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Hessischer-Literaturwettbewerbsteilnahme

BeitragVerfasst: Di 9. Dez 2003, 17:56
von Maglor
Jetzt neulich in der Uni...
hab ich doch tatsächlich ein Werbeplakat für einen Literatur(selbermachen)wettbewerb entdeckt. Um euch vorzuwarnen, es dürfen nur echte Hessen und in Hessen wohnhafte Nichthessen teilnehmen.
Also zur Sache. Teilnehmen kann man mit einer Kurzprosa (höchstens 3 Seiten) oder 3 Gedichten! Und haargenau das ist das Problem!
Falls noch irgendwer kurzentschlossen, feststellt, dass er als Hesse auf teilnehmen kann und will:
Bis 31. Januar (einsendeschluss) an
Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst
Postfach 3260
65022 Wiesbaden (die wolln das wohl am liebsten auf der guten alten Floppy)
Zur konkreten Auswahl besteht bei diese Kurzegeschichte http://www.the-web-matrix.de/showthread.php?s=&threadid=9244&highlight=kurzgeschichte
und nja unzählige Gedichte http://www.the-web-matrix.de/showthread.php?s=&threadid=2575&perpage=20&pagenumber=4 http://www.the-web-matrix.de/showthread.php?s=&threadid=2575&perpage=20&pagenumber=6
Naja, so richtig entscheiden kann ich mich nicht. Meine Gedichte haben irgendwie einen leicht archaischen Stil der wohl nicht ganz der Post-Postmoderne entspricht, bei einiges handelt es sich wohl nicht einmal um lyrische Gedichte im streng literarisches Sinne, weshalb ich mich wohl Frage, ob man mit solchen überhaupt teilnehmen sollte, wenn man noch jene Kurzgeschichte in peto hat.
MfG Maglor

BeitragVerfasst: Do 11. Dez 2003, 19:22
von eviegrashalm
was genau wollen die denn da haben???
ich meine, muss es was zu einem bestimmten thema sein, oder kannst du auch einfach irgendwas einreichen???

jedenfalls wünsch ich dir ganz viel glück!!! :s1:

BeitragVerfasst: Mo 15. Dez 2003, 14:50
von Maglor
Also beim Thema gibt es keine Vorschirften, ich vermute nur es sollte in deutsche Sprache oder hessischer sein. :)
MfG Maglor (Nicht vergessen, nur für Hessen)

BeitragVerfasst: Di 27. Jan 2004, 14:11
von Maglor
Ich habe mich entschieden, für folgende drei Gedichte:

Die Legung


Es ist, es war, es wird geschehn,
es jagt nach uns die mächt’ge Zeit,
sie ruht erst und nimmt ab das Leid
dann, wenn auch wir einmal vergehn.

Niemals die milden Winde wehn,
die gibt es nur in Narrenwelten,
das Träumen wird an uns vergelten,
wenn wir an einem Grabe stehn.

Wir ziehn im schwarzen Reinen,
es fließt unnützes Weinen,
betrauern dies statt unsren Tod.

Die Tränen uns vom Unglück trennen,
wir nur des andrern Leiden kennen,
vergessen unsre eig’ne Not.




Mit den Wölfen


Zum roten Mond rauf kehlen,
dass ist der Wölfe Weg,
des nachts mir Träume fehlen,
auf bleibt der Alben Steg.

So kenne ich kein Schlafen,
doch kenne Albenqual.
Geh fort ich von den Schafen?
Nur dieses eine mal.

Ich will die Wölfe treiben,
bis nur die Stille klingt,
ich lauf auf dunklen Scheiben,
sing wie ein Held nur singt.

Vor mir die Wölfe fliehen,
vor mir der rote Mond,
hinter Wölfen ziehen,
ist, was sich für mich lohnt.

Muß hinter Wölfen schreiten,
hinaus in dunkle Nacht,
laß mich von Wölfen leiten,
hinauf zur roten Pracht.

Doch eh ich mich versehe,
spür ich der Wölfe Not,
wenn ich zum Mond rauf gehe,
find ich kein Morgenrot.


Uhrwerk


Tick-Tick Tick-Tick
Ganz leise
E-Wig Wig-Wig
Im Kreise
Knack-Knack Knack-Knack
Mit Zähnen
Tack-Tack Tack-Tack
Wir lehnen
Ab-Ab Ab-Ab
Vegehen
Stab-Stab Stab-Stab
Sollst stehen

MfG Maglor

BeitragVerfasst: Di 3. Feb 2004, 14:36
von Amy
*grumel*
Ich will auch mitmachen.
Hab schon mal bei einem Wettbewerb mitgemacht und die haben mich da dann gleich angerufen, ich solle ja nicht enttäuscht sein, wenn ich nicht gewinne, aber ich sei die Jüngste.
Alle anderen Teilnehmer seien 25 und so - damals war ich 12.
Naja, habs nicht geschafft.
Würde gerne wieder mitmachen und als ich das gelesen hab, war ich total happy.
Aber dann das mit den Hessen... :sad:
Das ist fies!

BeitragVerfasst: Mi 4. Feb 2004, 16:29
von Maglor
Die Hessen leiten sich ja etymologisch von Hetzen und Hassen ab, was ihre allgemeine Feindschaft wieder dem guten Geschmack erklärt.
Ich mache mal eine kleine Liste berühmt-berüchtiger Hessen: Roland Koch, Michel Friedman, Hans Eichel, Joschka Fischer, Goethe, Georg Büchner, die Gebrüder Grimm, Philipp Scheidemann und natürlich meine Wenigkeit.
Alle sind wohl vereint in ihrem unermüdlichen Zorn sich, wie es in den Schriften des Tacitus geschrieben steht, zu man zu stählen mit den Schwertern der Väter und die eiserne Fessel des Unhessen vom Handgelenk zu werfen, aber das ist eine andere Geschichte.
MfG Maglor