Maurice: Vielleicht will sie auch nur das Schlechte sehen, weil es einfacher ist zu schimpfen als das zu loben, was gut läuft? Natürlich gibt es inkompetente Lehrer, genau wie in jedem anderen Job, und manchmal häufen sie sich tatsächlich an einer einzigen Schule. Aber insgesamt denke ich schon, dass die einen guten Job leisten.
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So, "Die Söhne der Wölfin" sind abgeschlossen. Es blieb beim schlechten Eindruck, das Ende war ganz mies.
Im Moment lese ich "Die Korrekturen" von Jonathan Franzen.
Eine mittelwestamerikanische, höchst konservative Mutter will noch ein einziges Mal ihre ganze Familie um sich versammeln, denn es ist abzusehen, das das kommende Weihnachtsfest das letzte sein wird, an dem ihr geistig und körperlich verfallender Mann noch alle Beteiligten sicher erkennen kann. Doch ihre drei Kinder sind mit ihren eigenen, persönlichen Dramen beschäftigt...
Der Hype um dieses Buch ist nach wie vor groß. Ich finde es bis jetzt, nach einem gelesenen Siebtel, recht anstrengend. Die Übersetzung ist schlecht, und die - wenn auch sehr gekonnten - Sprachkapriolen nerven ein wenig. Sätze wie:
"Zwei leere Stunden waren eine Nebenhöhle, in der Infektionen keimten" reihen sich unentwegt aneinander. Alle handelnden Personen sind unsympathisch, tragisch, mitleidserregend, außergewöhnlich menschlich und brillant gezeichnet. Mal abwarten, wie es weitergeht.