Amazon und Diogenes im Clinch

Vielleicht habt Ihr es diese Woche in den Zeitungen gelesen, vielleiicht ist es Euch beim eigenene Bücherbestellen aufgefallen: Amazon, der Branchenprimus im Onlinehandel mit Medien, führt die Titel des Schweizer Diogenes-Verlages nicht mehr im Programm. Dabei gilt Diogenes mit Autoren wie Donna Leon, Paulo Coelho oder Leon de Winter als Europas erfolgreichster Belletristikanbieter. Diogenes-Bücher findet man bei Amazon nur noch von Drittanbietern, im sogenannten Marketplace.
Hintergrund des Quasi-Boykotts. Amazon als großer Händler verlangt von den Verlagen auch großzügige Rabatte: von fünfzig Prozent auf den Ladenpreis ist die Rede. Zudem lässt Amazon sich die herausgehobene Präsentation von Büchern - in Mails an Kunden oder mit Coverfoto auf Übersichtsseiten mit vierstelligen Summen pro Titel bezahlen.
Beides ist Diogenes jetzt zu teuer geworden. Der Verlag, der trotz seines Erfolgs noch nicht zu einem der großen Medienkonzerne gehört, will ein Signal für die Branche setzen, indem er Nein zu Amazons Forderungen sagt. Amazon will sichtlich ebenfalls ein Signal setzen, indem es auf einen interessanten Verlag verzichtet.
Wie hat Spiegel Online geunkt?
Was meint Ihr dazu?
Amazonkunde und Diogenesleser Fargo
Hintergrund des Quasi-Boykotts. Amazon als großer Händler verlangt von den Verlagen auch großzügige Rabatte: von fünfzig Prozent auf den Ladenpreis ist die Rede. Zudem lässt Amazon sich die herausgehobene Präsentation von Büchern - in Mails an Kunden oder mit Coverfoto auf Übersichtsseiten mit vierstelligen Summen pro Titel bezahlen.
Beides ist Diogenes jetzt zu teuer geworden. Der Verlag, der trotz seines Erfolgs noch nicht zu einem der großen Medienkonzerne gehört, will ein Signal für die Branche setzen, indem er Nein zu Amazons Forderungen sagt. Amazon will sichtlich ebenfalls ein Signal setzen, indem es auf einen interessanten Verlag verzichtet.
Wie hat Spiegel Online geunkt?
Die Weigerung von Diogenes, weitere Zugeständnisse zu machen, könnte Nachahmer finden. Schon spekulieren Branchenkenner, dass sich weitere Verlage anschließen könnten. Ob sich die Unternehmen damit einen Gefallen tun, ist indes fraglich. Diogenes geht vorerst ein bedeutender Absatzkanal verloren. Amazon wiederum kann dem Anspruch nicht mehr genügen, Bücher aller wichtigen deutschen Verlage neu selbst zu verkaufen.
Was meint Ihr dazu?
Amazonkunde und Diogenesleser Fargo