Literatur-Quiz

Die Faszination des geschriebenen Wortes - Romane, Stories, Gedichte und Dramatisches. Auch mit Platz für Selbstverfasstes.
Fargo
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Mi 20. Aug 2003, 09:24 - Beitrag #801

Eltern von heute machen bekanntlich immer alles falsch, Ratte, da ist das hier schon mal eine gute Übung. :)

Was ist ein Gipskrieg?

Und wo bekomme ich ein neues Rätsel her?

Na gut, vielleicht hier. Wir suchen einen Mann, der vor dem Schreiben - einer insgesamt ja durchaus liederlichen und verantwortungslosen Beschäftigung - schon mal einer richtigen und richtig verantwortungsvollen Tätigkeit nachging. Dabei waren andere nicht darauf angewiesen, dass er das richtige Wort, sondern dass er den richtigen Weg fand. Diese Tätigkeit war ihm den Rest seines Autorenlebens über anzumerken - auch von jemand, der seine Bücher nur von außen kannte.

Fargo

Ratte
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Mi 20. Aug 2003, 12:10 - Beitrag #802

Winston Churchill?

Fargo
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Mi 20. Aug 2003, 14:23 - Beitrag #803

Clever geraten, Ratte, aber leider daneben.

Unser Autor musste in sienem vorigen Beruf nie so viele Menschen auf einmal führen wie Winston Churchill.

Dafür hätte es bei ihm auch keine nachträglichen Diskussionen und Interpretationen geben können, ob der gewählte Weg der richtige oder der falsche war. Anders als in der Politik hätte sich eine falsche Entscheidung eindeutig bemerkbar gemacht.

Fargo

Ratte
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Mi 20. Aug 2003, 14:48 - Beitrag #804

Aber doch wohl nicht Reinhold Messner??? ;)

Fargo
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Mi 20. Aug 2003, 16:50 - Beitrag #805

Der lief doch am liebsten alleine durch die unwirtlichen Regionen, oder? Humpelte da einer hinterdrein und sammelte Yeti-Reinholds abgefrorene Zehen wieder ein? Egal: er war nicht gemeint. ;)

Fargo

Fargo
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Fr 22. Aug 2003, 10:20 - Beitrag #806

Wo steckt eigentlich Seeker, wenn man ein Rätsel extra für ihn stellt? ;)

Fargo

Seeker
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Fr 22. Aug 2003, 10:32 - Beitrag #807

HIER ... HIER ... bin ich ... aber ... ich ... :confused: ... häh?

Extra für mich? Danke!
Mal sehen ...

George Orwell? Er war früher Offizier der britischen Armee. Wenn er seine Mannen in die falsche Richtung geschickt hätte, wäre das in blutigen Schlachten geendet.
Aber da er sich schließlich gegen den britischen Imperialismus stellte, verließ er Indien und die Armee. Geschrieben hat er schon immer, aber bekannt sind meist nur "Animal Farm" und "1984". Aber das passt nicht zu dem
"Diese Tätigkeit war ihm den Rest seines Autorenlebens über anzumerken - auch von jemand, der seine Bücher nur von außen kannte."

Also scheidet er wieder aus.

Bei liederlich und verantwortungslos fällt mir spontan Henry Miller´s "Opus Pistorum" ein ... aber den meinst Du bestimmt nicht.

Ich weiß es immer noch nicht, Fargo ... sorry :(

Gruss,
Seeker

Fargo
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Fr 22. Aug 2003, 11:09 - Beitrag #808

Holla, und ich dachte, Du knallst die Lösung jetzt hin wie einen Klecks Kartoffelbrei.

Lass Dich vom 'liederlich' nicht durcheinander bringen. Damit meine ich keinen besonderen Lustmolch von Autor, sondern ganz generell das Unseriöse, das künstlerischer Betätigung in den Augen vieler Menschen anhaftet.

Also: unser Mann hatte mal einen handfesten Beruf. Den hat er dann aufgegeben, um später nur noch zu schreiben - auch für Zeitungen und Magazine.

