welchen Sportarten macht Doping keinen Sinn? Eventuell Minigolf und Schach und dann ... haben wir schon die Sportarten, bei denen die Leistungsspitze nicht oder wahrscheinlich nicht dopt oder höchstens manchmal^^


das ist auch ganz einfach zu erklären: entgegen den Mutmaßungen der PR-Funktionäre in Absprache mit besorgten Sponsoren wollen die Leute nicht sehen, wie sich Lieschen Müller zu einer neuen persönlichen Bestleistung quält, die Lichtjahre hinter den Spitzenleistungen zurück liegt, sondern sie will zunehmend mehr souveräne Heroen bejubeln, die zeigen, dass einem gesunden Geist in einem gesunden Körper nichts unmöglich ist. Selbst die Überwindung der Naturgesetze^^ Und ob Hero/ine dabei dopt, das wollen sie eigentlich überhaupt nicht wissen - es sei denn, es wird als Skandal telegen zelebriert^^ ritueller Kannibalismus^^

janw
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Mi 8. Jul 2009, 19:19 - Beitrag #8

Ipsi, ich weiß nur nicht so ganz, wie ich das mit dem Unfug einem recht lieben Menschen erklären kann, die leistungssportelnderweise einige Berührungspunkte zum Dopingkontrollsystem hat.
Der Sport ist für sie nur eine schöne, und nicht erfolglose, Nebenbeschäftigung, trotzdem ist es für sie einfach fies und gemein, wenn andere irgendwelche Mittel verwenden, und sie sich jeden Beipackzettel durchliest, um dem Hausarzt zu sagen, daß er ihr nichts mit Clenbuterol verschreiben darf - eigentlich müsste der das wissen. Was spricht denn dagegen, nur mit den Mitteln zu agieren, die im Sportler selbst begründet sind, und dies als Regel zu fassen?
Zumal die zusätzlichen Mittel ja alles andere als harmlos sind, auch die künstliche Erhöhung der Erythrozytenkonzentration.
Wirklich nur eine Frage eigener Angemessenheit?

Natürlich wäre eine wirklich dopingfreie Welt hoch spannend - wie ginge rekordverwöhnte Gesellschaft damit um, daß plötzlich keine Weltrekorde mehr entstehen?

Ipsissimus
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Do 9. Jul 2009, 11:22 - Beitrag #9

janw, der Zynismus der Menschheit ist grenzenlos^^ leider die falsche Sorte Zynismus^^

und du brauchst diesen Unfug nicht zu erklären, der erklärt sich von selbst. Voraussetzung, man ist bereit, ihn zur Kenntnis zu nehmen^^ möglich, dass dabei einige Illusionen zerplatzen, aber meine Güte, bei wem sind die nach der Pubertät nicht geplatzt.

Es ist meine feste Ansicht, dass Aspiranten auf Spitzensportler ohne eine "situative Ethik" auf internationaler Ebene heute keine Spitzensportler werden oder bleiben können. Ich finde das zum Kotzen, aber ich befürchte, Spitzensport ist heute nur noch eine Frage davon, wer gerade die besseren Biochemiker zur Hand hat, die Sportler oder die Antidoping-Organisationen; auch dieser Wettkampf wird wohl niemals endgültig entschieden werden.

Man sieht ja an Lance Armstrong immer wieder sehr schön, was machbar ist, wenn man nüchtern und "wertneutral" an diese Frage herangeht.

Sley
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Do 9. Jul 2009, 12:14 - Beitrag #10

Es ist doch letztendlich so, dass derartige Leistungen ohne Doping gar nicht mehr zu erreichen sind. Der menschliche Körper hat irgendwo eine Grenze... aber da es ja immer besser/schneller gehen muss, muss eben nachgeholfen werden. Einerseits beschweren sich die Zuschauer/die Gesellschaft, dass überhaupt gedopt wird. Aber andererseits würde der Sport kaum einen mehr interessieren, wenn nicht immer wieder solche extremen Leistungen auftauchen würden.

Es ist der Leistungszwang der dahinter steht. Es geht nicht mehr einfach nur um den Sport, um das Messen mit anderen. Es geht einfach nur darum wer mehr Siege für sein Land eingefahren hat. Und wenn der Körper das nicht mehr hergibt, wird nachgeholfen, denn sonst wird man ganz schnell durch einen anderen Sportler, welcher bereits ist solche Mittel zu schlucken, ersetzt. So ist es leider.

Ich bin auch nicht für Doping; aber die Gesellschaft funktioniert inzwischen so. Selbst in anderen Bereichen - wie z.B. Büroarbeit - wird gedopt, indem die Menschen Aufputschmittel schlucken um den ständig wachsenden Anforderungen gewachsen zu sein.

