Ein eher unbekanntes Werk dieses Genies ist "The Meaning of Liff" beziehungsweise "The Deeper Meaning of Liff", die erweiterte Fassung. Nein, Liff statt Life ist kein Schreibfehler. Denn Liff ist "A common object or experience for which no word yet exists." Und genau darum geht es in dem Buch - es ist ein komplettes Wörterbuch, in dem der Autor neue Wörter für allseits bekannte Alltagserlebnisse erfindet, und das mit unvergleichlichem Humor und Wortwitz. Dabei stammen die Wörter allesamt von real existierenden Ortsnamen.
Beim Lesen kann man häufig kaum an sich halten vor Lachen, ich hatte es im Spanien-Urlaub dabei und jede zweite Definition wurde laut verlesen und alle dachten sich sofort "Das stimmt, kenne ich genau so." Genial ist auch das ganze Drumherum des Buches, von der besten Vorwortsammlung aller Zeiten über unglaublich wirre Weltkarten, den ersten lesenswerten Index der Geschichte und den Appendix (in ganz großen Anführungszeichen) wurde jeder denkbare Teil des Buches auf Humor getrimmt.
Ich neige inzwischen sogar dazu, dieses Buch noch vor dem Anhalter als Adams' Meisterwerk einzuordnen. Interessant ist übrigens auch seine Entstehungsgeschichte: Adams war mit Freunden auf Urlaub in Griechenland und saß jeden Abend besoffen in einer Kneipe, wo sie "Reise nach Jerusalem" und ähnliches spielten. Als sie irgendwnan so betrunken waren, dass sie sich nicht mehr bewegen wollten, fiel ihm ein, in der Grundschule mal ein Spiel gespielt zu haben, bei dem man Ortsnamen Bedeutungen zuordnen musste. Das wurde dann zwei Wochen lang gemacht, die besten Wörter aufgeschrieben. Daraufhin flogen Adams und Co-Autor Lloyd zu einem Anschlussurlaub nach Malibu und schrieben das Buch fertig.

The Deeper Meaning of Liff bei Amazon
Es gibt auch eine deutsche Version, aber ich denke mal, der Wortwitz wird dort höchstens halb so gut rüberkommen.