Mal ne kurzgeschichte

Die Faszination des geschriebenen Wortes - Romane, Stories, Gedichte und Dramatisches. Auch mit Platz für Selbstverfasstes.
Maglor
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So 1. Jun 2003, 00:47 - Beitrag #1

Mal ne kurzgeschichte

Die Suppe kocht langsam in ihrem Topf. Du stehst schweigend am Herd und lauschst den blubbernden Geräuschen. Du rührst sie herum und fischt mit dem Löffel nach einer Nudel um sie zu kosten.
Die Nudel ist ja nicht gerade al dente. Wieder mal ist ein Mahl mißlungen. Du denkst, du hättest sie gekocht. Du hast sie gewürzt, du hast eine Fertigsuppe nachgewürzt. Du hast sie zubereitet, hast das fäkalfarbene Pulver in Wasser gelöst. Nun willst du sie essen, willst aus ihr einen Teil von dir machen.
Du greifst zu den Topflappen, und mit ihnen trägst den silbrigen Topf ins Wohnzimmer. Du holst noch einen Suppenlöffel und läßt dich dann auf dem Sofa nieder. Du schaltest den Fernseher an. Es ist Acht Uhr, genau pünktlich zu den Nachrichten bist du fertig geworden. Du freust dich, dass du für ein 15-Minuten-Gericht nur eine halbe Stunde gebrauchst hast.
Du wühlst mit dem Löffel in der Suppe und findest eine Nudel. Sie heißt Sputnik, doch du hast ihren Namen längst vergessen. Beim Einkauf hast du dir wieder mal die größte Nudeltüte ausgesucht um ihren Inhalt in kleinen Mengen den unterschiedlichsten Fertigsuppen beizufügen.
Gebannt starrst du auf die grünen Bilder der Nachrichtensendung. Die Bilder wurden von Sputniks Kindern gemacht, doch du ahnst nichts von alledem und erkennst auf ihnen nichts. Vielleicht zeigt das Bild dein Auto, wie es von hoch oben erscheint, oder vielleicht wirst du gerade von diesem Satelliten beobachtet, während du ihre Bilder betrachtest. Du glaubst, du sähst die Bilder eines Krieges, aber vielleicht gibt es gar keinen Krieg. Du hast den Krieg nie gesehen. Du glaubst die Worte der Nachrichtensprecherin und kennst nicht mal ihren Namen.
Du beugst deinen Kopf zum Topf. Sie siehst nur noch die Suppe, die dich argusgleich mit hundert Augen anstarrt. Du erkennst nicht die Blicke der Suppe, du siehst nur wie sich dein Gesicht in den Fettaugen spiegelt. Du nimmst den Löffel und fischt ein paar Nudeln hervor und ißt sie genüßlich.
Der Ablauf unbekannter Bilder setzt sich fort. Tagtäglich rauschen sie an dir vorbei. Du hast die Schreckgespenster der Vergangenheit bereits vergessen. Frei bist du für den Horror der Gegenwart.
Durch deine Speiseröhre dringt eine seltsame Mischung aus Nudeln, Trockengemüse und pulverisierten Fleisch. Du ahnst nicht, dass sich gerade in dieser Suppe die gefürchteten Prionen eines kranken Rindes befinden könnten. Penibel meidest du schon seit ein paar Jahren Rindfleisch im Supermarkt. Du glaubst es zumindest. Du ahnst nichts von den ausgekochten Knochen eines Rindes, die du schlürfst. Längst ist deine Diät zur Gewohnheit geworden. Du weißt nicht, warum du es tust. Hast du die wegen dem Rinderwahn oder der Maul-und-Klauen-Seuche begonnen? Du fürchtest das Hornvieh, obwohl du es nicht kennst. Du fürchtest vieles, doch nicht diese Suppe.
