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Kultlektüre

Verfasst:
Di 11. Jun 2002, 09:46
von Ratte
Jezt will ich mal ganz allgemein wissen: Welche Bücher fandet Ihr besonders gut? Warum? Und wie seid Ihr darauf aufmerksam geworden?
Ich bin seinerzeit durch zwei Tips von zwei unterschiedlichen Leuten auf Ken Follets "Die Säulen der Erde" gestoßen und habe seitdem (fast) alle seine Bücher verschlungen. Früher hatte ich mal eine Krimi-Phase, die ihren Ursprung in einem Ausspruch meines damaligen Englisch-Lehrers hatte: "Der beste Krimi ist "Alibi" von Agatha Christie!" Das mußte ich unbedingt überprüfen. Ich habe mittlerweile alle in deutsch erschienenen Bücher von ihr gelesen.
Aber in der Regel stolpere ich eher zufällig über Bücher. Beim Stöbern in Läden (sowohl im realen Leben als auch im Internet!), durch Tips von Freunden, Eltern etc.
Ich lese auch so ziemlich alles, was mir in die Finger kommt. Und meistens habe ich auch den Ehrgeiz, ein Buch auszulesen, auch wenn es mir nicht gefällt.
Mein Rekord an "Viel-lesen-in-kurzer-Zeit" war übrigens vor 2 Jahren im Urlaub. Das Wetter war zu heiß, der Rücken war ruckzuck verbracnnt - da haben Seeker und ich innerhalb von 14 Tagen je 8 Bücher gelesen - vom Taschenbuch bis zum "Schinken"!

Verfasst:
Di 11. Jun 2002, 09:50
von Noriko
mein absolutes kult buch nummer 1:
Per anhalter durch die galxis
hab ich durch zufall entdecktm es stand bei meinen eltern im regal


Verfasst:
Di 11. Jun 2002, 14:19
von Padreic
Per Anhalter durch die Galaxis ist nicht schlecht, aber ich fands auch nicht so toll (hab aber nur den ersten Band gelesen).
Bei mir würde ich den Herrn der Ringe nennen. Zusammen mit der Mythologie des ersten und des zweiten Zeitalters (Silmarillion etc.) ist er so ziemlich das beste, was Fantasy ist. Meine Mutter mochte den Hobbit und den HdR auch ganz gern und so bin ich darauf aufmerksam geworden.
Ein ganz schönes Fantasy-Buch ist auch die Osten-Ard-Tetralogie (beginnend mit Der Drachenbeinthron). Aber es kommt nicht an Tolkiens Werk dran. Aufmerksam darauf bin ich durch ein Tolkien-Forum geworden.
Dann noch diverse "Liest sich gut weg"-Literatur (Rowling, Grisham, Ridpath...), ganz nett für zwischendurch, aber nichts großartiges.
Früher fand ich Das Fliegende Klassenzimmer von Erich Kästner ziemlich genial, aber das ist eher ein Kinderbuch und deswegen habe ich es lang nicht mehr gelesen.
Übrigens gab es schon mal einen ähnlichen Thread:
http://www.aj4.de/showthread.php?s=&threadid=5124
Padreic

Verfasst:
Di 11. Jun 2002, 18:10
von Traitor
Auf jeden Fall der Herr der Ringe plus die Mythologiebücher. Wurde mir mal von einem Freund empfohlen. Dann (mit weeeeitem Abstand *g*) kommen diverse Werke von Jules Verne (in Bücherei entdeckt damals), Terry Pratchett (von Freund empfohlen), Tonke Dragt (Bücherei) und diverse Startrek-Bücher (wobei Pratchett und ST "nur" Unterhaltungslektüre sind).

Verfasst:
Mi 12. Jun 2002, 07:46
von Ratte
Tonke Dragt sagt mir nix... Erzähl mal 'n bißchen!

Verfasst:
Mi 12. Jun 2002, 11:23
von Traitor
Hatte ich in
hier schonmal ein bisschen zu geschrieben. Sie schreibt sowohl Kinder- als auch Erwachsenenbücher, wobei letztere meist Science Fiction mit surrealistischen Elementen ist. Die beiden besten Bücher von ihr, die ich kenne sind "Turmhoch und Meilenweit" und "Tigeraugen", die lose zusammenhängen. In ersterem geht es um Kolonisten auf der Venus (ist schon etwas länger her, dass ich das gelesen habe), letzteres spielt auf der Erde, geht dabei dann eher um soziale Probleme.