Also mich wundert es durchaus, dass alle jetzt so schockiert auf die ganzen Dopingskandale reagieren. Haben die denn wirklich alle gedacht, dass solche extremen Leistungen auf natürlichem Wege entstehen?

janw
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Sa 11. Jul 2009, 14:58 - Beitrag #11

Sley, die Hoffnung stirbt zuletzt^^ daß da einiges an Doping im Spiel sein musste, war mir schon klar, aber ich bin dann doch immer wieder etwas verwundert, wer da dopt. Sollte dieser oder jene wirklich so dumm sein, bezogen auf seine eigene Gesundheit und auf die Wahrscheinlichkeit, daß es heraus kommt? Ich kenne jemanden sehr gut, die Isabell Werth ganz gut kennt, eher eine verantwortungsvolle Person, die weiß, was sie tut. Wenn ich mir das vorstelle, der Tierarzt gibt ein nicht für Tiere zugelassenes Mittel und sagt dann "das wird jetzt abgebaut sein", wie kann man da mit einem solchen Tier starten?
Andersrum sehe ich auch die Gefahr, daß Dopingfälle gezielt inszeniert werden, um damit bestimmten Sportlern zu schaden.

Ipsi, besagter lieber Mensch ist leider Juristin, vom wirtschaftlichen Ufer, knusprig also^^
Zu ihrem Sport sag ich immer "Leichen pflastern euren Weg"...wer in Siegerkategorien denkt, muss die unzähligen Verlierer mitdenken. Wenn man die Fähigkeit zur Empathie als treibende Kraft der menschlichen Evolution ansieht, und als sein großes Prä, weil damit weniger menschliches Potential verloren ging, dann ist Sport in seiner Leistungsform eher abwegig. Aber ich weiß ja, Total seiner Möglichkeiten, und so^^

Ipsissimus
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Mo 13. Jul 2009, 08:25 - Beitrag #12

und Juristen vom wirtschaftlichen Ufer bleibt das Zerplatzen von Illusionen erspart?^^

Werths Argumentation war ja noch verräterischer, sie sagte sinngemäß, dass sie dachte, das Medikament sei zulässig, weil es nach einer Woche nicht mehr nachgewiesen werden könne^^ soviel zum Thema Intelligenz und Sportler^^ Beerbaum war da zumindest ehrlicher, wenn auch nicht unbedingt intelligenter, er forderte gleich mehr Rechtssicherheit bei der Gabe unerlaubter Mittel^^ also auf Einsicht brauchst da nicht zu hoffen^^

janw
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Mo 13. Jul 2009, 11:33 - Beitrag #13

Ich bin einfach zu harmoniesüchtig, um Seifenblasen Böses zu tun^^

Aber stimmt, das sagte sie...damit hat es sich dann auch bei ihr mit Verantwortung und Intelligenz und so.

Bei Pechstein kommen jetzt noch mehr zelluläre Details zu Tage, die ihre Position untergraben.
Irgendwie irritiert mich das, will ich in der Zeitung Berichte über ihr Blutbild finden, eigentlich hoch private Details?

Ipsissimus
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Do 16. Jul 2009, 11:39 - Beitrag #14

hat das Gericht schon entschieden? Hab nichts mehr gehört bisher

e-noon
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Do 16. Jul 2009, 11:53 - Beitrag #15

Bevor der CAS frühestens im Herbst ein Urteil fällt, hofft die vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) nachhaltig unterstützte DESG auf weitere Aufklärung durch Experten und Wissenschaftler. Von eigenen Fehlern oder Versäumnisse, auch von Seiten Pechsteins, war keine Rede.


http://www.stern.de/sport-motor/sportwelt/:Doping-Sperre-Claudia-Pechstein-DESG-Weltverband/705862.html

Mit freundlicher Unterstützung von:
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janw
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Mi 29. Jul 2009, 12:26 - Beitrag #16

Um es mal etwas auszudehnen, wie ernst kann man den Schwimmsport eigentlich noch nehmen? Kollektives Anzug-Doping :rolleyes:

e-noon
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Mi 29. Jul 2009, 15:02 - Beitrag #17

Albern... das tut doch echt keinem weh o_O und ob man nun mit einem Badeanzug schwimmt oder zwei... was will man denn da messen? Wenn man wirklich wissen will, wie schnell ein Mensch ohne Hilfsmittel schwimmen kann, müssen alle nackt und ohne Käppi schwimmen... :rolleyes:

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Mi 29. Jul 2009, 15:28 - Beitrag #18

Dann entwickeln die Verbände immer noch irgendwelche Hautcremes. - Aber vielleicht steigert das insgesamt die Quoten...

janw
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Mi 29. Jul 2009, 17:19 - Beitrag #19

Meist umwickeln Verbände doch irgendwelche Cremes^^

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Mi 29. Jul 2009, 17:32 - Beitrag #20

Aber nur, damit man den Schmierkram nicht so sieht, bzw. damit die Schmiere nicht irgendwohin kommt, wo sie nicht hinsoll Bild

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