Vor dir auf dem Schirm rekeln sich verhungernde Kinder. Du ahnst, dass sie sich wohl nach einer Suppe deiner die Augen reiben, aber du löffelst weiter als wäre nichts geschehen. Die Maz bricht ab. Du kennst nicht das Land der Hungernden. War es Afrika, der Irak oder das Takka-Tukka-Land? Du hast es vergessen, wie so vieles. Du hast vergessen, was gestern geschah, was du gestern getan hast. Du schaust in den Topf. An seiner Wand hat sich eine graue, trocken liegende Schicht gebildet, denn du hast schon ein ganzes Teil von ihr gelöffelt. Du hast aus ihr ein Teil von dir gemacht. Du weißt, was diese Suppe gestern getan hat. Sie spiegelte sich in der Dunkelheit an der metallenen Innenseite ihrer Tüte. Du hast die Tüte noch während des Kochens zum Abfall geworfen. Du sahst ihre blendende Innenseite nicht, du sahst nur das Bild der Suppe auf der leeren Hülle. Du ißt die Suppe. Sie kann nicht vergessen, sie wird gegessen. Du verschlingst ihre Erinnerung an das Gestrige und mit ihr das Gestern. Du leerst den Topf und leerst deinen Kopf.
Im Fernsehen siehst du die Mächtigen, wie sie sich alle versammeln, die Herrscher von Europa. Du kennst wenige beim Namen und keiner kennt dich. Du senkst dein Haupt und schaust auf die Suppe. Sie kennt dich. Sie reden von der Einfuhr von transgenen Gewächsen. Ohne es zu Wissen, kostet du das veredelte pflanzlichen Eiweiß einer Sojabohne, die deine Suppe angedickt hat. Du ahnst nichts von dem, was für diese Suppe getan wurde, wie die großen Staatsmänner über ihre Inhaltsstoffe berieten, wie hunderte von Menschen an ihrer Erschaffung arbeiteten. Du glaubst du hast sie geschaffen, du hast ihr kochendes Wasser gegeben. Letztlich bist auch du nur ihr Diener. Es ist deine selbst gewählte Aufgabe, sie dir einzuverleiben.
Du hast schon längst vergessen, was letztes Jahr geschah. Wie die Feinde der Gene ein Feld zerstörten. Die Suppe weiß es, sie ist ein Spiegel des letzten Jahres. In ihr ruht die Ernte eines Jahres um verschlungen zu werden. Vielleicht hast du dich gefreut über die aufgebrachten Leute, hast ihnen zugestimmt, während du hier auf dem Sofa saßt und die geächtete Ernte gegessen hast, ohne es auch nur zu ahnen.
Die Bilder eines Tages rauschen an dir vorbei. Du vergißt vieles. In der Suppe setzen die Schallwellen der Nachrichtensprecherin ein mikroskopisches Schauspiel in Gang, das dir wie so vieles verborgen bleibt. Ewig konserviert die Suppe in ihren winzigen Schwingungen die Laute der Kriege und Konferenzen. Sie könnten ewig als Wellen durch die Suppe gleiten, wenn du sie nicht essen würdest. Du konsumierst die Nachrichten, machst aus ihnen ein Teil von dir. Du machst sie nichtig, indem du sie vernichtest. Dann sind sie Nichts wie du.
Langsam zehrt dein Magen an der nun lautlosen Suppe. Die Bausteine einer Suppe lagern sich in dir ein. Sie wird ein Teil von dir.
Die Nachrichten enden mit einem Wetterbericht. Du hast die Suppe gegessen. Du beschließt ohne es zu wissen selbst zur Suppe zu werden. Du gehst ins Bad, ziehst dich aus und läßt Wasser in die Wanne. Der Tag soll in einem Bad enden. Deine Haut weicht auf. Milliarden kleiner Hautschuppen trüben das Wasser. Langsam löst du dich im Wasser auf. Noch ehe du ernsthaft zu schwinden beginnst verläßt du wie immer mit verschrumpelten Fingern die Wanne. Deine Suppe läßt du frei. Langsam bahnt sie sich ihren Weg durch die Kanäle und findet in der Kläranlage ihre Töpfe. Etwas, was vorher ein Teil von dir gewesen war, wird dort als Klärschlamm absinken. Du aber weißt nichts von deinem langen Weg und beginnst dich abzutrocknen wie jedes mal, obwohl du nicht mehr der selbe bist. Langsam wirst du zur Suppe.
Der Klärschlamm wird auf die Felder getragen. Der reifende Hartweizen zieht ihn herauf in die Körner und die Hartweizennudeln finden sich in den Suppen der Massen wieder. Du wirst zur Suppe, begehrt und gegessen. In der Suppenküche der Bahnhofsmission wirst du kochen, obwohl du dort nie landen wolltest. Eine junge Nonne spricht ihr Gebet bevor sie die Suppenkelle in dich taucht:
„Du bist für uns alle gestorben.“

