Eigene Texte?

Die Faszination des geschriebenen Wortes - Romane, Stories, Gedichte und Dramatisches. Auch mit Platz für Selbstverfasstes.
Elfhelm
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Mo 6. Aug 2001, 00:13 - Beitrag #1

Eigene Texte?

Hergestellt Dank Padreic.


Mechwyn

Eigene Texte?
Frage an den Moderator:

Ist es hier erwünscht auch eigene Textproben zur Begutachtung zu posten?....


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Padreic

Ja, natürlich. Gehörst du auch zu den Leuten, die solche schreiben? Ich wäre da nämlich schon gespannt.

Padreic


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Mechwyn

Also gut:...hier eine Probe aus meinem Roman....

Erster Teil

Aus dem 3. Kapitel:

Die Sonne stand schon bedenklich tief im Westen und noch immer säumte ein dichter, urtümlicher Wald beide Seiten des Flusses. Das ganze Land schien leergefegt von jedem Anzeichen menschlicher Anwesenheit. Ganz so als hätte es nie eine Rasse gegeben, die die Erde mit ihren Nachkommen überwuchert hatte. Krankhaft permanent bis in den letzten Winkel dieses Planeten hatte man die Gegenwart der Menschheit gespürt. Und nun? Nichts außer Bäume, Sträucher, Gräser und Felsen, die unangetastet alles beherrschten. Seit dem sie diese Grenze überschritten hatten, war die Veränderung wie ein Schatten über sie gefallen und selbst der gezähmte, alte Fluß verwandelte sich in etwas Wildes, Fremdes.
Maulwurf riß das Ruder herum. Einen Moment später hörte man das unsanfte Knirschen von Holzplanken, die über Sand scheuerten, dann ein heftiger Ruck, der sie beinahe von den Sitzen schleuderte. Sie hingen fest. Ogren stöhnte und hielt sich den Arm. Offensichtlich war er irgendwo dagegen gestoßen.
"Tut mir leid!" Maulwurf griff nach dem Paddel vor ihm. Keiner antwortete ihm, aber das hatten sie die beiden anderen Male zuvor auch schon nicht mehr getan. Mißmutig und stumm ertrugen sie sein Ungeschick. Beinahe wäre er wütend geworden, aber sie waren alle müde und verwirrt, da wurde so manche Unfreundlichkeit verständlich. Er seufzte. Immer häufiger schienen die Sandbänke und Untiefen scheinbar aus dem Nichts vor dem Bug aufzutauchen. Es wurde immer schwerer nicht auf Grund zu laufen. Hoffentlich stieß er nicht irgendwann auf etwas Härteres. Unter der Wasseroberfläche verborgene Felsen oder Baumstämme. Ein Leck konnten sie hier draußen wirklich nicht gebrauchen. Gurgelnd verschluckte der Sand einen großen Teil des Paddels. Maulwurf ächzte angestrengt. Noch ein wenig und sie waren wieder frei. Ein dumpfes Schmatzen und die Untiefe entließ sie ins offene Wasser. "Regenbogen?"
Sie drehte sich langsam zu ihm um und strich sich eine dunkle, feuchte Haarsträhne aus der Stirn. Es war beinahe unerträglich heiß geworden. "Was ist?"
"Bitte! Gib mir Bescheid, wenn du etwas im Wasser siehst. Ich möchte kein Loch im Boot."
Ihre Augen wurden schmal und sie fixierte Maulwurf mit einem finsteren Blick. "Jetzt ist es vielleicht schon meine Schuld oder wie?"
"Nein!" Er atmete mühsam durch. "Natürlich nicht. Hilf mir einfach! OK?"
Sie zögerte eine Weile, scheinbar überlegend wie er das gemeint hatte, dann nickte sie und drehte sich wieder zur Fahrtrichtung um.
Die Bergrücken im Westen und Osten schlichen bedächtig langsam an ihnen vorbei und wurden, obwohl sie um einiges niederer schienen als vor der Grenze, zusehends schroffer und steiler. Klippen wie große Quader oder riesenhafte Zylinder türmten sich einzeln nahe an den Ufern oder angelehnt an den sanfteren Berghängen wie Auswüchse, die beinahe unpassend an Ort und Stelle wirkten. Zerfurcht, hellbraun, kupferfärbig bis hin zu einem sanften Weiß strahlten die Felswände im Licht des späten Tages. Selbst das Grün der Bäume auf ihren fast waagrechten Oberkanten glänzte mit einem warmen Farbton gegen den beinahe dunkelblauen Himmel. Vögelschwärme kreisten im warmen Aufwind der Felswände. Wie Mückenschwärme schienen sie aus dieser Entfernung.
Ein Schmerz an seiner rechten Wange. Wütend schlug er mit der flachen Hand so heftig darauf, daß es laut klatschte. Mücken! Obwohl es, seit dem der Wind vor etwa einer halben Stunde stetig zugenommen hatte, besser geworden war, schienen diese kleinen Plagegeister allgegenwärtig wie ein nicht mehr abzuwehrender Fluch. Mit ihren andauernden Attacken strapazierten sie die bereits ohnehin bis aufs Äußerste angespannten Nerven noch um ein Vielfaches.
Der nächste Bogen, den der Fluß beschrieb, brachte sie aus dem bläulich wirkenden Schatten, der seitlich neben ihnen aufragenden Felswand. Das grelle Licht der Sonne vertrieb die meisten Insekten. Erleichterung verspürend sank Maulwurf etwas in sich zusammen. Kurz blickte er auf seinen von kleinen roten geschwollenen Punkten übersäten Unterarm. Orangebraun wirkte er eine Weile, dann zog ein unerwarteter Schatten darüber und tauchte alles in ein fahles Graublau. Maulwurf hob den Kopf und blickte in den Himmel. Wie eine dunkle Decke schoben sich die ersten Ausläufer einer dichten Wolkenbank über den Himmel. Rasch von Nordwesten kommend. Schmale dunstige Finger krallte sich in das Tiefblau darüber.
"Wir bekommen Regen." Niemand erwiderte etwas. Die einzige Antwort war ein noch fernes Donnergrollen , das bedrohlich über die Bergrücken westlich von ihnen kroch.

