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"Der Spieler" von F.M. Dostojewski

BeitragVerfasst: So 23. Jan 2005, 22:13
von Milena
Er hat diesen Roman innerhalb 26 Tagen fertiggeschrieben,
und ich habe ihn ratzfatz durchgelesen...
da habe ich mir gedacht, so was authentisches kann man
nur schreiben, wenn man es am eigenen Leibe erlebt hat...
auch ich war mit einem Spieler jahrelang befreundet,
und ich sage Euch, es war die Hölle...es ist ein Leben
in einer gänzlich anderen Dimension....
ich selbst habe dann auch gespielt, Roulette..
verloren, gewonnen, ein Hoch, ein Tief,
ein leben, ein sterben, ein stetiger Wechsel....
hab ich alles hinter mir,
doch manchmal, da denke ich,
ich könnt doch mal wieder hingehn,
ins Casino...

BeitragVerfasst: Mo 24. Jan 2005, 13:48
von Ipsissimus
hab den Roman mal vor vielen Jahren gelesen und fand ihn faszinierend. Klingt ein bißchen trivial, aber ich wurde damals durch den Film "Cincinatti Kid" mit Steve McQueen dazu animiert :-) nach der Lektüre habe ich den Film dann mit ganz anderen Augen gesehen.

Wenn mensch eine Suchtpersönlichkeit ist, liegt Suchtverhalten nicht sonderlich fern. Es bleibt für alle Betroffenen immer nur zu hoffen, daß sie eine Verhaltensform finden, die nicht auto- und sozialdestruktiv verläuft. Aber das ist schwierig.

BeitragVerfasst: Mi 26. Jan 2005, 11:30
von Milena
....aber das ist schwierig.....

dann nenn mir doch etwas einfaches,
etwas das einfach einfach ist im leben..........

BeitragVerfasst: Mi 26. Jan 2005, 12:02
von Ipsissimus
wir lernen, irgendwie mehr oder weniger klarzukommen, aber wir lernen nicht zu leben. Leben (das Verb, nicht das Substantiv) ist eine Kunst wie viele andere auch. Eine Kunst will erlernt sein, und es bedarf der Disziplin, der Hingabe, der Geduld und der Arbeit.

Am Ende, wenn du Meisterschaft in deiner Kunst erreicht hast, passieren die Dinge wie von selbst, und kein Beobachter käme noch auf die Idee, wie schwierig das doch ist.

Hast du deine Kunst nicht zur Meisterschaft gebracht, dann bleibt die Mühsal ein ums andre Mal.

BeitragVerfasst: Mi 26. Jan 2005, 14:51
von Milena
sag einmal ipsissimus,

Du redest sehr klug, sehr waise und philosophisch...
bist Du ein Psychologe oä..?
nichts gegen Psychologen, also mein Ex-Freund ist
auch Diplom-Psychologe, doch der, der konnte
jetzt überhaupt nicht so reden.....Weisheiten und anderes
gleich gar nicht, aber vielleicht braucht man das auch
gar nicht zu können, wenn man, wie er in einer neurologischen
Einrichtung arbeitet....
und der Name ipsissimus, was bedeutet das....?
bis bald!

BeitragVerfasst: Mi 26. Jan 2005, 22:03
von Milena
thanks ipsissimus,

I`ve got the private news.........