GTEAC
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Mo 9. Jun 2003, 16:19 - Beitrag #2

geniale geschichte, du solltest sie verfilmen lassen!:s1:

Seeker
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Mo 9. Jun 2003, 20:33 - Beitrag #3

Hm ... interessant. Aber eines versteh ich nicht: "Du bist für uns alle gestorben"?
Wohl doch nur sinnbildlich ...
Die ganze Geschichte erinnert mich an den SF-Roman "Hellstroems Brut" (die Geschichte mit "wir essen andere Menschen". Dort werden Tote oder zu alte Menschen in einer Art Nährschlamm aufgeschlossen und dem Essen aller anderen zugefügt - so bleibt alles im System und selbst der tote Körper hat etwas zum Kollektiv dazugetan.)

Was willst Du mit der Geschichte sagen? Daß wir alle vergeßlich sind und nicht auf die kleinen, großen Zusammenhänge achten? Könntest Du noch ein paar Worte zu Deiner Geschichte sagen, Maglor?

Gruss,
Seeker

Maglor
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So 15. Jun 2003, 20:54 - Beitrag #4

Original geschrieben von Seeker
Was willst Du mit der Geschichte sagen? Daß wir alle vergeßlich sind und nicht auf die kleinen, großen Zusammenhänge achten? Könntest Du noch ein paar Worte zu Deiner Geschichte sagen, Maglor?

Das alles hat nichts mit dem SciFI-BUch zu tun, kenn ich ja gar nicht. Ich habe einfach nur die Realität beschrieben, es passiert jeden Tag. Menschen essen Suppen, Menschen verrotten, Menschen lösen sich auf, vergessen...
Naja irgendiwe ist eine Kritik an der Schnelllbigkeit der Regenbogenpresse, ihre Leser und den Politiker, die von ihnen gewählt werden wollen.
Das am Ende soll nur noch ein kleiner Seitenhieb an die Christen sein:shy:
Wir danken dir Herr Jesus Christ, dass du für uns gestorben bist.:sad: Die Hauptfigur sitzt, sieht fernsehn und futtert ohne es zu Wissen tritt sie Nachfolge Jesu an. Intention könnte auch sein, dass wir alle Götter sind oder so.
Naja eigentlich geht es darum ein materialistisches Weltbild und Menschenbild zu verbreiten.
MfG Maglor

Seeker
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Mo 30. Jun 2003, 13:28 - Beitrag #5

Find ich interessant, Deine Erläuterungen. Nur das mit Jesus will mir nicht einleuchten. Auf mich wirkt dieser letzte Satz als Zusatz von nem anderem Text. Aber das ist nur mein persönlicher Geschmack.
Hast Du noch mehr Texte?

Gruss,
Seeker

Maglor
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So 5. Okt 2003, 03:16 - Beitrag #6

Original geschrieben von Seeker
Nur das mit Jesus will mir nicht einleuchten. Auf mich wirkt dieser letzte Satz als Zusatz von nem anderem Text. Aber das ist nur mein persönlicher Geschmack.

