Deshalb hab ich hier mal diesen Thread aufgemacht wo man persöhnliche Texte von sich posten kann. Mach ich gleich mal den Anfang.

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DUNKELHEIT
Stille . Ich schaue in den dunklen Himmel und sehe Stille . Ich schließe die Augen und sehe Stille. Ich drehe meinen Blick und schaue auf die Wiese doch wieder sehe ich nur Stille .
Wohltuende Stille ? Nein , dies wäre Ruhe . Aber in mir herscht keine Ruhe . Ein Verlangen , eine Sehnsucht brennt in mir . Ein Feuer dem es dürstet nach ...... nach was eigentlich ? Ich weiß es nicht . Die Stille ist keine Ruhe , sie ist eine Leere . Doch mit was soll diese Leere ausgefüllt werden ? Ich weiß es nicht . Und woher soll ich wissen ob sich diese Leere überhaupt füllen lässt , denn was ich sehe ist nur Dunkelheit . Ich wage es nicht Licht in die Dunkelheit zu bringen , weil ich Angst davor habe was mich vieleicht erwartet . Angst vor was ? Ja es ist die Angst in sich selbst zu sehen . Angst die Tür zu dem Keller zu öffnen in dem das Selbst zu wohnen scheint . Die Tür ist zu , doch ist sie auch verschlossen ? Ich wage es nicht den Versuch zu starten sie zu öffnen . Und wer sagt mir ob nicht hinter dieser Tür noch eine weitere liegt ? Und dahinter vieleicht wieder eine ...... und noch eine ....... und noch eine ...... und noch eine ........ Bin ich der einzige der so einen Keller in sich wohnen hat ? Hat vieleicht jeder einen solchen Keller ? Und wie gehen die anderen mit ihm um ? Ignorieren sie ihn wie ich so lange Zeit ? Haben sie es erst gar nicht zugelassen , dass er verkommt und das es nach alter verbrauchter Luft zu riechen scheint wenn man sich ihm nähert ? Oder besitzen manche diesen Keller nicht , weil sie keinen Ort brauchen wo sie Dinge verstauen , von denen sie glauben sie brauchen sie nicht ? Muss ich überhaupt in diesen Keller hinabsteigen ? Soll ich in diesen Keller hinabsteigen ? Warum dürstet es mich zu sehen was mich da unten erwarten würde ? Ich trete langsam vor die Tür . Ich versuche sie zu öffnen ..... sie klemmt zwar ist aber nicht verschlossen . Ich öffne sie einen Spalt und schaue hindurch . Dunkelheit . Ich höre aus der Ferne eine Stimme . Sie spricht in einer Sprache die ich nicht verstehe ...... vieleicht nicht mehr verstehe . Die Stimme klingt traurig und ich bekomme Angst . Ich schlage die Tür zu und renne wieder nach oben . Ich schwöre mir nie wieder diese Tür zu öffnen . Ich lege mich wieder draussen auf die Wiese und starre wieder in den Himmel . Stille . Leere . Und ich verspüre wieder den Wunsch in den Keller zu sehen .......
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MONOLOG EINES SCHATTEN
Glaubst du an ein Paradies ? Ich nicht . Simpler gefragt : Glaubst du an eine Existenz nach dem Tod ? Ich für meinen Teil verneine auch dies . Wenn es für mich so eindeutig erscheint , warum kommen mir diese Gedanken von zu Zeit zu Zeit erneut in den Sinn ? Der Wunsch nach einem anderen Leben trägt scheinbar sonderbare Früchte . Nicht mal nach einem besseren Leben sehnt es mich , das entscheidende ist , dass dies einfacher zu Leben sein sollte .
