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Lyrik-Zitatquiz

BeitragVerfasst: So 27. Nov 2005, 19:40
von Lykurg
Gedichte sind zu erraten (bitte keine Lyrics), die Vorgehensweise entspricht aber der des Musikzitat- und des Filmzitat-Threads.

Präambel: Geprägt von der tiefen Überzeugung, daß die akustische und die audiovisuelle Unterhaltung nicht die einzigen erhaltungswürdigen Kunstformen sind, und gewillt, die gemeinsamen Kenntnisse durch ihre Bewährung in spielerisch-wetteifernder Form auch in einem Bereich beständig zu fördern, der sich in der heutigen Zeit zunehmend dem öffentlichen Interesse entzieht, begründe ich hiermit einen Thread von vermutlich historischer Kürze.^^

Ich schlage vor, daß wir versuchen sollten, uns möglichst gut zugängliche Zitate einfallen zu lassen. Mal sehen, ob etwa dies hier funktioniert:

"Den Dank, Dame, begehr' ich nicht,"
und verläßt sie zur selben Stunde.

BeitragVerfasst: So 27. Nov 2005, 21:51
von Padreic
Inwieweit sind Hilfsmittel erlaubt? Google dürfte recht selbstverständlich ausscheiden. Wie steht es mit Gedichtsammlungen?

Ich muss zumindest von mir sagen, dass mir die zwei Verse gänzlich unbekannt sind ;). Aber meine lyrische Bildung hält sich auch sehr in Grenzen.

BeitragVerfasst: So 27. Nov 2005, 22:04
von Aydee
Friedrich Schiller Der Handschuh :-)

Ich hab nen ganz andres Problem mit Quiz': Wird erwartet dass die/derjenige, welche/r löst, dann auch NUR das nächste Rätsel stellt oder darf ich zB auch abgeben? Ich bin besser darin zu lösen als zu stellen :(

Die Idee find ich prima

Edit.
"Was wollt ihr?" ruft er vor Schrecken bleich,
"Ich habe nichts als mein Leben,
Das muss ich dem Könige geben!",

BeitragVerfasst: So 27. Nov 2005, 22:46
von janw
Das entstammt der Ballade vom Handschuh von Friedrich v. Schiller.

EDIT: Das wollte ich etwa 20.30 posten, aber da hakte die Matrix.

Aydee, soll ich übernehmen?

BeitragVerfasst: So 27. Nov 2005, 23:19
von Lykurg
Friedrich Schiller, Die Bürgschaft :)

Ich finde, Gedichtsammlungen sind grundsätzlich ok.

Und zur Verwendung von Google: Ich finde, wenn man auswendig auf die Lösung kommt, kann man mit Google überprüfen, ob man Recht hat, und dann gleich weitermachen. Natürlich darf man auch abgeben, wenn man das möchte. ;)

"Du sagst's! Dem größten König eigen! Heute ward
Sein Dienst mir schwer ... Gemordet hast Du teuflisch mir
Mein Weib! Und lebst ... Mein ist die Rache, redet Gott."

BeitragVerfasst: Di 29. Nov 2005, 02:04
von Lykurg
Tip: Der Sprecher ist ein Hugenotte, und der Dichter ein Schweizer.

BeitragVerfasst: Di 29. Nov 2005, 02:08
von janw
Mich dünkt, ich hätt´s schonmal gehört...

Die Bartholomäusnacht?

Schweizerische Dichter...Dürrenmatt?

BeitragVerfasst: Di 29. Nov 2005, 16:21
von Padreic
"Die Füße im Feuer" von Conrad Ferdinand Meyer (den Titel wusst ich noch, den Autor musste ich googlen ;)).

Sie waren traurig, betrugen sich heiter,
versuchten Küsse, als ob nichts sei,
und sahen sich an und wußten nicht weiter.
Da weinte sie schließlich. Und er stand dabei.

