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Mi 28. Jan 2004, 22:06 - Beitrag #1 |
Bücherlesen in der SchuleIch weiss nicht aber ich fand es immer schrecklich. Geht/ging euch das auch so?
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Na und?
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Mi 28. Jan 2004, 22:09 - Beitrag #2 |
Jop. Die lehrer suchen teilweise echt schlechte Bücher aus...
Zum Beispiel das letzte Buch in Englisch war Matilda (man beachte dabei, dass ich 16 bin...). Also mich hats immer angekotzt, weil man jedesmal ne Inhaltsangabe schreiben musste. Es wär viel besser, wenn jeder frei lesen könnte, aber es zu einem bestimmten Zeitpunkt fertig haben muss... |
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Mi 28. Jan 2004, 22:16 - Beitrag #3 |
Jepp mit dem fertiggelesen haben ist das so eine Sache. Unsere Deutsch tante meint schon immer:" joa also ich geb euch denn ab und zu mal was bis wo ihr dann und dann gelesen haben müsst, damit wir das dann behandeln können, Aber so in anderthalb wochen solltet ihr das gelesen haben." Dann meinen immer einige von uns:" OCh nööö anderthalb wochen??? Das is viel zu kurz" Und dann meint sie dann: " na okeh wie wärs dann mit drei wochen?" Und das kann man bei der endlos abziehen was dann auch einige ziemlich ausreizen. Dann haben wir immer drei Monate Zeit für hundert Sieten. Ich mein das is bei den Büchern meist nur eine Seite pro Tag. Das einzig gute was einem da passieren kann is dass man das Buch nich mag und man dann echt nur eine Seite am Tag liest. Was die Inhaltsangaben angeht werden meit zwei drei Varianten im i net veröffentlicht, die dann alle ungefähr abschreiben.
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Na und?
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Mi 28. Jan 2004, 22:19 - Beitrag #4 |
Bis zur 9. Klasse haben mir eigentlich alle Schullektüren wenig gefallen (obwohl ich mir vorstellen könnte, dass mir 'Bahnwärter Thiel', wenn ich es nochmal läse, durchaus besser gefallen könnte), in der 10 kam dann Animal Farm in Englisch, was ich ganz gut fand. Danach haben wir in Englisch noch 'Give a Boy a Gun' (ging auf ganz interessante Weise (praktisch eine Zitatcollage) auf einen Amoklauf in einer Schule in Amerika ein) und momentan 'Death of a Salesman', was beides nicht übel war. Unsere letzten beiden Deutschlektüren waren sogar richtig gut: Die Physiker und Faust. Gehören beide zu meinen Lieblingslektüren. Nur nach einer Weile hängen einem natürlich alle Lektüren zum Halse raus...
In der 10. Klasse haben wir auch in Deutsch 'Die Judenbuche' gelesen, was mir eigentlich überhaupt nicht gefallen hat... Padreic |
Eine profunde Wahrheit ist eine solche, deren Gegenteil ebenfalls wahr ist.
"Dass es ein Vergessen gibt, ist noch nicht bewiesen; was wir wissen, ist allein, dass die Wiedererinnerung nicht in unserer Macht steht." (Friedrich Nietzsche) |
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Mi 28. Jan 2004, 22:52 - Beitrag #5 |
Hm, dass, was wir von Herman Hesse gelesen haben, hat mir eigentlich sehr gut gefallen.
Nur fällt mir gerade der Titel nicht mehr ein ^^" Ich muss gleich mal Wonzokk fragen, vielleicht weiß der das noch ![]() |
Burn in Hell.
Puchu, Excel Saga |
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Mi 28. Jan 2004, 23:26 - Beitrag #6 |
Ich konnte die Lektüren nie leiden.
Obwohl ich sehr gerne lese. Ich weiß nicht obs an den Büchern lag, oder daran dass ich sie für die Schule lesen musste... |
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Do 29. Jan 2004, 00:18 - Beitrag #7 |
Die anderen Lektüren lagen mir auch nie so ... Biedermann und die Brandstifter ... ich hätte Nein sagen können ... und in Englisch bis jetzt nur eine gelesen, "Dead End for Murder" ... war zwar durch unseren Lehrer ganz witzig, aber nicht gerade lesenswert ^^
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Burn in Hell.
