Vielleicht hätten viele einen Thread über ihn sogar eher im Film- und Fernsehbereich erwartet. Aber erfunden hat Tarzan der Autor Edgar Rice Burroughs, der 1912 „Tarzan The Ape Man“ an eines der damals florierenden Abenteuermagazine verkaufen konnte. 1914 erschien diese Geschichte dann als Roman. 1918 gab’s den ersten Stummfilm-Tarzan. Tarzan hat also nicht nur Anspruch auf das Erbe von Lord Greystoke und den Respekt aller Dschungelbewohner, sondern auch aufs Literaturforum.

Aber obwohl die meisten von uns sofort ein Bild im Kopf haben, wenn der Name Tarzan fällt – das eines Typen im Lendenschurz, der an einer Liane von Baum zu Baum schwingt, vermutlich – frage ich mich, ob Tarzans gute, symbolkräftige Zeiten nicht vorbei sind. Ob er in Zeiten der Dschungelshows im Privat-TV, der Ekelsafaris von abgehalfterten Möchtegernstars zu Spinnen, Schlangen und Blutegeln nicht ausgedient hat als Platzhalter für unsere Wildnisträume.
Also, könnt Ihr noch was anfangen mit Tarzan? Wie und wann habt Ihr ihn kennen gelernt? Findet Ihr ihn kindisch oder antiquiert oder zeitlos oder wie oder was?
Fargo, Herr des Kühlschranks