Verfasst:
Mi 12. Jun 2002, 12:52
von Noriko
tieger augen hab ich auch, worum gehts eigentlich es leigt schin nen paar monate uf meien anchttisch, ohne das ich es gelesen aheb


Verfasst:
Do 13. Jun 2002, 13:53
von THRASH
Kultbücher?
Ui das ist nicht so leicht, aber aufjedenfall ältere Bücher. Heutzutage gibt es leider viel Schund. Nicht nur inhaltlicher Schund sondern vor allem auch sprachlicher Schund.
Aufjedenfall find ich folgende Bücher mehr als Lesenwert:
Goethe - Faust
Bernhard Schlink - der Vorleser
edgar allan poe - the raven
shakespeare - romeo and juliett
aldous huxley - brave new world
john milton - paradise lost (naja das wird wohl kaum jemand lesen; bin auch selbst noch nicht dazu gekommen)
ray bradbury - fahrenheit 451
Nathaniel Hawthorne - Der scharlachrote Buchstabe
naja so zeugs eben ... ich würd jetzt noch die Gedichte aufzählen aber das sind ja keine Bücher.
Aus der Neuzeit hab ich nicht unbedingt soviele Klassiker, hab ja auch nicht soo massig neues Zeugs gelesen, irgendwie so wenig Zeit.

Verfasst:
Fr 14. Jun 2002, 09:11
von Seeker
@TRASH
Miltons "Verlorenes Paradies" liegt bei mir auch noch im Regal... Meine Freundin hat mir mal die ersten 10 Seiten vorgelesen - sehr interessant, wenn man im Stil drin ist.
Zu "Fahrenheit 451" kann ich nur sagen, daß es neben Orson Scott Cards "Ender - the game" zu meinen Favoriten gehört!
Ebenso...
- Wir
- 1984
- Schöne neue Welt
- Menschen, Göttern gleich
and so on...
Gruss,
Seeker

Verfasst:
Fr 14. Jun 2002, 16:11
von THRASH
jou Seeker, leider bin ich noch nicht bei allen Büchern zum lesen gekommen.
das "Ender - the game" sagt mir garnichts. Worum gehts denn da?
Utopien scheinen ganz gutes Interesse auszulösen. Brave new World und 1984 sind natürlich auch Kultbücher wobei ich gestehen muss das ich beide noch nicht lesen könnte. Ich hab mich nur mal so theoretisch mit dem Inhalt beschäftigt oder riengelesen. Aber bisher liegen sie hier noch. Kann ja nicht alles aufeinmal lesen.

)
Gruß Thrash

Verfasst:
Mi 19. Jun 2002, 21:54
von syco23
@Seeker: Schöne neue Welt find ich auch genial...
den Clon dieses Buchs, 1984 (nicht neg. gemeint:D ) werd ich auch bald mal lesen... ersteres ist auf jeden Fall höchst empfehlenswert..
syco

Verfasst:
Fr 21. Jun 2002, 11:55
von Seeker
Hy Syco23!
Ich bin nicht böse...
"1984" würde ich nicht als Klon von "Schöne neue Welt" beschreiben - dann schon eher von "Wir" von Samjatin (was es ja auch ist). Eines haben sie gemeinsam: den totalitären Staat. Aber die Methoden sind vollkommen anders gewählt. Wo es in der "Schönen neuen Welt" gentechnisch hergestellte "Norm-Menschen" sind, die nicht über ihre Grenzen hinaus denken, finden wir in "1984" eine weit subtilere Art der Beeinflussung durch die Partei und Medien...
So krass es sich anhören mag, Huxleys Utopie ist mir wesentlich sympathischer als Orwells. Huxley hat zwar ebenso die Bevormundung des Individuums zum Thema wie auch Orwell, aber es herrscht kein Krieg, niemand leidet Hunger, alles ist irgendwie "friedvoller". "1984" ist ein dreckiges Buch. Die Häßlichkeit kommt überall zum Tragen... umso erschreckender ist diese Vision... (oder sollte ich sagen Persivlage auf den "Engsoz" (englischer Sozialismus)?).
Gruss,
Seeker

