Bücherlesen in der Schule

Die Faszination des geschriebenen Wortes - Romane, Stories, Gedichte und Dramatisches. Auch mit Platz für Selbstverfasstes.
Trin
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Sa 28. Feb 2004, 13:54 - Beitrag #21

:s45: Und ich dachte, die Lehrer an unserem Gym wären verrückt! Dagegen ist unsere Bücherliste ja richtig human.

LordSephiroth
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So 29. Feb 2004, 22:25 - Beitrag #22

Bei der hohen Konzentration von Büchern, die man lesen muss, bleibt ja auch wenig Zeit zum Behandeln des Buches oder überhaupt zum Begreifen. Manchmal braucht man auch mal n paar Tage um das Gelesene sacken zu lassen, damit man die Zusammenhänge überblickt. Diese Zeit bleibt einem hier überhaupt nicht.

Nao
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Do 11. Mär 2004, 16:58 - Beitrag #23

Die Liste ist echt heftig...
bei uns gehts noch, aber es kommt vor, dass wir 3-4 Bücher gleichzeitig lesen >.<

Das schlimmste war bis jetzt wohl "Die Leiden des jungen Werther" (die Plenzdorff-"Fortsetzung" hats aber auch in sich :o )
...das war grauenvoll... genau wie "Der Richter und sein Henker" oder "Biedermann und die Brandstifter"...
außerdem meine ich mich an ein Buch aus der 5ten erinnern zu können - "Paul Vier und die Schröders" glaub ich >.< ...schlimm schlimm..*g*

"Dead Poets Society", das wir vor kurzem in Englisch gelesen haben, fand ich allerdings richtig klasse! Is mittlerweile fester Bestandteil meiner Lieblingslektüre :s1:
..oder "Der gelbe Vogel" - das is auch gut und verleitet mal ein wenig zum nachdenken...

Trin
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Fr 12. Mär 2004, 17:07 - Beitrag #24

Ihr lest ja völlig andere Bücher als wir!
Man könnte meinen es gäbe in Deutschland zumindest zwei, drei Bücher, die einheitlich in den Schulen gelesen werden. :shy:

Nao
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Fr 12. Mär 2004, 17:15 - Beitrag #25

Naja, manche Bücher sind ziemlich gleich - der Werther und sowas wird ziemlich oft in deutschen Schulen gelesen - aber Faust ham wir auch noch vor uns >.<

Trin
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Fr 12. Mär 2004, 17:17 - Beitrag #26

Faust war schon relativ anspruchsvoll. Wenn ihr ihn lest und du Fragen hast ( wir hatten das Lesen als Hausaufgabe auf), dann schick mir eine PN. Ich habe meine Aufzeichnungen ja noch da.

Nao
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Fr 12. Mär 2004, 17:20 - Beitrag #27

Des wär ja goil!^^
Naja, kann aber noch dauern - wir behandeln jetzt erstmal Gedichte...
aber danke! :D

Agnitio-Opes
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Mo 22. Mär 2004, 11:19 - Beitrag #28

Ich finde es gut im Unterricht Buchbesprechungen zu machen, aber dann muss der Lehrer auch gut darauf achten, dass das ausgewaehlte Buch dem "Zustand" der Klasse entspricht.
Es macht keinen Sinn ein Buch ueber soziale Randgruppen zu lesen, wenn die Klasse noch nicht in der Lage, ist dieses auch gemeinsam zu besprechen.
Ich fand es immer armselig, wenn ein Lehrer aus irgendwelchen paedagogischen, persoenlichkeitsfoerdernden Vorsaetzen ein Buch besprechen liess und die Klasse nicht bereit, faehig, unwillig, wie auch immer, war mitzumachen.
Es funktioniert nicht, sich in eine Gruppe von Sechstklaesslern zu setzen und zu sagen:
"Lass und ueber die Emanzipation reden!"
Auch ein Buch hilft da nicht viel, es muss, wie schon gesagt, auch zuer Klasse passen.
Ein Lehrer sollte zu Mindest faehig sein, den Schuelern eine Hilfestellung zu geben, ein Buch zu verstehen.
Von wem habe ich noch gehoert: "Der beste Lehrer ist der, der sich langsam ueberfluessig macht."?
Ich denke das gleich gilt fuers Buch und dafuer es in der Schule zu lesen bzw. zu besprechen!

