
Die gingen zurück von heuet bis ca. 1730
War schon ziemlich krass als der mit so einem verstaubten Koffer ankam und da nur so alte Bücher drin waren...
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Fr 12. Dez 2003, 17:21 - Beitrag #21 |
Hab mal für einen älteren Herren 98 Jahre ...
![]() Die gingen zurück von heuet bis ca. 1730 War schon ziemlich krass als der mit so einem verstaubten Koffer ankam und da nur so alte Bücher drin waren... |
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Sa 13. Dez 2003, 23:28 - Beitrag #22 |
Hab mal ne Bibel von 1600 inner Hand gehabt (so richtig noch in latein) War allerdings nur bei der Konfirmation. Da durften wir das alle mal anfassen. Aber das viel schon ziemlich auseinander und wir durften nur mal den einband angrabbeln(der war glaub ich schon öfter ausgetauscht worden^^) aber der rest war noch original.
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Na und?
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So 14. Dez 2003, 00:22 - Beitrag #23 |
Vor ein paar Tagen hatte ich Gelegenheit, in zwei Kräuterbüchern aus dem 16. Jahrhundert zu blättern. Beide sind sehr gut in Schuss und gehören der hiesigen Stadt- und Landesbibliothek. Normalerweise muss man Handschuhe anziehen, wenn man sie berühren will, doch hier machte der Bibliothekar mal eine Ausnahme.
Ich wurde ganz ehrfürchtig! Die Dinger waren auf Deutsch geschrieben, d. h. gedruckt und sehr schön farbig illustriert. Richtig große Bücher. Meine ältesten eigenen Bücher sind eine komplette Lessingausgabe aus dem 19. Jahrhundert und ein paar alte Kochbücher von ca 1910. |
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Vorurteile sind Türen zu Zimmern, in die kein frisches Lüftchen dringt. Sir Peter Ustinov[/align] |
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So 14. Dez 2003, 16:13 - Beitrag #24 |
Ich weiss, das meine Mutter ein Buch hat, welches von ca 1840 ist. Das Buch erzählt Geschichten aus der Jagt zusammen mit Auszügen aus der Bibel
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Fr 9. Sep 2005, 20:27 - Beitrag #25 |
Ich durfte im Juli an einer Exkursion in die Herzog-August-Bibliothek in Wolfenbüttel teilnehmen, bei der jeder einen mittelniederdeutschen Text anhand der dort erhaltenen Handschriften (oder Drucke) vorstellte. Ich hatte die "Gandersheimer Reimchronik" zu behandeln, die wohl ungefähr 1217 entstand, aber deren einziges erhaltenes Exemplar eine Abschrift (auf Pergament) von kurz vor 1484 ist. Mit dem guten Stück durfte ich mich also etwas gründlicher befassen. Wir waren unter Aufsicht, hatten zwar keine Handschuhe, aber Papierstreifen, schwere Samtkordeln und Holzstäbe zum Umblättern, als Lesezeichen und Halterung für das geöffnete Buch auf dem Lesepult.
Das älteste Buch, das wir dort nicht nur hinter Glas gesehen, sondern auch angefasst haben, war ein Missale aus dem späten 13. oder frühen 14. Jahrhundert, wenn ich mich richtig erinnere. Es ging ziemlich auseinander, auch weil man die vorderen Innenblätter vom Deckel gelöst hatte, um die auf ihrer Rückseite sichtbaren Neumen zu zeigen. Eine Seite fiel aus dem Buch und landete auf dem Boden - nahm aber zum Glück keinen Schaden. (Es schauderte uns ein bißchen dabei. Die Verantwortung im Umgang mit unwiederbringlichen Gütern...) |
Die rechten Christen führen keinen Krieg - Jacob Böhme
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Fr 9. Sep 2005, 20:33 - Beitrag #26 |
Da mein Vater ein Antiquariat hatte, waren die ältesten sicher ein paar Jahrhunderte alt, etwa von 1600 an. Die habe ich aber nicht gelesen ^^
Das älteste, was ich gelesen habe war wohl die Bibel, aber da war ja nicht das Buch selbst alt, nur der Inhalt. Ansonsten... wahrscheinlich eins der Bücher aus dem Antiquariat, ca. bis 50 Jahre alt. |
Meine Schwermut ist die treueste Geliebte, die ich je gehabt habe; was Wunder, daß ich sie wieder liebe.
Kierkegaard |
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Mo 12. Sep 2005, 11:32 - Beitrag #27 |
Ich habe mal von der Uni aus eine Exkursion mitgemacht, und im Rahmen dieser Veranstaltung durfte ich doch tatsächlich Hand anlegen an ein wunderbares, herrlich illustriertes und mit Vergoldungen verziertes Buch (besser: Handschrift) aus dem 12. Jahrhundert! Das war ehrlich ein erhabenes Gefühl.
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[align=center]life is stranger than fiction[/align]
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Mo 12. Sep 2005, 11:43 - Beitrag #28 |
Stimmt, diese alten Exemplare sind deshalb so ehrfurchtgebietend, weil sie buchstäblich Geschichte atmen. Außerdem sind sie keine Massenprodukte, sondern handwerkliche Kunst. O.T.: Hi, Windy! ![]() |
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Vorurteile sind Türen zu Zimmern, in die kein frisches Lüftchen dringt. Sir Peter Ustinov[/align] |
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Mo 12. Sep 2005, 12:01 - Beitrag #29 |
Jaaa, diese Art Buch... das ist der einzige Grund, warum ich mir wünschen könnte, als Mann im 12. Jahrhundert gelebt zu haben. In irgendeinem kleinen Hinterwaldkloster, fern von großen Intrigen, eingesperrt sein, und in einem Studierzimmer solche Handschriften und Illustrationen erstellen, Farben mischen, und aaah...