Es dauerte nicht lange und die ersten Tropfen klatschten, schräg einfallend durch den immer stärker werdenden Wind, auf die Planken des Bootes. Dunkle, beinahe violett wirkende Wolken drängten sich nun am Himmel über ihnen und nichts war von dem freundlichen Blau des Tages geblieben.
"Wir sollten ans Ufer fahren." Maulwurf deutete nach Osten zu einer Klippe, die aus einem Berghang wie ein mächtiger Zylinder geformt, etwas in den Fluß ragte. An ihrem Fuß klaffte ein horizontaler Spalt, der wohl durch zahlreiche Hochwasser aus dem Gestein gespült wurden war. Jetzt lag der Wasserspiegel jedoch so tief, das die Öffnung auch einen Boden bildete. Dort sollten sie von dem Unwetter etwas geschützt sein. "Sieht gut aus, oder?"
"Ja. Fahr dort hin." Regenbogen richtete sich etwas auf. Wie eine dunkle Fahne flackerte ihr Haar im Sturm und sie schien die Abkühlung zu genießen. Ogren kauerte sich dagegen noch mehr in sich zusammen und hielt sich noch immer den Arm. Scheinbar nahm er von den Dingen die um ihn herum passierten immer weniger war. Die letzte Kollision hatte seinem Arm nicht gut getan. Maulwurf drehte das Steuer herum und lenkte das Boot auf die Klippe zu.

Nervös züngelnd leckten die kleinen Flammen über das dunkelbraun, grün und grau gefleckte Holz und färbten es bei der ersten Berührung schwarz. Rauch stieg hellgrau von Feuchtigkeit gesättigt in die Höhe, ballte sich Polstergleich zusammen als es gegen die Felsendecke stieß, bis er schließlich dem kalten Hindernis entlang glitt und seitlich an der höchsten Stelle der Spalte über einen Rand nach außen ins Freie entkam.
Es war mühsam gewesen das kleine Lagerfeuer in Gang zu bringen, aber schließlich hatten sie es mit viel Geduld doch geschafft, das feuchte Schwemmholz eines vom Wasser angespülten Baumes anzuzünden. So wie das Holz verwittert war, mochte er schon seit Jahren dort zwischen den herabgefallenen Felsbrocken halb im Wasser verkeilt gelegen haben.
Regenbogen saß etwas weiter rechts von Maulwurf und hatte sich eine Decke um die Schultern gelegt. Neben ihr lag zusammengekrümmt und in einen der Schlafsäcke gewickelt Ogren. Schweiß stand wie ein dichter Film auf seiner Stirn, dennoch zitterte er heftig in der kühlen Luft.
Regen prasselte unaufhörlich auf den aufgewühlten Fluß, der undeutlich hinter dem Vorhang aus über die Außenkante des Spaltes herab rinnendem Wasser, zu sehen war. Wie in einem riesigen, geöffneten Maul lagerten die drei Freunde um das winzige Feuer.
Nach einer Weile stand Maulwurf auf und ging zu dem Boot, das sie zu zweit mühevoll unter den Vorsprung gezerrt hatten. Er kramte einige Zeit in ihren Rucksäcken, dann kehrte er mit einem kleinen Topf und einigen Konservendosen an seinen Platz zurück. Sie hatten seit dem Frühstück nichts mehr gegessen und nun war es bereits beinahe Abend. Für heute war ihre Reise zu Ende und bis morgen sollten sie sich etwas erholt haben. Ogren ging es immer schlechter und da sie bereits den dritten Kanister Treibstoff fast aufgebraucht hatten, stand für morgen eine Entscheidung an. Jetzt wurde es allerdings Zeit für ein wenig Ruhe.
"Wie geht es ihm?" Maulwurf sah Regenbogen an und hob dabei fragend die Augenbrauen.
"Das siehst du doch selbst. Er hat Fieber. Sicher... und..." Sie atmete müde einmal tief durch, dann drehte sie sich wieder von Maulwurf weg und blickte schweigend in den Regen. Sie hatte offensichtlich genug von seiner scheinheiligen Anteilnahme und außerdem war sie erschöpft und wenn sie sich nicht krampfhaft beherrschen würde... Hysterie leckte an ihrer Außenhülle und fraß sich immer weiter in ihr Innerstes vor. Je länger dieser Zustand des Ungewissen noch andauerte, desto stärker wurde der Angriff. Wenn es wenigstens klar wäre, das sie drei alleine waren, dann könnte sie vielleicht damit leben. Jetzt aber erwartete sie hinter jeder Flußbiegung sehnlichst ein Ende dieser Irrfahrt. Es kam nur nicht und bald mußten sie aufgeben alleine um Ogrens Willen. Wenn sie ihm nicht die Gelegenheit geben würden, sich wieder zu erholen...
"Morgen fahren wir noch den Tank leer... Wenn wir dann noch nichts anderes gefunden haben, lassen wir uns zurücktreiben. Ich denke nicht das wir es zu Fuß lange durch diese Wildnis schaffen würden. Ogren gehört in ein Bett und versorgt. Irgendwie zumindest. Bis es ihm wieder..."
"Ist schon klar Maulwurf. Wir drehen morgen um." Auf eine seltsame Weise bitter klangen ihre Worte und wurden gleich darauf von dem Prasseln des Regens verschluckt. Sie hatte ihn gar nicht erst angesehen. Unentwegt wanderte ihr Blick durch die allmählich bläulich, dunkel werdende Umgebung. Hinter den Wolken brach die Nacht herein.
"Regenbogen?" Ein heller Blitz krümmte sich plötzlich über den kleinen, länglichen von Maulwurfs Sitzplatz einsehbaren Fleck Himmel, dann gleich danach erbrach sich der Donner brüllend über das Tal, hallte mehrmals wider und verklang.
Sie drehte sich zu ihm und blickte ihn mit einem merkwürdigen Ausdruck in den Augen an, sagte jedoch nichts.
"...irgendwie wird sich etwas ergeben. Wenn Ogren wieder gesund ist, werden wir es in einer anderen Richtung probieren. Wer weiß, was sich alles bis dahin tut. Vielleicht werden wir auch ganz einfach gefunden." Maulwurf versuchte zu lächeln, es gelang nicht wirklich und er blickte verlegen zu Boden. Leere Worte, Floskeln halfen niemanden.
Sie nickte undeutlich, dann sah sie wieder nach draußen. Maulwurf griff nach den beiseite gelegten Dosen und begann wieder damit etwas zu Essen zu machen. Sich mit praktischen Dinge auseinanderzusetzen war einfacher als dieser Beziehungswirrwarr.


