Leider, leider ist Erotik im guten Sinne eher Mangelware, sowohl in Büchern, als auch in Filmen, als auch im "echten" Leben.
Erotik ist für mich untrennbar verbunden mit einem gewissen Prickeln. Genau das lösen stumpfe Pornos sicherlich nicht aus. Die machen zwar an und sprechen bestimmte Instinkte an, aber mein Erotikzentrum, das zweifellos eher im Hirn als im Unterleib liegt, wird nicht begeistert.
Den Roman "Emanuelle" fand ich stellenweise erotisch, und zwar immer dann, wenn nicht zum 1000sten Male altbekannte Klischees bedient wurden.
Schön sind auch sich zögerlich entwickelnde oder schroffe Liebesverhältnisse, wo beide eigentlich wollen, aber nicht können oder dürfen. Das birgt erotische Spannung. Das Verhältnis Scarlett O'Hara/Rhett Butler in "Vom Winde verweht" wurde so beschrieben.
Eine hocherotische Stelle ist m. E. die Brausepulver-Szene in "Die Blechtrommel". Das fand ich sehr ansprechend.
Erotik hat viel mit Sinnlichkeit zu tun.