Aber wahrscheinlich wäre ich dann mit 12 an Blinddarmentzündung gestorben, noch bevor ich meine erste Kopie hätte beginnen dürfen. ![]() Nun denn. Mein persönlich ältestes Schriftstück war eine Briefsammlung aus dem Jahre 1880 (für mich unlesbar), und ein Schulbuch von 1920. |
... alles wird gut...
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Mo 12. Sep 2005, 12:08 - Beitrag #30 |
privat gibt es kaum Bücher bei mir, die älter sind als 20 oder 30 Jahre
im Rahmen einer Romexkursion, die ich im Studium machen mußte, hatten wir auch eine ... ja, man muss schon sagen Audienz in den der Öffentlichkeit nicht zugänglichen Teilen der Bibliothek der Vatikanischen Museen. Dabei durften wir dann ein paar alte Handschriften aus St. Gallen studieren (natürlich unter strengster Befolgung der Handhabungsvorschriften), die für die Entwicklung der polyphonen Musik in Europa von großer Bedeutung waren, und eine Abschrift von Notre-Dame-Musik, St. Gallen aus dem 9ten Jahrhundert, Notre Dame aus dem 13ten Jahrhundert. Ui, ui, ui, ui, ui, das war ein Gefühl. Anschließend gab es dann ein Konzert in der Peterkirche mit frühpolyphoner Musik a capella von Perotin ... da laufen heute noch Schauer den Rücken hoch und runter, wenn ich dran denke |
Wer bist du, dass du die Qual lindern kannst und es nicht tust ...
-------------------------------------------------------------------------- ... nicht das Licht und nicht die Finsternis ... die Schatten, die leisen Übergänge ... |
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Mo 12. Sep 2005, 12:43 - Beitrag #31 |
Mein ältestes Buch...au, da muss ich überlegen.
Es dürfte irgendetwas aus dem 19. JH gewesen sein, ein englisches Ackerbau-Lehrbuch um 1850 wäre ein guter Kandidat. Dann noch etliche Unterlagen des Uelzener Stadtarchivs aus der Zeit um 1830. In damaliger Kanzleischrift geschrieben, mit etwas Mühe und grober Kenntnis des Sachverhaltes durchaus lesbar. Außerdem diverse Herbarscheden (Etiketten) aus dem 19.JH quer durch. Als Kind wurde ich außerdem mit "Nesthäkchen" von iirc Johanna Spyri, um 1910-20, in Sütterlinschrift gefüttert. Sehr interessante Lektüre das, die ein sehr umfassendes Bild der damaligen Zeit mit den damaligen Lebensumständen und Denkmustern durch die Brille einer damals Jugendlichen vermittelt. |
Der Fehler ist die Grundlage der Erkennntnis
Heute schon gechattet? Man muss versuchen zu lernen, dass man sein Sein, sein Leben nur suchen kann, indem man für die anderen tätig ist. Darin liegt die Wahrheit. Es gibt keine andere. J.P.Sartre, zit.n. Rupert Neudeck |
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Mo 12. Sep 2005, 17:47 - Beitrag #32 |
Nesthäkchen stammt von Else Ury (ich hoffe, richtig geschrieben). Johanna Spyri ist für die ebenso wunderbare Heidi - Geschichte verantwortlich.
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... alles wird gut...
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Mo 12. Sep 2005, 18:27 - Beitrag #33 |
Hab ich die doch glatt verwechselt...ich glaub ich werd alt
![]() Heidi habe ich auch gelesen. War aber glaube ich nicht ganz so alt, oder? Und nicht in so schönem Sütterlin... |
Der Fehler ist die Grundlage der Erkennntnis
Heute schon gechattet? Man muss versuchen zu lernen, dass man sein Sein, sein Leben nur suchen kann, indem man für die anderen tätig ist. Darin liegt die Wahrheit. Es gibt keine andere. J.P.Sartre, zit.n. Rupert Neudeck |
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Mo 12. Sep 2005, 18:34 - Beitrag #34 |
Heidi ist älter. Spyri ist 1901 gestorben, ihre wichtigste Geschichte stammt aus dem Jahre 1881. Else Ury hingegen starb 1943 im Konzentrationslager.
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... alles wird gut...
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Di 13. Sep 2005, 00:28 - Beitrag #35 |
16. Jahrhundert? Kaum zu glauben, daß noch niemand Moses´durch Gottes Blitze persönlich in Steintafeln geschmetterte Gebote schreiend hochielt.
![]() Gogolj: "Mrtve duse" ("Die toten Seelen"), 1969. |
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Di 13. Sep 2005, 18:29 - Beitrag #36 |
Tja, Saint-Just, wenn du deine Bücher auch immer gleich weggibst, wenn du sie gelesen hast, und alle das so machen, ...
![]() Wir haben auch noch eine ganze Menge schöne Kinderbücher aus dem 19. Jh., darunter einen "Lederstrumpf" (J.F.Cooper) von ca. 1850, also nahe an der Erstausgabe. Da fast alle unsere Märchenbücher um die Jahrhundertwende gedruckt wurden, bin ich praktisch "zweischriftig" aufgewachsen. ![]() Außerdem haben diese alten Kinder- und Jugendbücher zum Teil einen wundervollen Erzählstil und eine natürlich etwas staubige, aber manchmal auch sehr kraftvolle Sprache. Auf "leicht gekürzte" und "behutsam modernisierte" Ausgaben reagiere ich daher leicht allergisch und werfe sie behutsam an die Wand. |
Die rechten Christen führen keinen Krieg - Jacob Böhme
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