Ich kann mal aus einem seiner Bücher eine Passage zum Verhältnis von körperlicher und geistiger Arbeit zitieren, womit denn auch seine Muttersprache verraten wäre:

>>>There are wise people who talk ever so knowingly and complacently about "the working classes," and satisfy themselves that a day's hard intellectual work is very much harder than a day's hard manual toil, and is righteously entitled to much bigger pay. Why, they really think that, you know, because they all know about the one, but haven't tried the other. But I know all about both; and as far as I am concerned, there isn't money enough in the universe to hire me to swing a pickaxe thirty days, but I will do the hardest kind of intellectual work for just as near nothing as you can cipher it down--and I will be satisfied, too. Intellectual "work" is misnamed; it is a pleasure, a dissipation and its own highest reward. The poorest paid architect, engineer, general, author, sculptor, painter, lecturer, advocate, legislator, actor, preacher, singer, is constructively in heaven when he is at work; and as for the magician with the fiddle-bow in his hand who sits in the midst of a great orchestra with the ebbing and flowing tides of divine sound washing over him--why certainly, he is at work, if you wish to call it that, but lord, it's a sarcasm just the same. The law of work does seem utterly unfair--but there it is, and nothing can change it: the higher the pay in enjoyment the worker gets out of it, the higher shall be his pay in cash, also. And it's also the very law of those transparent swindles, transmissible nobility and kingship.<<<

Fargo

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Fr 22. Aug 2003, 11:28 - Beitrag #809

Original geschrieben von Fargo
Holla, und ich dachte, Du knallst die Lösung jetzt hin wie einen Klecks Kartoffelbrei.


Tja, ich mag Kartoffelbrei, aber das hilft mir hier nicht weiter ... die Textstelle kommt mir irgendwie bekannt vor, aber ich kanns nicht einordnen.
Mir würde schon helfen, wie Du auf die Idee kommst, daß ich dieses Buch / den Autor kenne?

*bettel*

Seeker

Ratte
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Fr 22. Aug 2003, 11:29 - Beitrag #810

Geht's vielleicht in Richtung SF?

Fargo
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Fr 22. Aug 2003, 12:34 - Beitrag #811

@Seeker

Mir würde schon helfen, wie Du auf die Idee kommst, daß ich dieses Buch / den Autor kenne?


Ich lese manchmal hier im Forum. :D :D :D

@Ratte

Geht's vielleicht in Richtung SF?


Der gesuchte Autor ist gewiss kein SF-Profi gewesen. Aber gerade das von mir zuletzt zitierte Werk wird immer wieder als Vorgänger und Inspiration der SF erwähnt. Vor allem einer ganz bestimmten Untergattung der SF, in der es um etwas geht, das bisher in keinem Labor auch nur in Ansätzen praktiziert werden konnte.

Fargo

Seeker
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Fr 22. Aug 2003, 12:42 - Beitrag #812

Jetzt machst Du mich aber neugierig ... nicht das ich das nicht schon war, aber Vorläufer der SF? Nicht im Labor nachstellbar?
Hats denn was mit der Psyche des Menschen zu tun? Mit Übernatürlichem?

Freud&Co fallen weg, da die Muttersprache nicht Englisch ist ... hm ... Standford? Milgram?

Wildes Raten:
Jules Verne? Nein.
Stanislaw Lem? Nein.
Samjatkin? Nein.
Strugatzki? Nein.
Heinlein? ... Heinlein? Hm ... Heinlein? Nein.
H.G.Wells?

Gruss,
Seeker

Fargo
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Fr 22. Aug 2003, 13:04 - Beitrag #813

Original geschrieben von Seeker
Wildes Raten:
Jules Verne? Nein.
Stanislaw Lem? Nein.
Samjatkin? Nein.
Strugatzki? Nein.
Heinlein? ... Heinlein? Hm ... Heinlein? Nein.
H.G.Wells?



:D Das ist aber sehr wild geraten, Seeker. 4 der 6 sind ja nicht mal englischsprachig. Zu Wells und Heinlein sage ich mal nix, da musst Du schon selbst knobeln, ob die zum Profil passen könnten.

Hats denn was mit der Psyche des Menschen zu tun? Mit Übernatürlichem?


Interessante Frage, da sie uns mitten in die kontroverse Debatte um dieses spezielle SF-Thema führt. Einige Leute sagen, diesem Topic fehle jede wissenschaftliche Grundlage, es sei bloßer Hokuspokus. Weshalb es auch (wenige) Autoren gibt, die das Ganze eher als psychischen Prozess denn als technische Leistung schildern.

Andere Leser, durchaus auch Naturwissenschaftler, mahnen, in Bausch und Bogen könne man gewisse Spekulationen nicht verwerfen. Für sie ist das Ganze so glaubhaft hypothetisch, wie es Geschichten über die Mondfahrt waren, lange, bevor es eine ausgereifte Wissensgrundlage und Technik dafür gab.

