Bücherlesen in der Schule

Die Faszination des geschriebenen Wortes - Romane, Stories, Gedichte und Dramatisches. Auch mit Platz für Selbstverfasstes.
Lethe-Elbin
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Mo 26. Apr 2004, 18:07 - Beitrag #41

Re: Re: Bücher in de Schule

Original geschrieben von Fargo



Das macht mich jetzt neugierig. Für welche Bücher ließe sich Deiner Meinung nach so etwas wie ein Minimalkonsens herstellen, so dass nicht jeweils zwei Drittel der Klasse abkotzen? Bei welchen Büchern würde bei fast allen die Grundneugier überwiegen?

Fargo


Jdenfalls nicht bei Krimis und Büchern über Gewalt("Die Outsider", "Nicht Chicargo, nicht hier", "Der Richter und der Henker")
Lethe

Fargo
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Mo 26. Apr 2004, 19:35 - Beitrag #42

Da bist Du der Frage jetzt aber ausgewichen, Lethe-Elbin. Ist es nicht so, dass es in einer Zwangsgemeinschaft wie einer Schulklasse immer jemanden geben wird, dem diese oder jene Lektüre nicht passt?

Da könnte man leicht argumentieren, was "mit Gewalt" spreche wenigstens die größtmögliche Teilmenge an - siehe sonstige Medienkonsumgewohnheiten.

Was also scheint Dir geeigneter, und hast Du da einen Erfahrungswert, gibt's also schon so was wie eine heimliche, allgemein verbindliche Wunschlektüreliste in Deiner Klasse?

Fargo

Lethe-Elbin
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Mi 28. Apr 2004, 11:40 - Beitrag #43

Antwort für Fargo

Du hast zwar recht, aber unser Lehrer könnte Bücher vorschlagen und wir Stimmen ab und nicht:
"So ihr kauft jetzt das buch und das lesen wir nun!"
Und dann immer dieses lest bis dorthin und dann lesen wir es nochmal laut.Das ist total unlogisch :s16:
Wenn wir dann Bücher lese dann sind es immer die teuersten :s132:
Ich habe mir einen Doppelband gekauft ,das ist viel günstiger und um ehrlich zu sein ist die andere Geschichte viel besser und interessanter.

s150: ~*Lethe*~ :s150: :

Youkai
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Mo 17. Mai 2004, 20:33 - Beitrag #44

Hmm ... Ich hab Die JudenBuche noch garnicht gesehen ??? komisch .. mein Lehrer meinte in der 8ten das das auf fast Jeder schule gelesen wird weil das wohl so gut sein sollte ....

Ich mein ok es war nicht schlecht .... hat auch vielen spaß gemacht ... war nur scheisse (sry) kompliziert und die wenigsten haben wirklich alles verstanden ... zumglück war unser lehrer so super und hat alles genau erklärt weil der sich das selbst zwei mal durchgelesen hat ... nicht so wie die meisten lehrer die sich das buch vorher netmal angucken ...

Lethe-Elbin
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Fr 21. Mai 2004, 11:56 - Beitrag #45

@youkai: naja wenigstens habt ihr einen so netten Lehrer der euch alles erklärt. So etwas macht unserer nicht bei ihm ist das höchste der Gefühle Wörter zu erklären.

Ciao
:150: ~*Lethe*~ :150:

Juniregen
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Sa 22. Mai 2004, 22:47 - Beitrag #46

Bei uns war es ja extrem sinnvoll, wenn ich das mal sarkastisch anmerken darf: wir haben die Bücher stundenlang laut gelesen, und dann pro Buch vielleicht zehn Minuten diskutiert - was natürlich selten für brauchbare Ergebnisse reichte. Naja, aber vielleicht lag das auch an der Buchauswahl, die wie in den meisten Schulen ziemlich daneben war... Lehrer, pff...
Aus meiner Schulzeit sind mir nur zwei Bücher positiv in Erinnerung geblieben: Faust 1 und "Sunrise" von Michael Köhlmeier. Das letztere ist übrigens genial makaber :)

Amy
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Mo 24. Mai 2004, 19:27 - Beitrag #47

Wir lesen irgendwie nie Bücher. Meine klasse ist auch sehr "dumm", in diesem SInne. Es gibt nur wenige Ausnahmen, die lesen. Aber ich denke, ich werde meine Deutschlehrerin demnächst mal fragen, ob wir "Die Leiden des jungen Werthers" lesen. Ich bin die einzige, die es in der Klasse kennt und würde mich schon drüber freuen, es mit der klasse zu lesen. Aber denen macht sowas nicht mal Spaß. Die lesen nur, weil sie lesen müssen. Dann hat das auch keinen Sinn.

Traitor
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Di 25. Mai 2004, 12:17 - Beitrag #48

Dann solltet ihr es aber auch nicht mit dem Werther versuchen... der wird für die meisten Nicht-Leser sofort zur neuen Hasslektüre Nummer 1 aufsteigen, selbst viele, die eigentlich ganz gerne lesen, können mit ihm ja quasi nichts anfangen. Bei so einer Muffelklasse würde ich lieber versuchen, die Lehrerin zu etwas "Modernem" (also erste Hälfte des 20. Jahrhunderts) oder sogar Aktuellem zu bewegen. Da hat man noch eher Chancen, die Klasse zu interessieren.
Goethe&co wirst du in der Oberstufe auch auf jeden Fall noch begegnen, und wenn bis dahin wenigstens ein paar Interesse an Literatur entwickelt haben, lohnt es sich viel mehr, diese Werke durchzusprechen.