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Padreic

@Mechwyn
Du gebrauchst m. E. die Sprache sehr gut, aber es wirkt fast etwas langatmig. Das könnte aber auch daran liegen, dass man die Hintergründe nicht kennt. Die Vorgeschichte würde mich schon interessieren. Und hast du den Roman schon veröffentlicht?

Padreic


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Mechwyn

@Padreic...

Langatmig?...Ja, ist wahrscheinlich ist meine Geschichte Stellenweise etwas zu ausführlich in den Beschreibungen, aber ich mag es Landschaften, Stimmungen sehr detailiert darzustellen...der Ausschnitt ist auch eine Vorbereitung zu einer spannenden Stelle...vieleicht werde ich das noch dazuhängen um ein besseres Bild davon zu vermitteln...
Der Ausschnitt ist ja auch nur ein kleiner Teil eines von fünfzehn Kapiteln des ersten Teils...den 2.Teil hab ich auch schon angefangen. Ist wirklich eine etwas umfangreichere Geschichte geworden...meine braven Testleser müssen sich durch bereits etwa 400 Seiten durchkämpfen...

...Tja, die Vorgeschichte...ich bin mir nie sicher wieviel ich von meiner Idee erzählen soll...immerhin arbeite ich seit mehreren Jahren daran und ich würde krank werden vor Zorn, wenn ich meine Zeilen irgendwo unter einem anderen Namen wiederfinden sollte..

Soviel will ich verraten:

Ein junger Mann erwacht in einer Stadt und findet sie verlassen vor. Seine Erinnerungen sind dürftig und nur seine Ahnungen verleiten ihn in einen bestimmten Weg einzuschlagen um mehr von seinen Erinnerungen wachzurufen.
Die verlassen Stadt erscheint obendrein so aus als hätten ihre Bewohner sie sehr plötzlich verlassen. Alles sieht so aus als wäre es gerade eben noch benutzt worden.....


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FlowerCat

Mechwyn
Nach den ersten 3 Sätzen sollte der Leser gefesselt sein und das war ich
Die Art, wie Du die Umgebung, Stimmung schilderst ist wirklich sehr gut! So gut, das mir gleich die Bilder vor Augen schwebten...

Ich schreibe keinen Roman, nur kleine Geschichten über die "Katzengang". Da ich nun lese, das DU schon einige Jahre daran arbeitest und 400 Seiten geschafft hast, motiviert mich das, auch mal wieder weiter zu machen. (Lag bei mir einige Zeit brach...aus diversen Gründen).
Ich kann auch ein wenig nachvollziehen, wieviel Arbeit das macht und selbstverständlich ist das geistiges Eigentum!

Wäre schön, wenn ich ab und zu noch was davon zu lesen bekäme und sage mir bescheid, wenn du es veröffentlichen wirst!

Gruß
Elfhelm

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Mo 6. Aug 2001, 00:14 - Beitrag #2

Mechwyn

Ein wenig werde ich noch fortsetzen....um meine andere Handlungsbeschreibung darzustellen...(Situationen, Landschaften und, wie ich hoffe; Spannung)

Fortsetzung:

