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Sun Tsu "Die Kunst des Krieges"

BeitragVerfasst: Di 9. Dez 2003, 23:21
von Cheilon
Einer meiner persönlichen favourites ist Sun Tsu "Die Kunst des Krieges" (Oder auch Sunzi). Der Autor lebte ca. 500 v. Chr. und war oberster General des Heeres in China und Philosoph.

Sun Tsu war pflichtlektüre im Studium der Führungskader des Militärs in der ehemaligen Sowjetunion.
Außerdem benutzen viele (amerikanische) Broker an der Börse seine Weisheiten für ihr tägliches Geschäft, dass sie seltsamerweise als Krieg betrachten. Im Film "Wallstreet" mit Michael Douglas wird auch daraus zitiert.

Es gibt aufgepepte Versionen für Wirtschaftsleute oder aber auch die Originalversion, welche ich bevorzuge.

Kennt diese Lektüre jemand und was haltet Ihr davon? Wenn ja, bevorzugt ihr die Originalversion oder auf die heutige Zeit zugeschnittene Werke?

BeitragVerfasst: Mi 10. Dez 2003, 19:44
von Artanis
Ein exzellentes Werk, ich habe nur die übersetzte Originalversion gelesen, viele Ansätze, die heute nach wie vor Gültigkeit haben.

In all deinen Schlachten zu kämpfen und zu siegen ist nicht sie größte Leistung, die größte Leistung besteht darin, den Widerstand des Feindes ohne einen KAmpf zu brechen.


Diese Passage hätte George Bush sich wohl genauer ansehen sollen.

BeitragVerfasst: Do 11. Dez 2003, 07:11
von Cheilon
Ja, Dein Zitat ist wohl die Essenz des Buches. Um den Widerstand kampflos zu brechen muss man aber, wie er sagt den Feind und sich selber kennen (um den Ausgang tausender Schlachten nicht zu fürchten). Womit wir wieder beim Ausspruch "Erkenne Dich selbst" wären. Was übrigens von einem der sieben Weisen stammen soll an den mein Nick angelehnt ist ----> Cheilon.
Das Mittel um den Feind zu "er"kennen ist nach seinem Werk die Spionage, die in Kriegszeiten legitim ist. Jedoch wirtschaftlichen Erfolg durch Spionage zu erzielen finde ich moralisch bedenklich.

Ist jetzt zwar kein Zitat aus Sun Tsu, aber auch folgendes finde ich, aus persönlicher Erfahrung, zutreffend:

"Setze Dich an den Fluss, und warte bis die Leiche deines Toten Feindes vorübertreibt"

Ich weiß nicht von wem das wahr, wird aber auch gut beschrieben mit einem Zitat aus Irland:

"Lasst jeden seine eigenen Fenster einwerfen"

Soll heißen das die meisten Aggressoren sich in ihrem Übereifer meist selbst um die Ecke bringen. Und das wird Bush wohl auch zum Verhängnis werden. Na ja, in meinem post im Thema "USA- Land der Träume" hab ich`s schon mal erwähnt: Die Spinnen die Amis! ;)

P.S. Man könnte ja ein Thema "Kriegsphilosophie" im Philosophie-Forum erstellen. :s91: :s88: :)

BeitragVerfasst: Do 11. Dez 2003, 19:21
von Artanis
Oh bloß keine Kriegsphilosphie, dann muss ich stundenlang von "Vom Kriege" von carl v. Clausewitz schwärmen, denn das kann man m.E. vom Niveau her durchaus auf eine Stufe mit Sun Tsu stellen.
Und das von dir angesprochene "Selbst-Erkennen" spielt für Clausewitz auch eine erhebliche Rolle.