Eines Tages wacht man auf und stellt erschrocken fest , dass man schläft . Wenigstens bei scheint es so , als hätte ich den Traum der eigenen Ignoranz zu mindests teilwese ausgeträumt . Die Erkenntnis des Schlafes ist aber möglicherweise noch bitterer , als der betäubende Traum der Selbst-Ignoranz , der voran gegangen war . Das Weitererwachen ist nicht mein Wunsch , zum einen weil ich keinen Rat weiß , wie ich dies geschehen lassen sollte , es wird nur mit mir geschehen , wenn es geschehen lassen wird , darauf nehme ich bewusst keinen Einfluss . Das Zurückfallen in den alten Traum ist durch die vorangegangene Erkenntnis unmöglich geworden . Das gewünschte Ziel , was in erreichbarer Nähe zu sein scheint ist ein sich selbst Wiegen in einen neuen Traum , kein besserer Traum , nondern nur ein einfacherer .
Bist du auch ein Schläfer ? Welchen Schlaf schläfst du ? Wer kann einem sagen , was man schläft ? Die Flucht aus der ganzen Situation scheint nur mit dem vorzeitigen radikalen Beenden des jetzigen Pfades möglich zu scheinen . Der Wunsh ist nicht das Beenden des Gehens , sondern auf einem ganz anderen Pfad wandern zu dürfen , der keinerlei Verbindung mit dem jetzigen besitzt .
Glaubst du an ein Schicksal ? Ich nicht . Würde ich daran glauben , so könnte ich versuchen die Bürde des mir aufgelegten Pfades mit Tapferkeit zu bewältigen . Der Mut der Verzweiflung ?
So aber möchte ich auf einen anderen Pfad gelangen , doch das es einen absolut neuen für mich geben könnte , daran glaube ich doch auch nicht .
Glaubst du an das Glück ? Wer nicht ? Glück ist die Erfüllung des Gewollten . Es ist irrelevant was dieser Wunsch nun sein mag . Hassen ist leichter als zu lieben . Liebe öffnet , Hass verschließt . Er verschließt die Augen , damit man sein eigenes Bild nicht ertragen muss . Er vershließt die die Ohren , damit die eigenen Hilferufe zu einem kaum höhrbaren Geflüster werden . Er verschließt den Geist , in der Hoffnung sein Leid wegsperren zu können .
Liebe erzeugt Leid und Leid erzeugt Hass . Der Hass hingegen erzeugt nur mehr Hass . Der Weg der Liebe ist ein Balancieren über einen Abgrund . Ein beschwerlicher Akt . Es wird wohl einfacher sein sich fallen zu lassen . Nur Spekulation , habe ich dieses Wagnis doch noch nie mit jemand Anderes zu bewältigen versucht . Die Luft dort oben muss herrlich schmecken , wenn man sie gemeinsam atmet . Wann werde ich es völlig satt haben haben alleine zu stehen , werde ich der Versuchung nachgehen mich der Illusion des Fliegens hinzugeben ? Unnötige Spekulationen einem Bild Substanz zu verleihen , dessen wahre Gestalt außerhalb der Erkenntnis liegt .
Glaubst du an die Liebe ? Dieses Abfallprodukt des niedersten unserer Triebe . Niemand bräuchte dieses Verlangen um zu leben , doch scheint es als wollten wir nur dafür leben diesem Zwang nachzugehen , um dann glauben wollen zu können Glück gefunden zu haben . Glück , weil man glaubt jemanden zu brauchen der Nähe gibt , ohne einen Gedanken zu tun wie nah man sich selbst ist . Glück , weil man glaubt neben jemanden einschlafen zu wollen , um neben ihr aufwachen zu können und mit einem Kuss zu sagen , dass man sie liebt , ohne sich den Kopf zu zerbrechen , ob man welchen Traum schläft . Doch das Glück könnte doch auch sein , seine Hände um ihren Hals zu legen und sie zu erwürgen .
Glaubst du an das Glück ?
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PS: Entschuldigt die etwas merkwürdige Schreibweise, die Texte sind schon etwas älter und damals habe ich immer eine Leerzeile zu viel bei den Satzzeichen gemacht.