Ich glaube das ist nicht nur dein Geschmack. Der letzte Satz hat die meisten gestört die das gelesen haben.
Vielleicht liegt es daran, dass er allem was zuvor geschrieben wurde, gnadenlos wiederspricht.
MfG Maglor

DarkMousy
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So 5. Okt 2003, 14:01 - Beitrag #7

Also...

... ich finde die Geschichte toll. Sie gefällt mir. Den Menschen als Suppe zu betrachten, also etwas, was fließt, das deckt sich auch mit der platonischen Existenzphilosophie. Das Bild ist schön. Ich finde den letzten Satz keineswegs irritierend, er ist wahr. Ich bin kein Christ, so ist das nicht, aber ich empfinde den Satz im Zusammenhang der Geschichte als wahr.

Mir gefällt die Geschichte.

Mousy Dark

Maglor
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So 5. Okt 2003, 14:27 - Beitrag #8

Drakmousy, findest du das letzte Satz kein Stilbruch ist? (Das er zur Geschichte gehört ist klar)
Könntest du dir das Ganze und das Ende vorstellen?
Schön das du das ganze gelesen hast.
MfG Maglor
P.S. kann mich bei Gelegenheit irgendwer über platonische Existenzphilosophie aufklären (hat das was mit der Ideenlehre zutun?)

DarkMousy
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So 5. Okt 2003, 20:10 - Beitrag #9

Also, also, also...

... der Reihe nach.

Für mich ist das Ende kein Stilbruch, sondern eine gute Weiterleitung des in der Geschichte vorkommenden Motivs vom fließenden, unreinen Fluss. Unrein meint hier von der Gesellschaft geformt und verschmutzt. Der Mensch wird von Dingen involviert, die er fürchtet, wenn sie anders auftauchen, als in einer scheinbaren, harmlosen Form. Jesus hat den Menschen seiner Zeit auch Angst gemacht, er war ein Rebell.

Die Geschichte ohne das Ende?? Nee, nicht wirklich. Es ist eine Art Auflösung - sagen wir eher Beruhigung. Auflösung oder Erlösung erfährt der Leser nur indirekt.


Zu der Platonischen Philosophie:

Existenzphilosophie:
Die E. beschreibt eine Welt über die wir nur ungefähre oder unvollkommene Kenntnis erlangen in Zuhilfenahme unser 5 unvollkommenen Sinne. In der Sinnwelt fließt alles und nichts hat Bestand. In der Sinnwelt ist NICHTS, es gibt nur viele Dinge, die entstehen und vergehen.

Essenzielphilosophie:
Es gibt auf der anderen Seite die Ideenwelt, über welche wir durch Verstand sicheres Wissen erlangen können. Es ist unmöglich die Ideenwelt mit den Sinnen zu erkennen. Die Ideen (oder Formen) sind ewig und unveränderlich.

Wer noch mehr wissen will, ich hab da noch das Platonische Höhlengleichnis und mir kommt es so vor, als sei die Person in der Geschichte einer der Personen aus der Höhle.

Mousy Dark

Maglor
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So 5. Okt 2003, 20:29 - Beitrag #10

Jetzt wo du es sagst, wird's mir auch klar.
Sprich die unvollkommenen Sinne und die unvollkommene Nachrichtensendungen schwirren vor ihm vorbei wie die Schatten im Höhlengleichnis.
Schlußstrich wäre dann, das die höchste Idee, die der Suppe ist, denn sie scheint ja in der Geschichte als einzig ewig.
(War übrigens gar nicht geplant, ich bin mir noch mal sicher, ob ich das Höhlengleichnis überhaupt schon kannte, als ich das ganze schrieb)
MfG Maglor

DarkMousy
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So 5. Okt 2003, 20:37 - Beitrag #11

Hm... nicht ganz!

Ich meinte eigentlich eher NUR die Existenzphilosophie und die Sinnwelt. Der Mensch fließt. Die Suppe fließt. Der Klärschlamm fließt. Das Korn fließt. Die BSE-Rinder fließen. Nichts ist etwas, aber alles entsteht und vergeht. Nun sind die Dinge aber auch noch alle verbunden und das finde ich faszienierend.