Amy
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Mo 22. Mär 2004, 14:59 - Beitrag #29

Ich les immer so einen fetten Anne Rice Roman, wenn mich der Lehrer nervt. *hihi*
Sonst haben wir noch nix gelesen, unsere Schule hat mal wieder total versagt. :)

+Luinalda+
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Do 8. Apr 2004, 09:43 - Beitrag #30

Mmmh na ja ich hab damit nur eine gute Erfahrung gemacht : Wir mussten "Der kleine Hobbit" lesen und ich als HdR Fanatiker fand das super . Aber ansonsten ahben wir gar keine guten Bücher gelsen nur schrott und das haben wir meistens nicht mal zu Ende gelesen ... Lehrer :)

Trin
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Do 8. Apr 2004, 13:24 - Beitrag #31

Ihr habt die Bücher nicht zu ende gelesen :confused:
Und das nennen eure Lehrer sinnvoll? Wir müssen sie schon allein wegen der Klassenarbeit, die zu jedem Buch geschrieben wird lesen...meistens aber fast komplett zu Hause. Das fand ich auch sinnlos: Wir haben Faust fast komlpett zu Hause lesen müssen und habe natürlich erst mal nicht wirklich viel verstanden :D

Fargo
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Di 13. Apr 2004, 09:03 - Beitrag #32

Original geschrieben von Trin
Das fand ich auch sinnlos: Wir haben Faust fast komlpett zu Hause lesen müssen und habe natürlich erst mal nicht wirklich viel verstanden :D


Da sprichst Du das Grundproblem des Lesens in der Schule an.

Wird der Text intensiv behandelt, fühlen sich viele gegängelt, andere klagen, ein eigentlich interessantes Buch werde zu Tode analysiert, und diejenigen, die mit dem Buch sowieso nichts anfangen konnten, entwickeln unter der fortgesetzten Zwangsfütterung einen nicht mehr beherrschbaren Kotzreflex beim Anblick von 'Klassikern', oder sagen wir mal, beim Anblick von allem schulisch Sanktioniertem.

Lässt die Penne die Lektüre mehr in der Verantwortung der einzelnen SchülerInnen, versucht also, die Pflichtlektüre näher an die Privatlektüre heran zu rücken, dann fühlen sich einige mit ihren Leseeindrücken und -schwierigkeiten allein gelassen. Und andere fühlen gleich gar keine Verpflichtung, das Buch wirklich zu lesen, und googlen sich irgendeine halbgare Inhaltsangabe zusammen.

Das scheint mir ein unauflösbarer Widerspruch.

Fargo

Trin
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Di 13. Apr 2004, 18:52 - Beitrag #33

Original geschrieben von Fargo




Lässt die Penne die Lektüre mehr in der Verantwortung der einzelnen SchülerInnen, versucht also, die Pflichtlektüre näher an die Privatlektüre heran zu rücken, dann fühlen sich einige mit ihren Leseeindrücken und -schwierigkeiten allein gelassen. Und andere fühlen gleich gar keine Verpflichtung, das Buch wirklich zu lesen, und googlen sich irgendeine halbgare Inhaltsangabe zusammen.



Fargo


Normalerweise will ich ja auch nicht, dass wir im Unerricht Bücher "zu Tode analysieren".
Nur wenn du dann vor der Klassenarbeit sitzt, in der zum Beispiel gefragt wird, warum Gretchen ihr Kind getötet hat und du selbst hast aus dem Text noch nicht mal mitgekriegt, dass sie eins hatte, dann wäre dir das analysieren glaub ich auch lieber. Es sorgt dafür, dass du die Arbeit mit etwas lernen nicht ganz so sehr in den Sand setzt. :D

Kurisu
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Fr 16. Apr 2004, 23:55 - Beitrag #34

Wir fangen gerade ein neus Buch an im Deutsch Unterricht .Bis jetzt war sogar ein gutes buch dabei,dass heisst es ging so einigermaßen .
Unser neues Buch heisst "Jugend ohne Gott" weiss ja nich ob es einer/eine von euch schon kennt.
Ich habe es noch nicht angefangen aber mein kumpel meinte es ist nicht so toll.
Hoffe es geht so :P mfg Kurisu

Padreic
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Sa 17. Apr 2004, 16:11 - Beitrag #35

@Trin
Die Kerkerszene, wo das mit dem Kind erst wirklich deutlich wird, ist in der Tat etwas verwirrend und man muss schon sehr gründlich lesen, um verstehen, was dort wirklich los ist...eine Besprechung in der Schule, die solche Grundtatsachen nicht erwähnt (noch undeutlicher ist das ja mit dem Tod von Gretchens Mutter, der wirklich nur noch angedeutet ist), verdient aber wirklich kaum ihren Namen. Gerade ein Werk wie der Faust ist einer gründlichen Besprechung durchaus wert. In der Schule haben wir leider auch größtenteils nur die erste Hälfte bis zum Auftauchen Gretchens besprochen, aber die Unterrichtseinheit konnte natürlich auch nicht unbeschränkt weitergehen, die Möglichkeiten im Grundkurs sind ja doch recht beschränkt. Knapp drei Monate haben wir immerhin damit verbracht (aber noch mit einigem Drumherum in Referaten).