Amy
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Di 25. Mai 2004, 12:29 - Beitrag #49

Ich hatte das Buch heute mal dabei, die Lehrerin aber nicht darauf angesprochen. hatte vor kurzem eine kurze Disskusion und die Frau verstand nicht einmal, was in "Faust" stand. Daher habe ich es aufgegeben..
Ich geh ja auf die Realschule und irgendwie denke ich nicht, dass wir soetwas lesen, auch wenn ich es mir wünsche. Ich habe einige Freunde aus der zehnten, und die haben noch nie was erwähnt, dass sie was gelesen haben.
Im Gymi ist das schon anders. Meine ganzen Goethe-Bücher habe ich ja von meiner Schwester (die auf dem Gymi war), die haben das in der 12. gelesen, aber bei uns gehts nur bis zur 10. *lol*

Und ja, da hast du Recht, dass es wahrscheinlich ein Hassbuch für manch einen sein wird. Vor allem jetzt, da wir ein Gedicht von Goethe ("Willkommen und Abschied") lernen müssen. Die hassen Goethe jetzt. :shy:

Traitor
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Di 25. Mai 2004, 12:49 - Beitrag #50

Ok, auf der Realschule stehen die Chancen da ganz schlecht - habe glaube ich noch von niemandem gehört, der dort Goethe gelesen hätte.
Dass allerdings die Deutschlehrerin dort nichts davon versteht, ist schon schockierend :boah: Da wundert es einen dann auch nicht, dass die Schüler nichts mit Literatur anfangen können.

Trin
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Di 25. Mai 2004, 14:45 - Beitrag #51

Wir (Gym) haben Faust in der 9. gelesen, aber eigentlich steht es erst im Rahmenplan der 10. Klasse. In der 12. müssen wir schon Faust 2 lesen. *schluck*

J-Reno
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Di 25. Mai 2004, 20:20 - Beitrag #52

Wir mussten auch die obligatorischen klassiker lesen und bei Shakespeare und Goethe (Faust) finde ich muss man mal was gelesen haben um einen Eindruck davon zukriegen (Allgemeinbildung etc.), aber wenn so ein Scheiß wie "Aus dem Leben eines Taugenichts" "Effi Briest""Die Leiden..." etc. aufgedrängt wird, machts echt keinen Spaß mehr, selbst unsere Lehrer finden die "Pflichtlektüre" aus der Oberstufe zum größten Teil langweilig (deshalb hatte sich unsere alte Klassenlehrerin jahrelang drum gedrückt einen Deutschkurs in der Oberstufe zu unterrichten *gg*)
Jetzt haben die aber die Liste der Pflichtlektüre allgemein ein bisschen "modernisiert", z.B. soll in der 10. "das Parfüm" behandelt werden.
Aber mal ehrlich gesagt, so wie die meisten drauf sind, würden die freiwillig sowieso kein Buch anfassen, man könnte sich ja versehentlich bilden!

Amy
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So 30. Mai 2004, 18:11 - Beitrag #53

@ Traitor: Jaa, das hat mich auch schockiert. Ich habe mich einen ganzen Tag lang darüber aufgeregt, was für eine Lehrerin wir haben.

Und: Wir lesen jetzt eine Lektüre. Sie handelt um einen Drogenabhängigen. :sad: Ich will soetwas nicht lesen. Nein nein nein! Ich will Goethe lesen oder irgendwas anderes, einen Thriller meinetwegen, aber kein Kinderbuch. :o

Lethe-Elbin
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Di 1. Jun 2004, 12:26 - Beitrag #54

Endlich haben wir den "Richter und sein Henker" beendet *großen Stein vom Herzen fallen hört* :s48:
Und um ehrlich zu sein war der Verdacht besser, aber den haben wir nicht gelesen :s43:

Ciao
:s150: ~*Lethe*~ :s150:

Da-Fe
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So 6. Jun 2004, 11:03 - Beitrag #55

Also, da wir bis jetzt in der 'Schule nur scheiß Bücher (wie ich finde) gelesen haben, kann ich den meisten hier nur zustimmen und sagen Schullektüre ist ganz dooooooooof :s4: ... Was mich am meisten ankotzt ist, dass es meistens Bücher sind, die von irgendwelchen linksaußen stehenden Autoren verfasst wurden (nicht weil ich rechts bin oder so... der komische Polit kompass hat bei mir absolúte mitte ausgerechnet), aber es nervt doch irgendwie immer nur von den bösen Nazis zu lesen oder von Kindern den es ganz schlecht geht oder so was... warum liest man nicht mal irgendwas unterhaltsames oder gar spannendes? Das würde Schüler doch eher dazu animieren das Buch zu lesen und sich damit zu beschäftigen... Naja

Da FE

Fargo
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So 6. Jun 2004, 12:08 - Beitrag #56

Linksaußen

Original geschrieben von Da-Fe
Was mich am meisten ankotzt ist, dass es meistens Bücher sind, die von irgendwelchen linksaußen stehenden Autoren verfasst wurden...es nervt doch irgendwie immer nur von den bösen Nazis zu lesen oder von Kindern den es ganz schlecht geht oder so was


Es ist ein Zeichen, "links außen" zu stehen, wenn man von bösen Nazis und schwierigen Kindheiten erzählt? :boah: Ist man dann ein bisschen weniger links, wenn die Nazis in denTexten nicht so böse sind und wenn die Kindheit ein bisschen glücklicher ist?

Was wäre denn ein Beispiel für ein spannendes Buch, wenn Du das Leben und die Konflikte in einer extremen Diktatur für kein spannendes Thema hältst? Und welche Autoren meinst Du mit der Flügelstürmerbezeichnung Linksaußen?

:confused:

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