Etwas später lag Maulwurf in seinen Schlafsack gehüllt nahe am leise knisternden Feuer und fröstelte leicht. Die Dunkelheit hatte sich rasch dem Land bemächtigt und nichts mehr war von der Hitze des Tages geblieben. Jetzt erst merkte man, daß der Sommer noch gar nicht begonnen hatte. Sobald die Schatten kamen und das Licht verschwand, kehrte die Kühle zurück und biß in jede unbedeckte, bloße Haut.
Das anhaltende Rauschen des Regens war zu einem lockeren Plätschern herabgesunken und allmählich lösten die Wolken ihre Umklammerung um die Berge. Stille kehrte ein und nur selten hörte man wie ein Lufthauch die Blätter der nahen Bäume zum Zittern brachte. Maulwurf drehte sich auf den Rücken und blickte auf die steinerne Decke über ihm. Wie so oft in letzter Zeit sah er auch hier die rötlichen Flecken des Feuerscheins über die unebene Fläche wirbeln. Seltsam, jetzt empfand er das schon als beinahe bedrückend. Vor diesem Erwachen hatte er es gerne gemocht, nun wurde es langsam zu einem Sinnbild ihrer Lage. Dennoch mußte er sich eingestehen, gefiel ihm dieses Schauspiel. Helle, leuchtende Muster die über die nahezu perfekt rechteckigen Grate der Felsendecke flackerten. Nahezu? Nein, ganz sicher perfekt. Etwa eine Handspanne breit, schnurgerade und exakt rechtwinklig verzweigt. Sein Herz schlug ihm mit einem Male bis zum Hals. Das was ihm jetzt durch den Kopf ging war so unglaublich, daß ihm ganz schwindlig wurde. Unvermittelt setzte er sich auf und starrte weiter nach oben. Nach einer Weile stand er auf und humpelte zu dem Boot und kam dann mit einer Taschenlampe in der Hand zurück.
„Was ist?“ Regenbogen setzte sich auf und rieb sich die Augen. Offenbar war sie kurz vor dem Einschlafen gewesen.
Maulwurf leuchtete nach oben und grinste dabei. „Ich glaube, ich hab etwas entdeckt.“
Regenbogens Blick folgte dem Lichtkegel der Lampe, der langsam die Decke entlang wanderte, bis er zu einem dunklen Fleck etwas weiter entfernt über ihnen kam. „Ein Loch im Felsen. Gut. Und?“
„Nein. Die Öffnung meinte ich gar nicht.“ Maulwurf ging ein paar Schritte auf das Angesprochene zu und überlegte kurz. „Die hab ich noch gar nicht gesehen... Nein, schau einmal. Kommen dir diese Grate nicht merkwürdig vor?“
„Wie ein... ein Plan eines Hauses. Nur größer. Müssen Reste von Wänden sein.“ Beide blickten Ogren überrascht an. Er hatte sich mühsam aufgerichtet. Seine fiebrigen Augen glänzten im Schein des Feuers wild und dennoch lächelte er.
„Ja, genau! Das Muster zieht sich über den ganzen Felsen! Wir stehen in einem Gebäude!“ Maulwurf breitete die Arme aus und deutete vielsagend nach oben.
„Ihr seid ja verrückt! Wegen so einem Hirngespinst weckt ihr mich wieder auf?“ Sie zog den Schlafsack bis zu ihren Schultern hoch und kauerte sich wieder in die Felsnische nahe am Feuer.
Einige Augenblicke wartete Maulwurf ungläubig. Es war doch so offensichtlich. Er sah Ogren an, der sich gerade mit wackeligen Knie erhob. Langsam ging er auf Maulwurf zu, packte dann mit seiner gesunden Hand Maulwurfs Schulter um sich zu halten und blickte in die finstere, etwa eineinhalb Meter breiten Öffnung über ihnen. Maulwurf hob die Lampe etwas an und leuchtete in die Dunkelheit. Auf eine feucht glitzernde Fläche, glatt und metallisch traf der Lichtkegel als erster. Feine Muster schienen sich an einer Stelle wie ein dünner Streifen quer durch das Sichtbare zu ziehen. Maulwurf führte den Schein der Lampe dieser undeutlichen Spur entlang und nach etwa einem Meter enthüllte sich eine exakte Kante, die den Übergang zu einer Seitenwand bildete.
„Da ist ein Raum dort oben!“ Maulwurfs Stimme glitt ab zu einem Flüstern und mit einem Mal war ihm gar nicht mehr wohl in seiner Haut. Seltsam verschlungene Gegenstände schälten sich aus dem Dunklen und lagen wie willkürlich angeordnet nahe der Kante und nur teilweise im Sichtbaren. Erde, Sand und anderer Unrat schienen in die Öffnung gespült worden zu sein, denn man konnte Häufen davon am Rand erkennen.
„Da!“ Maulwurf zeigte mit seiner Rechten auf einen Gegenstand der undeutlich im Hintergrund aus dem Finsteren ragte. „Sieht aus wie ein Stuhl oder soetwas. Bißchen schmal, aber...“
„Ein bißchen sehr schmal. Vielleicht für ein Kind.“ Ogren streckte abschätzend die Unterlippe vor, dann wischte er sich nervös mit dem Ärmel über die Stirn. Er schwankte ein wenig, während er Maulwurf los ließ.
Regenbogen drehte sich um, erhob sich und kam mit großen Augen näher. Stumm starrte sie nach oben.
Maulwurf fuhr sich wie nebenbei mit der Hand über den Mund, während er wie gebannt dem Lichtschein der Lampe folgte. Eine Weile zögerte er. „Es sieht nicht gerade einladend aus.“
Regenbogen riß sich von dem Anblick los und blickte ihn entgeistert an. „Du willst doch nicht da hinauf? Oder?“
„Na, ja... Als Wollen würde ich das nicht gerade bezeichnen, aber irgendwie sollte das jemand doch genauer untersuchen. Ich gehe auch alleine, wenn es sein muß.“


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Mechwyn

@ Flowercat...

Danke für dein Lob...
Auch ich habe lange Pausen zwischen dem Schreiben, da ich als Familienvater und Berufstätiger nicht durchgehend dazu komme...das Problem was sich dadurch ergibt ist die Ungleichmäßigkeit des Stils...er ändert sich mit einem, wenn man älter wird....irgendwann muß ich einmal einen Monat daran sitzen und alles fertig machen...im Moment arbeite ich an der Zusammenfügung aller Teile zu einem Ganzen...schwer, aber es geht....
Also. Nur Mut wenn man altes, liegen Gelassenes wieder aufgreift!...

Veröffentlichen möcht ich es schon einmal, aber da es noch nicht fertig ist kann ich bei den Verlagen jetzt schlecht Klinkenputzen!...Wird aber kommen!!!!...


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FlowerCat

Schreiben
Da triffst du des Pudels Kern Genau DAS, mit dem veränderten Stil, habe ich auch bei mir bemerkt! Auch die Sicht ist eine andere..aufeinmal fängt man an hier zu ändern, da zu ändern und was meinst du, was bei mir dabei rauskam??
Ich habe alle Geschichtchen umgeschrieben oder überarbeitet !
Und genau das will ich jetzt auch! Alles aufeinmal ducharbeiten und dann ist es o.k. und es wird nicht mehr daram rumgefummelt! Es ist schlimm, wenn man sich da manchmal selber im Weg steht. Kennst du das auch? Das Grübeln und Grübeln über einen Satz...?


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Mechwyn

Hm...nein, da bin ich wohl ein wenig zu ungeduldig. Meist finde ich ganze Teile als Gesammtes als zu schlecht und schreib sie einfach neu. Ich grüble eher über die Geschichte als solches nach...zu welchen Lösungen sie führt und was sich in den monatelangen Schreibpausen in meinen Tagträumen ansammelt. Ich bin eigentlich sehr optisch orientiert (Ich bin Illustrator) und tauche so oft wie möglich in meine "Kopfkinofilme" ein.
Bei meinem Roman weiß ich bereits wie es weitergeht und wenn ich schreibe versuche ich immer den Punkt zu erreichen wo ich nicht mehr merke daß ich schreibe, sondern wo es dem Denken und Träumen gleichkommt und ich den Film in mir während er abläuft schriftlich festhalte. Darum gibts bei mir eigentlich keinen Kampf um einzelne Sätze sondern eher um die Rechtschreibung die ich nachträglich mühsam korrigieren muß....