Puchu, Excel Saga |
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Do 29. Jan 2004, 18:45 - Beitrag #8 |
Es gibt durchaus einige Lektüren, die mir gut gefallen haben. Das wären in Deutsch Dürrenmatts Physiker, Schillers Maria Stuart und Manns Untertan; in Religion Dostojewskis Großinquisitor und Sartres Fliegen, in Englisch Shakespeares Macbeth und in Französisch Camus "Les Justes".
Allerdings gibt es dazwischen auch immer wieder schreckliche Bücher... in Englisch ein ödes Nordirland-Buch "Cal" (Autor verdrängt) oder von Coetzee "Disgrace" (wie man für soetwas den Nobelpreis bekommen kann, ist mir völlig schleierhaft) oder aktuell in Deutsch Irmgard Keun "Das kunstseidene Mädchen". In Deutsch schafft es der Lehrer aber, auch aus der dümmsten Lektüre noch eine zeitgeschichtlich-philosophisch interessante Debatte zu entfachen, so dass selbst diese interessant bleiben. |
Year by year, month by month, day by day... Thought by thought. Leonard Cohen
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So 1. Feb 2004, 17:14 - Beitrag #9 |
Oh my ... Schullektüre xD Ich weiß noch, wie unsere Deutschlehrerin uns in der achten Klasse plötzlich mit Erich Kästner kam ... wiiir haben vielleicht geglotzt *lol* Und meine Eltern auch ... ich mein, so was liest man in der dritten Klasse, aber nicht in der achten!! Und dann mussten wir irgendwann dieses ausgelutschte "Die Kinder vom Bahnhof Zoo" lesen ... *reiher* Von Anne Frank mussten wir zum Glück nur Extrakte lesen, sonst wäre ich 'gestorben', glaub ich. In der neunten haben wir ne neue Lehrerin bekommen, die drehte uns als allererstes "Kabale & Liebe" von Schiller an. Ey, ich hab davon nur die Hälfte gelesen und mir den Rest als Zusammenfassung aus dem Netz geholt, so dumm war das, und mein Aufsatz dazu war trotzdem ne Glanzleistung *loooooooool*
In Englisch konnte ich unsere Tus grad davon überzeugen, dass wir da auch mal was lesen (sie meinte, dabei ist die Hälfte der Klasse jetzt schon überfordert, aber letztendlich hat sie doch zugestimmt ...) und wir dürfen uns das jetzt selber aussuchen, das fand ich echt klasse von ihr ... ^____________^ OMG! "Dead End fur a Murderer" ist so n Sherlock Holmes Mist, oder? *disappears vomiting* |
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So 1. Feb 2004, 19:19 - Beitrag #10 |
Hi, damals war es eigentlich noch angenehm diese Bücher zu lesen, weil es alles irgendwelche Jugendbücher waren. Letzte Woche hat mein Deutschleher uns "Woyzeck" von Georg Büchner ausgeteilt, Das Buch klingt schon irgendwie langweilig. Aber ich bin froh das ich bis heute(12.Klasse) von Faust verschont wurde... ich hoffe das ich nie damit konfrontiert werde.
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Mo 2. Feb 2004, 18:56 - Beitrag #11 |
Ya, ist ne Detektiv Geschichte ^^ Aber nicht von Sherlock Holmes ![]() |
Burn in Hell.
Puchu, Excel Saga |
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Mo 2. Feb 2004, 19:05 - Beitrag #12 |
@Continuum
Nachdem, was ich gehört habe, ist Wozceck ziemlich gut, wenn man ein wenig Sinn für 'höhere Literatur' hat und sich am Chaos des Fragmentarischen nicht stört. Aber wenn du froh bist, vom Faust verschont zu sein... ![]() @Milu Ich würde Kästner nicht unterschätzen, selbst in seinen "Kinderbüchern" steckt einiges an Weisheit drin. Und er hat nicht nur Kinderbücher gelesen, z. B. "Fabian", eine Geschichte von ungeheurer Tragik, ist da ein Gegenbeispiel. Was habt ihr denn von ihm gelesen? Padreic |
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Mi 4. Feb 2004, 15:25 - Beitrag #13 |
@ Skuld
Ach so ... Krimis sind nicht so mein Ding, da kenne ich mich nicht so aus ![]() @ Padreic Von Kästner hatten wir "Das fliegende Klassenzimmer" ... klar, das sagt eine ungeheure Menge über die Bedeutung von wahrer Freundschaft aus, aber wirklich begeistern konnte ich mich dafür nicht :/ |
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Mo 9. Feb 2004, 18:43 - Beitrag #14 |
Wir haben damals immer nur den Termin bekommen zu wann wir ein Buch gelesen und die Aufgaben dazu fertig gehabt haben sollten. Von daher konnte man sein Lesetempo selbst bestimmen, das war ganz vorteilhaft.