Verfasst:
Fr 21. Jun 2002, 12:09
von Seeker
Sorry TRASH!
... ich hab Dich überlesen ...
Zu "Enders Game":
Die Menschheit steht vor einer großen Bedrohung durch außerirdische Insekten (sie gleichen einem Bienenschwarm mit einer Königin und jede Menge Drohnen, Arbeiterinnen). Um dieser Gefahr Herr zu werden, schult man jeden neuen Erdenbürger in Kampfes-Strategie und vielen anderen Dingen. Überwacht werden die Schüler mittels eines in den Kopf eingepflanzten Monitor, der ein Gesamtbild des Menschen liefert, der ihn trägt.
In dem Buch geht es um Ender, eigentlich Andrew, der sich gar nicht zu Höherem berufen fühlt. Man erlebt seinen täglichen Kampf mit dem Mitschülern - denn Konkurrenz ist an der Tagesordnung. Jeder will der "Retter" sein. (um es zu erwähnen - es geht darum, neue Raumschiffpiloten zu "züchten").
Man erlebt die Ausbildung und seinen Entwicklungsprozess hautnah mit. Das Ende ist äußerst überraschend (war es für mich jedenfalls). Und ein Hauptmerkmal dieses Buches für mich ist die andauernde Melancholie, die Ender begleitet. Ich fühlte mich mehrmals angesprochen, was seine Gedanken zum Thema "Mitschüler" angeht... und einiges andere.
Nun, ich hoffe, ich konnte Dir einen kleinen Eindruck geben. Der zweite Teil der Ender-Trilogy "Der Sprecher für die Toten" ist etwas ruhiger, aber nichts destotrozt sehr gut. Um was es da geht? Ich würde sagen, lies erst mal den ersten Teil...
Gruss,
Seeker

Verfasst:
Fr 21. Jun 2002, 15:59
von syco23
Original geschrieben von Seeker Hy Syco23!
Ich bin nicht böse...

wieso solltes du böse sein?
"1984" würde ich nicht als Klon von "Schöne neue Welt" beschreiben
Mit Clon meinte ich nur, dass vor allem "Schöne n. Welt" als Vorbild für 1984 diente. War vielleicht etwas übertrieben ausgedrückt
Dass die Welt von "Schöne neue Welt" durchaus friedvoll ist und nicht nur negative Seiten hat hab ich mir während dem Lesen auch schon gedacht. Aber -trotz iher neg. Seiten - noch viel schöner fand ich die Welt aus "Time Machine" und zwar die der oberirdisch lebenden Menschen.
syco

Verfasst:
Di 25. Jun 2002, 12:09
von Seeker
Hier wurden einige Beiträge verschoben - wen´s interessiert, der sollte unter "Philosophie und Grenzwissenschaften - Glück oder Freiheit?" weiterlesen.
@syco23
falls Du es noch nicht gelesen hattest, hier eine Kopie meiner Antwort zu Deiner Frage:
Sorry, war ein verunglückter Satz... meinte damit mehr, daß ich es nicht negativ aufgefasst habe!
Ansonsten geht´s hier jetzt weiter mit der "Kultlektüre" ... bitte schön ...
Gruss,
Seeker

Verfasst:
Mi 26. Jun 2002, 10:50
von Binaural
Also Tolkien mit Abstand .Was aber auch schon ganz gut war ist Fear and Loathing in Las Vegas (hab das Buch gelesen vor dem Film)

Verfasst:
Do 27. Jun 2002, 12:46
von Marc Effendi
Unter Kultbücher verstehe ich ein Buch, das ich immer wieder lese und das ist bei meiner Bibliothek eine beachtliche Leistung. Wenn man das zugrunde legt, dann hab ich folgende Kultbücher:
- Frank Herbert: Der Wüstenplanet (nur der erste Band)
- Arthur C.Clarke: 2001
- F.Paul Wilson: Der Heiler
- Joe Haldeman: Der Ewige Krieg
- William Gibson: Neuromancer
- Michael Moorcock: Elric von Melnibone

Verfasst:
Do 27. Jun 2002, 14:08
von Ratte
Hallo Marc Effendi! Willkommen daheim!

Verfasst:
Do 27. Jun 2002, 18:17
von Traitor
Worum geht's eigentlich bei Neuromancer? Habe schon viel von dem Buch gehört, kann mir aber nichts darunter vorstellen.

Verfasst:
Fr 28. Jun 2002, 09:49
von Marc Effendi
@Ratte: vielen Dank. Sorry, hatte im ganzen Hochzeitsstress vergessen, mich abzumelden.....
@Traitor: das ist nicht so ganz einfach zu erklären, da der Inhalt ziemlich komplex ist. Aber ich probiers: Case ist ein Drogenjunkie, der einem Konzern zu dicht auf die Füsse getreten ist. Die haben dann als Dankeschön ein sog. Nervensplicing bei ihm angestellt, so daß er nicht mehr in die Matrix kann. Und weil das frühe sein Leben war, versucht er sich jetzt mit Drogen umzubringen. Ein anderer Typ namens Wage bietet ihm einen Job an und als Belohnung würde er operiert werden, damit er wieder ins Netz kann. Tja, der Job ist eine ziemlich heiße Kiste und Case trifft dabei auf allerlei merkwürdige Menschen und auf eine künstliche Intelligenz namens Wintermute, die im Netz lebt.