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FlowerCat

Schreiben
Ja, klar...Du hast ja einen ganz anderen Bereich. Da ich den lustigen, schmunzelnden Bereich mit meinen Geschichtchen gewählt habe...So passiert es schon, das ich das gewisse ETWAS suche, um es so rüber zu bringen...

Ganze Teile gleich umzuschreiben ist ja wahnsinn...Da mußt du sicher gut aufpassen den roten Faden nicht aus den Augen zu verlieren

Illustrator? Was illustriest du denn?...Das du optisch orientiert bist, merke ich auch am Schreibstil..auch das Emfpinden es dem Leser mitzuteilen muß man haben..
Aaah..Kopfkino..das heißt, du beschäftigst dich jeden Tag damit?
Mir fällt immer zwischendurch was ein..und dann muß ich das gleich notieren..Aber das ist auch kein Vergleich, weil unsere Themen sich total unterscheiden .

Ich bin aber auch schon einige Zeit am überlegen, einen kleinen Roman zu schreiben...Allerdings ebenfalls über meinen LieblingsKater..mal sehen, ob ich auch wieder in diese Stimmung komme. Wenn man keine Sorgen mehr hat, dann ist der Kopf auch wieder frei...


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Elfhelm

Die Sonne geht auf
Hi, ich würde auch sehr gerne mal eine Geschichte hier schreiben, wenns denn erlaubt ist.

Titel: Die Sonne geht auf

Es ist 5 Uhr, ich sitze am Strand und genieße die Brandung, in der Ferne höre ich wie mächtig große Schiffe vom Wasser getragen an mir vorüber ziehen.

Ich muß immer noch an die letzte Woche denken, mir immer wieder ins Gedächtnis zurückrufen.

Und dabei stlle ich mir immer wieder die selben Fragen, wie konnte das nur geschehen, hätte ich es nicht doch irgend wie verhindern können, was wäre wenn ich nur ein kleines wenig länger geblieben wäre?

Dann werde ich wieder aus meinen gedanken gerissen durch einen Lufthauch, der kühl durch mein Haar weht, mich zärtlich streichelt, so das ich ein schaudern verspüre.

Und da sind sie wieder, diese Gefühle die mich mitzureißen Drohen. Ich möchte mich so gerne diesen Gefühlen hingeben, mich von ihnen treiben lassen, es zulassen sie ganz tief in mir heraus zu lassen.

Ich bemerke nicht, wie Tränen sich selbständig machen, aus meinen Augen auszubrechen versuchen....

So, das war mal ein Teil von der Geschichte, wenn Ihr entgegen meinen erwartungen wissen wollt, wie diese Geschichte weiter geht, so laßt es mich wissen.

Gruß
Elfhelm vielleicht auch in der Lage eine geschichte zu schreiben????????


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Orald

Hallo Mechwyn,

jetzt hab ich den Ausschnitt deines Romans auch gelesen, und gleich drängt sich eine Frage auf: Sind die 3 bei ihrem Picknick im Regen (wie du ihn beschreibst war er ja doch recht heftig) eigentlich richtig nass geworden, oder gabs da irgend eine Einrichtung um einen trockenen Fleck zu schaffen ... ?

Und nun zur Kritik:
ich hab die Ausschnitte gern gelesen, auch wenn ich Geschichten am liebsten mit dem Anfang beginne. ;-)
Wieso aber benutzt du sprechende Namen!! Wo du doch mit Ogren zeigst, daß es auch anders geht. Ich finde dieses Stilmittel grausam (bestes Negativbeispiel ist für mich "Stein und Flöte" von einem gewissen Behmann, oder so ähnlich)

Ansonsten würd ich das ganze schon gern mal insgesamt lesen. Planst du denn eine Veröffentlichung?


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Gruß,
Orald

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Mechwyn

@Orald...

...Um deine Frage zu beantworten (obwohl sie mich beunruhig...)..die drei sitzen unter einem Felsvorsprung der sich als etwas anderes als eine einfache Klippe entpuppt....aber das steht doch eh in beiden Ausschnitten!...Noch zu undeutlich oder hast es nur überflogen?
Tja, die Namen....Regenbogen bleibt Regenbogen das isso und wird auch nicht geändert(hat persönliche Gründe)...Maulwurf wird zu Mechwyn, später in der Geschichte, aber da bin ich mir selbst noch ein wenig unsicher ob das auch so bleibt....Gottlob, es gibt eine Funktion in WORD....suchen und ersetzen....da bleiben die Möglichkeiten ja offen!...Nu ja, mit der Zeit gewöhnt man sich an die Namen beim Stillesen(hab ich mir sagen lassen)

JAAAAA!!!! Ich plane eine Veröffentlichung....wenn ich es fertig habe....(um die Geschichte abzuschließen fehlen noch gut 200 bis 300 Seiten...)...dann gehe ich Klinkenputzen....

Den Titel und den der zwei Teile hab ich auch schon:

"""Erwachen"

1.Teil: "Die ersten Schritte"
2.Teil: "Der Träumer"

@Elfhelm....

...klingt gut, is aber ein wenig wenig zum Beurteilen....

@Flowercat....

...schau mal auf meine HP...da ist das ausgestellt was ich sonst so mache.... http://www.mechwyn.de.vu/


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Orald

Hallo Mechwyn,

ich glaube, das mit dem Feslvorsprung solltest du tatsächlich etwas mehr beschreiben.

Wie kommst du eigentlich auf die Wahnsinnside, 400-Seitige Werke mit Word! zu schreiben? ;-)

Ich kann dir allerdings auf jeden Fall versichern, an sprechende Namen KANN man sich nicht gewöhnen. Mechwyn klingt super, daß mit dem Maulwurf lass besser ganz weg; und den Regenbogen: kannst du das nicht wenigstens in eine (Kunst)sprache übersetzen?