Oben beschrieb ich die Essenzielphilosophie nur der Vollständigkeit halber noch dazu.

Mousy Dark

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So 5. Okt 2003, 21:22 - Beitrag #12

Beruht das mit dem ewigen Fließen auf Heraklit?
"Man kann nicht zweimal durch den gleichen Fluß schreiten"
Er definiert glaub das Leben als ein ruhelosen Fließen und behauptet alle Dinge würde sich ständig verändern. Heraklit gehört ja mein ich auch zur Gruppe der Vorsokratiker oder so was.
MfG Maglor

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So 5. Okt 2003, 21:42 - Beitrag #13

Öhm...

Heraklit kenne ich nun wieder nicht so gut, als dass ich etwas über seine Theorien sagen möchte, aber das mit dem ewigen Fluss trifft auf deine Geschichte zu.
In der indianischen Religion gibt es eine ähnliche Vorstellung:
Alles hat eine ewige Seele und wenn es stirbt, wird die Seele in etwas anderem wiedergeboren.
Bei dir geht die Seele ihren Weg, bis sie im letzten Satz zu Gott findet, vielleicht sogar zur Erkenntnis. Der Leser findet in deiner Geschichte sicher auch Erkenntnis über sein eigenes trostloses Schattendasein - unaufgeklärtes Dasein eben. In deiner Geschichte findet der Mensch durch Gott Wahrheit, oder? Oder geht es doch um den Selbstzerstörungswahn der Menschen?

Mousy Dark

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So 5. Okt 2003, 21:51 - Beitrag #14

Ups :shy:
Eigentlich spielt in der Geschichte Gott gar keine Rolle.
Der Fluß hier, ist eigentlich inspiriert von so einer abgefahreren BSE-Theorie. Achtung jetzt spricht der Bauer:
Ein von falsch gefalteten Prionen infizierten Tier lebt in einem Stahl. Es futtert so alles in sich rein und die Jauche und Gülle sammelt sich im entsprechenen Kammern. Die wird dann absaugt und mit dem Güllefaß auf die Felder gebracht. Die Prionen werden von den Pflanzen des Ackers aufgesogen und finden sich wieder im tiermehlfreien Rinderfutter und auf den Tellern derVeggetarier. :boah: (Das wurde während der Prionenhaßwoche ernsthaft vorgelegt)
Die Person in der Geschichte findet ja keine richtige Erfüllung durch Gott. Er mag Suppe, er wird Suppe. Es geschieht jeden Tag!
MfG Maglor

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So 5. Okt 2003, 22:01 - Beitrag #15

Ok, danke...

... ich glaube, es ist wirklich die Flussidee, also die Sinnweltansicht von Platon am besten anwendbar. NICHTS ist wirklich: alles entsteht und vergeht. Findest du nicht auch?

Kleine Frage: Was sind Prionen??

Mousy Dark

Maglor
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So 5. Okt 2003, 22:17 - Beitrag #16

Ja, das mit der Flußidee stimmt schon irgendwie.
Prionen sind Krankheitserreger ohne DNS. Es handelt sich hierbei um Proteine. Das Prion kann sich vermehren indem andere gesunde Proteine umfaltet und sich somit dupliziert. Bekannteste Krankheit ist wohl das Kreuzfeld-Jakob-Syndrom. Hier zerstören die Prionen irgendwie die Gehirnmasse und breiten sich wie oben beschrieben im Nervengewebe aus.
MfG Maglor

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So 5. Okt 2003, 22:28 - Beitrag #17

Danke für die Info...

... aber du, morgen mehr, meine Gehirnmasse macht nämlich nicht mehr wirklich mit gerade. Vielleicht fällt mir im Traum noch etwas dazu ein.

*müde gähn*

Mousy Dark

P.S. Geniale Geschichte.
:s11:


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