Was mir jetzt noch spontan einfällt wäre: in der 7.(?) Klasse "Damals war es Friedrich", den Autor weiß ich nicht mehr... in der 9. Klasse "Dann eben mit Gewalt" von Jan de Zanger und in der 10. Klasse "Das Versprechen" von Friedrich Dürrenmatt Mir hat das immer ganz gut gefallen, da ich schon immer gern gelesen habe. Wobei ich das letztgenannte Buch ziemlich schwierig zu lesen fand (ist allerdings auch schon ne Zeit her - vielleicht sollte ich mir das mal wieder zu Gemüte führen ![]() |
Signatur wegen Renovierung geschlossen...
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Mo 16. Feb 2004, 16:34 - Beitrag #15 |
Unsre Lehrerin hatte die " grandiose " Idee Faust um ein Jahr vorzuziehen... sind gerade durch.
Ich hasse es in der Schule Bücher zu lesen. Was hatten wir denn so?: 7. Dann eben mit Gewalt/ Nibelungensage 8. Kleider machen Leute/ Wilhelm Tell/ Der Austauschschüler 9. Kabale und Liebe/ Faust 1 Wieso muss man auf dem Gym. nur soviel lesen? ![]() |
Erkenne zuerst dich selbst, dann den anderen.
mazu jiko o shire shikoshite hoka o shire Gichin Funakoshi www.myblog.de/chira |
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Di 17. Feb 2004, 21:17 - Beitrag #16 |
@Padreic: Woyzeck ist so ziemlich das Gegenstück von höherer Literatur. Nicht imn dem Sinne, dass es Schund wäre. Aber es ist wirklich ein Fragmentchaos, und das, was man daraus noch herauskriegt, ist nicht gerade voll von tiefgehenden Aussagen. Es eignet sich allerdings perfekt dazu, Debatten darüber anzuzetteln und Gegenmeinungen zu entwickeln - da das darin "entwickelte" (eher angeschnittene) Menschenbild dermaßen abstoßend fatalistisch ist.
PS: @Trin: Faust in der Neunten? ![]() |
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Mi 18. Feb 2004, 11:28 - Beitrag #17 |
Doch!!!
Unsere Lehrerin war begeistert. Auf die Idee gekommen ist sie, weil wir ein Puppenspiel zu Faust gemacht haben und sie meinte wir könnten das gleich anschließen. Das Beste war, dass sie am Ende noch Fausts Visionm durchgenommen hat( aus Faust2). Wir dürften das dann auswendig lernen und herausfinden wer denn jetzt Sieger war usw.... ![]() |
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Fr 27. Feb 2004, 20:40 - Beitrag #18 |
oh mein gott, da haben wir nur die Standardwerke (deren Namen ich mich nich mehr erinnere, ergo waren sie langweilig)gelesen.
![]() Das einzige, was Spaß gemacht hat war der "Augsburger Kreidekreis" von B.Brecht weil wir uns selber darüber ein Theaterstück ausgedacht haben und vor der Schule& im frizz (Kassel) aufgeführt haben. Und, ja, "The Hound of Baskerville" wuff, wuff |
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Sa 28. Feb 2004, 12:23 - Beitrag #19 |
Die Bücher hatten wir bis jetzt noch nicht....zum Glück
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Sa 28. Feb 2004, 13:26 - Beitrag #20 |
Ein interessantes Modell, auf das ich beim Suchen nach einem Buchtitel zufällig im Netz gestoßen bin: Lektüreliste
Ich denke aber, diese Schule übertreibt es mit der Lektüremenge. Wenn man jedes Halbjahr vier Bücher in Deutsch lesne soll, selbst wenn man es nicht als LK hat, haben viele Schüler wohl kaum noch Zeit für Lektüren in anderen Fächern und vor allem für privates Lesen. Dass letzteres durch Schullektüre unterdrückt wird, wie man manchmal vorwirft, trifft hier wirklich zu, denke ich... |
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