Padreic

Trin
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So 18. Apr 2004, 14:44 - Beitrag #36

Ich selbst hatte noch Glück: Unsere Untermieterin hat erst vor ein paar Jahren das Abi gemacht und konnte mir ihre Aufzeichnungen geben. Für die, die sie wollten, hatte ich sie auch kopiert. So hatte zumindest 1/3 der Klasse einen Schimmer, worum es bei Faust geht. Das war dann auch das Drittel, das keine 4 in der Arbeit hatte.
Bin mal gespannt, wie das beim zweiten Teil von Faust wird. Ich hoffe, dass wir dann wieder eine Deutschlehrerin haben, die auch für das Unterrichten am Gym ausgebildet wurde (ist im Moment nicht der Fall, was uns auch ziemlich stört). Wir mussten bereits Fausts Vision auswendig lernen, ohne den Inhalt kapiert zu haben. Von daher glaube ich nicht, dass sie beim 2.Teil irgendwas anders machen will.
Achja, wir haben für Faust Teil 1 einen Monat gebraucht :D :shy:

Lethe-Elbin
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Mi 21. Apr 2004, 13:11 - Beitrag #37

Bücher in de Schule

Also wir lesen zur Zeit in der Schule "Der Richter und sein Henker"
Wir müssen immer solche Bücher lesen.
In den letzten 2 Schuljahren war das Thema unserer Bücher Gewalt.
So etwas :s52: mich echt an.
Wir müssen irgendwelche langweiligen Bücher lesen, die ich so noch nicht einmal mit den Hintern angucke, nur weil unser Lehrer das toll findet.
Es gibt soooo viele Bücher die man im Unterricht lesen kann und wir lesen näturlich die schlechtesten.

Ciao Lethe :s150:

Fargo
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Mi 21. Apr 2004, 14:25 - Beitrag #38

Re: Bücher in de Schule

Original geschrieben von Lethe-Elbin
Es gibt soooo viele Bücher die man im Unterricht lesen kann...



Das macht mich jetzt neugierig. Für welche Bücher ließe sich Deiner Meinung nach so etwas wie ein Minimalkonsens herstellen, so dass nicht jeweils zwei Drittel der Klasse abkotzen? Bei welchen Büchern würde bei fast allen die Grundneugier überwiegen?

Fargo

Chennyboy
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Fr 23. Apr 2004, 14:20 - Beitrag #39

Ich find das auch dumm mit Bücherlesen in der Schule. Und was noch komischer ist: wir haben in der 6. Klasse "Als Hitler das rosa Kaninschen stahl", in der 7. dann "Steine reden nicht" und in der 8.dann noch so ein Nazibuch, von dem ich den Namen vergessen habe. Ok ich kann es ja verstehen dass Deutschland Angst hat, den 3.Weltkrieg auch noch zu Beginnen, aber ist das nicht eine falsche Erziehung?

trekkie29
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Fr 23. Apr 2004, 15:22 - Beitrag #40

Also was wir bei uns auf dem Beruflichen Gymnasium lesen find ich ziemlich gut. Das sind meist Bücher, die ich von selbst nie lesen würde, die aber doch nicht schlecht sind.
Da ich in meiner Freizeit selten Lust habe mal ein Buch in die Hand zu nehmen ist es gut dass ich so zu lesen "ermutigt" werde.
Und bei uns ist es auch so, dass wir einen Termin und einige Leseaufträge zum bearbeiten bekommen. Bis jetzt hat die Zeit auch immer vollkommen gereicht.
Die Bücher:[list=1]
[*]Woyzeck (Autor vergessen)
[*]Homo Faber (Max Frisch)
[*]Die Physiker (Dürrenmatt)
[*]Der Vorleser (Bernhard Schlink)
[*]Das Leben des Galilei (Brecht?)
[*]Bahnwärter Thiel (Gerhart Hauptmann) (bearbeiten wir gerade)
[/list=1]

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