Aber naürlich ist es deine Geschichte, und darin hast natürlich auch nur du das Sagen. :-)


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Gruß,
Orald

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Padreic

Ich schreibe auch ab und zu kleinere Fantasy-Geschichten. Wirklich vollendet habe allerdings erst eine (etwa 20 Seiten). Dann habe ich noch eine unvollendete, wo aber der Einfall für die Geschichte nicht allzu gut war (nach etwa 10 Seiten abgebrochen). Dann habe ich noch eine neue, wo ich aber noch nicht einmal die erste Seite fertig habe. Es sind mir selbst bisher nur wenige Details bekannt, aber ich will zum ersten Mal mit mehreren Handlungssträngen arbeiten. Ich kann ja mal den ersten Absatz posten:

Es war ein heißer und schwüler Tag. Gerion saß an einem kleinen Teich und ließ seine Füße darin baumeln. Seine Schuhe hatte er ausgezogen. Den ganzen Morgen hatte er Holzhacken müssen. Jetzt aber konnte er sich ausruhen und abkühlen. Bald würde Vater nach Hause kommen. Hoffentlich würde er einen saftigen Hasen mitbringen. Es war jetzt eine ganze Weile her, dass sie das letzte Mal Fleisch hatten. Manchmal träumte Gerion davon, nicht nur ein armer Holzfällersohn, sondern Sohn eines reichen Händlers in der Stadt zu sein. Manchmal stellte er sich sogar vor, sein Vater wäre der Graf von Gworenar. In beiden Fällen könnte er jeden Tag essen, was er wollte und dazu noch ein eigenes Zimmer haben. Leider musste er in der Wirklichkeit sein Bett mit seinen beiden Brüdern teilen und das Essen war eher knapp. Gerion nahm einen großen Stein und schmiss ihn im hohen Bogen in den Teich. Warum waren manche Menschen arm und geboren und andere nicht? Warum durfte der Sohn des Grafen in einem Schloss leben, während er in einer kleinen Holzfällerhütte leben musste? „Auf manche Fragen gibt es keine Antworten.“, sagte sein Vater dann immer. „Zerbrech’ dir darüber nicht den Kopf. Du kannst es sowieso nicht ändern.“ Er nahm noch ein Stein und warf ihn in das Wasser, dass es spritzte.

@Mechwyn
Wäre es nicht praktischer es in LaTex zu schreiben?

Padreic

Elfhelm
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Mo 6. Aug 2001, 00:18 - Beitrag #3

Orald

Hallo Padreic,

soweit ist der Anfang doch ganz gut, (ein "Manchmal" würde ich aber ersetzen, da wos doppelt vorkommt ;-) )

Hast du schon ein Grundgerüst, was du in der Geschichte vom Plot her erzählen willst?

Das mit dem LaTeX hatte ich auch gemeint...


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Gruß,
Orald

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Padreic

@Orald
Das mit dem "Manchmal" sollte ich wirklich noch ändern. Ist kein besonders guter Stil.

Ich habe noch nicht das komplette Grundgerüst, aber doch einen großen Teil. Weil sein Vater beim Wildern erwischt wurde, muss dann bald die ganze Familie fliehen und dazu trennen sie sich. Der Junge haut also mit seinen beiden Brüder alleine ab. Seine beiden Brüder werden dann aber erwischt, aber Gerion kann sich in das Innere des Waldes durchschlagen. Dort findet er dann halbverhungert eine verborgene Elbenstadt. Das wäre der Anfang des einen Handlungsstrang. In diesem bin ich noch nicht weiter. Einen anderen Handlungsstrang habe ich schon ziemlich weit geplant. Ob und wenn wieviele andere Handlungsstränge einführe, ist noch offen. Aber wahrscheinlich packe ich noch ein oder zwei dazu.

Padreic

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Orald

hört sich an, als würdest du gern Rollenspielen ;-)


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Gruß,
Orald

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Padreic

@Orald
Tue ich auch gern (aber leider selten). Aber was hat das mit der Handlung zu tun? Zu der Handlung wurde ich von zwei Texten insperiert: Als erstes Tolkiens Aufsatz über Beowulf. Der brachte mich auf die Idee mit der Geschichte. Als zweites Osten Ard. Auch hier kommt ein Junge in eine verborgene Elbenstadt und auch hier gibt es viele Handlungsstränge. Aber alles soll noch ein Stück anders sein als in Osten Ard. Ich will ja keine Handlung kopieren.

Padreic

P. S. Warum antwortest du eigentlich immer so schnell *g*?


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Orald

Lieber Padreic,

daß ich "immer" so schnell antworte, war mir noch gar nicht bewußt. Wieviel Zeit soll ich denn mindestens verstreichen lassen?

Auf das mit dem Rollenspielen komm ich nur, weil ich früher jahrelang zwei Rollenspielgruppen geleitet, und an einigen teilgenommen habe. Das Konzept, daß sich der Plot beim Erzählen ausrollt, kommt mir somit irgendwie bekannt vor. Das soll natürlich nicht heißen, daß diese Vorgehensweise unbedingt daher kommt, es war halt nur so eine Frage.
Da ich selbst künstlerisch kein Geschick habe, kann ich natürlich zur Entstehung solcher Werke auch nicht viel sagen, ich könnte mir halt auch vorstellen, daß man mit einer Geschichte von vorn herein etwas Ausdrücken will, und die Erzählung um das Thema herum "baut". Tolkien verhält sich z.B. im Hobbit mit seinem "There and Back Again" auch etwas nach der Art, wie du es beschrieben hast. Im Herrn der Ringe, merkt man aber schon von anfang an, daß es um das Erzählen von großen Themen geht, die im Vorhinein wohl schon grundsätzlich vorhanden waren.

Besonders in der Lyrik merkt man ja oft, daß Werke (fast schon mathematisch) durchkomponiert sind. Die letze Zeile scheint dort oft noch vor der ersten geschrieben zu werden.