Fargo

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Fr 22. Aug 2003, 13:12 - Beitrag #814

Ok, noch zwei vermutete Kandidaten, danach weiß ich wirklich nicht weiter ... außer ein weiterer Tip erscheint.

Roger Penrose?
Brian D. Aldiss?

Penrose glaub ich nicht, passt nicht.
Aldiss hat zumindest Literatur in besagter Richtung geschrieben - siehe die Kurzgeschichten zu "Aritficial Intelligenz". Aber da weiß ich nicht, was er vorher gearbeitet hat.

Penrose steht mit drauf, weil er mit Aldiss zusammen "Weißer Mars" geschrieben hat - und da geht es um eine neue Gesellschaftsform, die sich auf einem neuartigen Verstehen des menschlichen Verhaltens gründen will ...

Wells schließe ich aus, da er nicht über psychische Geschehnisse schrieb (jedenfalls ist mir nichts bekannt). An dieser Stelle sei sein "Menschen, Göttern gleich!" empfohlen. Meine Güte, hab ich gelacht ...

Tja und Heinlein ist ein zu alter eingesessener Hase, um Vorläufer dieser SF-Richtung gewesen zu sein ... oder irre ich da?

Gruss,
Seeker

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Fr 22. Aug 2003, 13:18 - Beitrag #815

Heinlein ist ein viel zu junger Spund, um mit diesem Autor in einem Atemzug genannt zu werden. Mal ganz abgesehen davon, dass Heinlein stilistisch mit einer stumpfen Keule herumklopft und der Gesuchte mit dem scharfen Säbel dreinhaut.

Du lässt Dich in die Irre führen, Seeker: dieses eine Buch, das ich aus anderen Gründen zitiert habe, findet sich im Stammbaum der SF. Du rätselst aber schon wieder an gestandenen SF-Autoren wie Aldiss (mindestens die Enkelgeneration) herum.

Mit anderen Worten, Du hüpfst wie ein wildgewordener Frosch in die ganz falsche Richtung, um noch mal einen dicken Hinweis zu platzieren...

Fargo

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Fr 22. Aug 2003, 13:20 - Beitrag #816

*hüpf*hüpf* ... das muß ich jetzt erstmal verdauen ... ne, ich muß mal überlegen ... das braucht Zeit ... verdammt nochmal ... und ich hatte ihn schonmal erwähnt?

Huxley wirds dann auch nicht sein, denn der ist auch zu jung ....

Ich suche ...

Gruss,
Seeker

Fargo
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Fr 22. Aug 2003, 13:26 - Beitrag #817

Lass Dir Zeit. :) Manche brauchen eben etwas länger, wie unser Gesuchter von sich selbst behauptet hat. Er meinte: "I have seen slower people than I am--and more deliberate...and even quieter, and more listless, and lazier people than I am. But they were dead."

;)

Fargo

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Fr 22. Aug 2003, 13:30 - Beitrag #818

Oh, Du gnädiger Fargo, gedankt sie Dir für dieses Zitat!

Ich Unfähiger habe Google begnügen müssen ... aber Mark Twain hätte ich nie - NIE - aufgelistet. Erst Recht nicht, als ich auf der SF-Schiene gelandet bin ...

Mark Twain

Stimmts? :shy:

Gruss,
Seeker

Fargo
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Fr 22. Aug 2003, 13:37 - Beitrag #819

JAAA!!! :D :s1: :s16:

Das längere Zitat war aus "A Connecticut Yankee In King Arthur's Court", einer Zeitreisegeschichte ohne Zeitmaschine.

Samuel Langhorne Clemens war mal Lotse auf dem Mississippi, von dem Senkbleiausruf "mark twain!" hat er sich sein Pseudonym geborgt.

Der Froschhinwies bezog sich auf seine Geschichte "The Jumping Frog".

Alles geklärt?

Wo Du doch neulich so hartnäckig versucht hast, Twain als Rätsellösung durchzusetzen, wollte ich's leicht machen. Wieder nüscht...

Na gut, ich geh' jetzt was essen, Seeker, knobel uns was Schönes aus...

Fargo

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Fr 22. Aug 2003, 13:40 - Beitrag #820

Lass es Dir schmecken ... und ich koch mein Hirn nach ner Nuß für Dich! :)

Gruss,
Seeker

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