Früher war nur Phantasie möglich, nach der Rechtschreibreform auch Fantasie.
Eigentlich der ganze normale Lauf der Dinge und Fortsetzung eines alten Trends der Ver-f-ung allgemein gebräuchlicher griechischer Fremdworte wie Fotografie, nicht aber bei solchem Idiotensprech wie Filisofie, Fonetik dafür aber bei Iditionsprech wie Fotosynthese, Graf (statt Graph!). Mit den üblichen Verdächtigungen hat es erstmal nichts zu tun.
Wörterbuch Adelung 1793
Die Fantasīe, (dreysylbig,) plur. die -n. (viersylbig.) 1) Die Einbildungskraft, ohne Plural. 2) Die Wirkung derselben2) Die Wirkung derselben, das Bild, welches man sich in der Seele macht, so wohl in gutem als nachtheiligem Verstande. ...
Anm. Ungeachtet dieses Wort aus dem Griech. φαντασιας herstammet, so haben wir es doch zunächst aus dem Franz. Fantaisie und Ital. Fantasia, daher man auch im Deutschen das F gar wohl behalten kann. Ehedem lautete dieses Wort Fantasey.
Es scheint mir fast so als wäre die geliebte Phantasie mit
ph nur das Werk sprachpuristischer Altphilogen und von ihnen peinlich ausgeheckten Vorschrift, die versuchte eine bereits allgemein üblich gewesene deutsche Schreibweise eines romanischen Fremdwortes auszumerzen und dabei fast 100 Jahre lang sogar Erfolg hatte.
Gegen die Fantasie ist nichts zu machen, niemand kann sie vernichten!
Ich weiß jetzt gar nicht mehr so genau, ob Fantasie vor der 1996 erlaubt war, vor der Rechtsschreibreform von 1901 war es das zumindest. Und die
Fantastischen Vier war schon immer mit f.
Der Vollständigkeit halber: Die Schreibweise "Fantasy" geht gar nicht, gehört aber zu den zurzeit häufigen Blüten der Falschschreibung. Eine englische Schreibweise für ein französisches oder italienisches Fremdwort, ist ja noch bescheuerter als eine griechische.
Fantasielos ist das auch noch. Warum nicht einfach mal Phantasy ...