Nunja, wie auch immer, auf einen Zusammenhang mit dem Beowulf wäre ich nie und nimmer gekommen ;-)


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Gruß,
Orald

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Padreic

@Orald
Dass mit dem schnellen Antworten war eher scherzhaft gemeint. Antworte ruhig weiter so schnell!

Der Beowulf hat mich zu einem anderen Handlungsstrang insperiert, der erst der Haupthandlungsstrang werden sollte. Vielleicht wird er es auch wieder. Mal sehen. Hier wird ein junger Held von den Göttern gebeten, er solle ein Ungeheuer beseitigen. Und dabei kommt dann alles anders als er gedacht hatte. Das Volk des "Ungeheuers" steht in Wirklichkeit auf der Seite der Menschen, während die Götter vor haben, die Menschen zu versklaven. So unmittelbar hat das aber auch nicht mit dem Beowulf zu tun. Ist mir nur beim Lesen von Tolkiens Text darüber so eingefallen.

Padreic


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Orald

Guten morgen Pardreic,

dieses mal bin ich nicht ganz so schnell, morgends brauch ich halt immer eine Weile bis ich aufnahmefähig bin.

Kannst du mir noch mal kurz erläutern, wie du von Tolkien auf den Plot gekommen bist, oder war es einfach nur die Stimmung beim lesen?


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Gruß,
Orald

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Padreic

Ich kam nicht direkt darauf. In Beowulf gibt es ja einen Helden, der Ungeheuer tötet. Dann habe ich mir überlegt, dass es in anderen Fantasy-Romanen ja normalerweise nicht die wirklichen Helden das Böse besiegen, sodern Leute, die da irgendwie reingeschlittert sind. So wollte ich einen Helden nehmen, der ein Ungeheuer tötet. Da er einen Grund haben musste, nahm ich die Götter als Auftraggeber. Und da ich Überraschungen in Romanen liebe, kam mir der Einfall, doch mal das ganze Weltbild umzudrehen. Die Ungeheuer verteidigen die Menschheit gegen die bösen Götter!

So bin ich drauf gekommen.

Padreic


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Cara

Text(e) von Mechwyn
Hallo, lieber Mechwyn, Du alter Verräter.

Was sehe ich da? Deine Texte auch hier? Hast wohl nicht genügend positive Kritiken von uns bekommen?

Nun, zumindest ist das Feedback hier zahlreicher, nicht so zäh und vor allem nicht so "formal", nicht wahr? Ich freue mich jedenfalls, daß Deine Geschichte auch hier Anklang findet, besonders Deine Anmerkungen, Flowercat, gefallen mir sehr.

@Elfhelm, Padreic und Orald
Verzeiht mir bitte, wenn ich hier nicht weiter auf Eure Texte bzw. deren zugehörigen Anmerkungen weiter eingehe - ich konnte sie noch nicht "in Ruhe" durchlesen. Daher werde ich gesondert darauf eingehen.

Ich wollte nur schnell einen kleinen "Rüffel" an Mechwyn loswerden, den er mir hoffentlich nicht übel nimmt. Das konnte ich mir einfach nicht verkneifen. Er hat nämlich diese Texte in einem anderen Forum, in dem ich Moderator bin, auch zur Diskussion gestellt. Aber ich finde die Resonanz hier wesentlich besser.

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Mechwyn

Hallo Cara...

Du auch hier?....

Weswegen ich in mehreren Foren meine Texte poste?... Na weil ich dadurch mehr Menschen erreiche....damit ergibt sich mehr Feedback und mehr Anregungen!
Die positiven sind natürlich angenehmer, aber ich freu mich über jeden Vorschlag zur Verbesserung.
Auch wenns nach der Diskussion mit Nico Zorn nicht danach aussieht. Ich denke er hat es einmal gebraucht daß ihm jemand widerspricht. Er bemüht sich sehr, aber ich finde seine Art nicht wirklich konstruktiv! Er zerstört mehr als er erschafft.... Na vielleicht denkt er einmal über die Sache nach.
Deine Glättungsvorschläge find ich hingegen sehr anregend und so gestaltet daß man nicht gleich den Mut verliert an seiner Geschichte weiter zu schreiben.
Für mich ist dies alles hier ein kleiner Test um herauszufinden ob ich Interesse für meine Geschichte ernte oder ob sie ignoriert wird. Ich muß wissen wie ich meine Zeit am besten investiere. Immerhin habe ich noch meine Comics die sehr viel an Aufwand benötigen. Ich schwanke sehr zwischen diesen beiden Dingen.


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FlowerCat

Mechwyn/Cara
Mechwyn

Sorry, habe jetzt erst deine Anwort "gefunden". Ich werde nachher mal auf deine Seite hüpfen.
Was ich dich noch fragen wollte...Ich brauch für das Schreiben immer Ruhe um richtig kreativ zu werden.
Wie sieht das bei dir aus? Ziehst du dich da auch zurück?

Cara

Danke für die "Blumen". Soso, ihr kennt euch...Ist ja interessant zu lesen, wie unterschiedlich die Reaktionen sind auf Mechwyns Texte. - Es ist aber sicher wichtig, diese einem breiten Publikum vorzustellen, um zu sehen wie es ankommt...stell dir vor, er schreibt seine 500 Seiten und...nein...das denken wir gar nicht erst...

Gruß
Elfhelm

Padreic
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Di 7. Aug 2001, 11:12 - Beitrag #4

@Elfhelm
Ich finde deinen Anfange sehr gelungen!

Gleich nach den ersten Sätzen formt sich ein Bild im Kopf und man wird mitgerissen. Die Sprache klingt sehr poetisch, was mir gefällt. Nur zwei Kleinigkeiten:
1. Ich würde das "mächtig" bei "mächtig große Schiffe" weglassen. Das klingt irgendwie unnötig und hemmt den Lesefluss.
2. Und vor "was wäre wenn ich nur ein kleines wenig länger geblieben wäre?" würde ich ein "und" statt ein Komma setzen.

Ich bin schon gespannt auf eine Fortsetzung. Wenn es so gut weitergeht, fände ich das toll!