BeitragVerfasst: Di 29. Nov 2005, 18:00
von Aydee
Erich Kästner - Sachliche Romanze :-)
wunderschön :-))
thx


**neues rätsel abgeb**

BeitragVerfasst: Di 29. Nov 2005, 19:46
von Traitor
Da Aydee abgibt, erdreiste ich mich mal, ein englisches Gedicht vorzuschlagen (da ich bekanntlich in der Lyrik diese Sprache vorziehe). Gibt euch die Gelegenheit, bei akutem Unwillen zum Sprachwechsel mir die Legitimation zum Rätselstellen abzusprechen ;) Sollte aber recht leicht sein.
If you can dream - and not make dreams your master;
If you can think - and not make thoughts your aim;

BeitragVerfasst: Do 1. Dez 2005, 00:12
von Lykurg
Hübsch - aber mir noch nicht offensichtlich...
Ein Tip?

BeitragVerfasst: Do 1. Dez 2005, 00:49
von Traitor
Den Titel habt ihr bereits vor Augen, und der Autor ist sehr bekannt, wenn auch eher für ein bestimmtes Prosawerk.

BeitragVerfasst: Do 1. Dez 2005, 01:18
von Aydee
Prosawerk.....
mmhh..... kein Kinderbuch....?

BeitragVerfasst: Do 1. Dez 2005, 02:10
von janw
Gleicher Titel, anderer Text auch bei einer Bombast-Rock-band vergangener Tage

BeitragVerfasst: So 4. Dez 2005, 12:37
von Traitor
Tja, dann muss ich wohl lösen. (Es sei denn, Jan interpretiert seine Andeutungen als legitime Lösungseinreichung? ;) )
Es handelt sich um Rudyard Kiplings "If". Sehr schön.

Jetzt als Ersatz ein deutsches, und das habt ihr gefälligst schnell gelöst:
Wisset nur, daß Dichterworte
Um des Paradieses Pforte
Immer leise klopfend schweben,
Sich erbittend ewges Leben.

BeitragVerfasst: So 4. Dez 2005, 12:44
von aleanjre
Ah, das ist auf jeden Fall Goethe, wunderschön... Irgendeine Gedichtesammlung, aber ich müsste jetzt googlen, welche.

O.T.: Danke für den Link, Traitor, das ist ja wirklich ein schönes Gedicht. :)
Ich hätte wohl diese Zeilen gewählt:
If neither foes nor loving friends can hurt you,
If all men count with you, but none too much;
>>> Sehr nett!

BeitragVerfasst: So 11. Dez 2005, 00:28
von Lykurg
"Hegire" aus dem ersten Buch (Moganni Nameh: Buch des Sängers) des West-Östlichen Divans. - Eben erst über "Projekt Gutenberg" gefunden, es mußte ja eine Vorrede sein, und klang sehr nach Goethe, da war der 'Divan', besonders wegen "Paradieses Pforte" irgendwie naheliegend.

Ein ersoffener Bierfahrer wurde auf den Tisch gestemmt.
Irgendeiner hatte ihm eine dunkelhellila Aster
zwischen die Zähne geklemmt.

BeitragVerfasst: So 11. Dez 2005, 01:17
von janw
OT: Lykurg, beim ersten Lesen hab ich die Aster um ein l bereichert :D

Werd mal in mich gehn, ob ich das nicht kenn...

BeitragVerfasst: So 11. Dez 2005, 01:27
von Lykurg
@OT: auch mir als überzeugtestem Rechtschreibreformgegner hätte es sich sehr angeboten, ein l im Neologismus dunkelhellila einzufügen. An die Möglichkeit dessen im Wort Aster hatte ich dagegen mit gutem Grund gar nicht gedacht... Und das gerade du als Grünspecht...^^

BeitragVerfasst: So 25. Dez 2005, 03:21
von Lykurg
Vielleicht hilft mein Tip von eben?^^