Padreic

floy14
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Di 11. Sep 2001, 18:58 - Beitrag #5

ich versuch immer selbst Texte zu schreiben, aber nach ca. 15 Seiten habe ich meistens keine Lust mehr...:s10:

MagicMagor
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Di 25. Feb 2003, 23:45 - Beitrag #6

Tränen

Wie ist es zu leben - zu leben ohne Tränen? Tränen - Ausdruck der Trauer, und Ausdruck der Freude. Wie ist es zu leben ohne Tränen? Ich durfte diese Erfahrung machen. Wie voll ist das Leben? Wie leer ist es ohne Tränen? Wie wichtig sie sind, erfährt man erst wenn sie einem genommen wurden. Man verflucht sich selbst. Man zweifelt an sich. Ja man zweifelt sogar an seiner Menschlichkeit. Ist Trauer nicht ein natürliches Empfinden des Menschen? Und sind nicht Tränen der natürliche Ausdruck dieser Trauer? Der Schmerz des Verlustes, gefangen im eigenen Körper. Man selbst wird zum Gefangenen - zum Gefangenem des Herzens. Die Unfähigkeit Trauer zu zeigen, die Trauer nach außen zu tragen und sich somit ihrer zu entledigen wird zur Last. Zu einer Last die dich nahezu erdrückt. Sie wächst, Tag für Tag, Stunde um Stunde, Minute für Minute. Eine eiserne Faust, die sich um dein Herz schließt und den Druck erhöht. Das Atmen fällt einem schwer, der Kloß im Hals wird sprichwörtlich.

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Traitor
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Mi 26. Feb 2003, 19:05 - Beitrag #7

Inhaltlich: eine recht übliche Botschaft, gut formuliert. Am Ende scheint es irgendwie etwas plötzlich abzubrechen, da könnte man noch einen Rückbezug auf den Anfang einbauen.
Formell: Interessante Form, wirkt wie Lyrik, obwohl es Prosa ist.

Monoceros
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Do 27. Feb 2003, 14:33 - Beitrag #8

Hm, die Idee ist ganz interessant, mir sind allerdings ein paar Sachen aufgefallen.

erfährt man erst wenn sie einem genommen wurden

Abgesehen von dem Kommafehler störe ich mich ein bisschen an dem "einem". Die Konstruktion ist etwas holprig, ich würde das Wort einfach weglassen, eventuell noch am Prädikat herumfeilen, was aber nicht unbedingt erforderlich ist. Gleiches gilt für den letzten Satz:
Das Atmen fällt einem schwer, der Kloß im Hals wird sprichwörtlich.

Bei dem Satz habe ich von der interpretatorischen Seite aus meine Schwierigkeiten, was soll das heißen, der Kloß im Hals wird sprichwörtlich?
Darüber hinaus ist das Ende, wie Traitor bereits angemerkt hat, ein wenig aprupt, für einen offenen Schluss wirkt der Text nicht lange genug nach.

Monoceros

Traitor
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Do 27. Feb 2003, 19:40 - Beitrag #9

Die Konstruktionen mit "einem" finde ich völlig ok, so würde ich es auch schreiben, und es wirkt auch natürlich-flüssig auf mich.

MagicMagor
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Do 27. Feb 2003, 19:55 - Beitrag #10

Danke erst einmal für die Antworten.

Der abrupte Schluss kommt daher, da ich eigentlich weiter schreiben wollte, mir aber nichts mehr einfiel und ich nichts mehr am Ende gemacht habe. Werd das Ding noch einmal überarbeiten.

Das "sprichwörtlich" ist im Schreibfluss entstanden und hat genau betrachtet keine Bedeutung. Da es sich auch nicht für den Abschluss eines Textes oder Satzes eignet, wird es wohl rausfliegen.

Monoceros
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Fr 28. Feb 2003, 19:03 - Beitrag #11

Die Konstruktion ist nicht falsch, Traitor, und in bestimmten Zusammenhängen kann man sie auch getrost verwenden, aber: es ist prinzipiell ein überflüssiges Wort, auf das man daher auch ebenso getrost verzichten kann, auch wenn es insbesondere in der Umgangssprache anders gehandhabt wird. Hinzu kommt noch, dass in der Stilistik hier Nuancen gebildet werden können, die die Wirkung des Textes nachhaltig beeinflussen, so wirkt die Sprache an diesen Stellen dadurch ein wenig lyrischer, nachdenklicher, was der Thematik sehr entgegenkommt.

Monoceros

Maurice
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Fr 28. Feb 2003, 19:13 - Beitrag #12

Dann poste ich hier auch mal was von meinen Geschreibsel . Hab schon oft gehört , wie toll es sei , aber ich selbst sehe es normal als recht ok an , finde es nicht schlecht will mir aber auf keinen Fall selbst was drauf einbilden , aber wenn es den anderen gefällt freut mich das natürlich auch . :)



Denke an dich ...

Ich liege im Bett . Sehe an die Decke , sehe durch den Raum .
Denke an dich .
Wärst du bei mir wäre ich nicht alleine .
Würdest du neben mir liegen wäre mir nicht mehr kalt .
Dich in den Arm nehmen .
Dein Haar und dein Gesicht streicheln .
Berührungen wie ein Balsam auf eine Wunde .
Vieleicht nur eine Wunde die ich mir einbilde .
Vieleicht nur ein Wunsch den ich mir einbilde.
Eine Sehnsucht die ich fühle , aber nicht akzeptieren will .
Ein schlechtes Gewissen , ein Ekel vor den eigenen Gedanken .
Soll ich das denken ?
Darf ich das denken ?
Es ist vieleicht nicht mal Sie die ich bei mir haben will ,
sondern wohl nur die Nähe an sich .
Vergessen wollen , das ich dies gedacht habe ,
aber genau das wird mir in Erinnerung bleiben .
Wird die Wunde größer umso länger man wartet ,
oder heilt sie von alleine nach der Zeit ?
Einfach nur warten und diese Gedanken ignorieren ?
Und immer noch will ich dich bei mir haben .....



More to come . ;)


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